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Beschreibung der Großwetterlage (Modellanalysebericht) für April 2007

  • M2 Sturmwetter
  • 6. April 2007 um 21:34
  • M2 Sturmwetter
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    • 6. April 2007 um 21:34
    • #1

    Die Beschreibung wird anhand von den Synoptikkarten der 500 hPa, 850 hPa und 700 hPa, der Niederschlagskarte, 2 m Temperatur, Cape/LI - Werte und 700 - Feuchte.

    Die Helicity (Scherungsfelder und weiteres im Verlauf), Taupunkt und Potentielle Äuqivalenttemperatur kommt bei den Gewitterlagen dann zum Analysefall als nächstes dazu! Wenn wieder stärkere Gewitterwochen anstehen, also bis dahin mehr dann davon.


    Ursache der Großwetterlage und Analyse

    Bodendruckvorhersage 07. April 2007 (12 UTC = 12 Uhr)

    Auf der Bodenkarte lassen sich einmal die Boden- und Hochdruckgebiete erkennen. Ein Bodenhoch liegt über Grönland mit 1029 hPa (Bodendruck), ein Tiefdruckgebiet eher so flach in seiner Ansicht mit mehreren Fronten bei 1000 hPa.

    Bei Grönland und entlang von Island östlich zeigt sich en Bodentief ohne Front, dies ist ein sichtbarer ausschweifender Trog aus Grönland der sich auch in Bodennähe bemerkbar macht mit 1020 hPa, was hier ein Abtropfungprozess sein dürfte, die in Höhentiefs enden können.

    Auf dem Nordatlantik übrings zeigt sich mit 1010 hPa, es tropft aus einem Trog heraus ab zum Tropfen und möglicherweise zum Höhentief zu den Azoren und Spanien hin.

    Die Front bei Island und nördlich von den Brititischen Inseln ist eine Wellenfront, sie beginnt zu Wellen was zu einer Verdickung des Wolkenfeldes führen kann und eine Tiefentwicklung mit auslösen kann. Diese Welle erkennt man auch bei Grönland westlich vom Hoch ebenfalls eine weitere wieder.

    Westlich von Grönland zeigt sich ein Bodenfeld mit tiefen Luftdruck, also zeigt auch deutlich ein Trog der möglicherweise zum kurzwellig werden könnte.

    Entlang von Kurzwellentrögen, Höhentiefs oder Kaltlufttropfen, Tiefdruckgebiete in sich im Bereich von Höhendruckgebilden ausbilden sorgen für heftige Wettererscheinungen, wenn Feuchte - Hebung - Lablität - Strahlströme (gut ausgeprägt) - niedrige Strahlströme in tieferen Schichten, Vertikalscherung, Warmluftadvektion in niedrigen Schichten oder etwas höher usw. vorliegen.

    Das Tief bei Island wäre ein Primärtief (Steuertief) und der Tropfen fast ein Sekundärgebilde was nach Süden ausbricht. Über Skandinavien liegt ein Bodendruckfeld was niedrige Druckwerte aufweist und kleine kurzwellige Auströge zeigt mit einer Konvergenz an der Küste Norwegens.

    Über Skandinavien befindet sich ein Teil eines Polarwirbels (kalter Tropfen).

    An den Bodentiefs und den Höhentiefs die in niedrige Atmosphärenschichten singen, Fronten wie Warm- und Kaltfront, der Okklusion, der günstigen Luftschichten, andere Vorgänge spielen sich die Wettervorgänge ab.

    Das abgeschlossene Hoch bei den Britischen Inseln wird nicht, das sein was unser Wetter die kommenden Tage bestimmt, sonders ein Hochdruckkeil von den Azoren, der sich erst zum flachen Hoch aufbaut und dann sich rein zu uns mit seiner Entwicklung schiebt.

    Über dem Nordatlantik südlich entlang eines kleinen Sturmtiefs und dem Tief bei Grönland bis nach Skandinavien wird sich wahrscheinlich eine sich verstärkende Höhenströmung aufbauen die dann wohl einige Tiefs nach Norddeutschland wandern lassen könnte.


    Mehr in den nächsten Beiträge im Anschluss.

    Die Arbeit nimmt ein paar Stunden in Anspruch.


    Gruss Marco

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    9 Mal editiert, zuletzt von Marc Unwetter (8. April 2007 um 17:35)

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    • 6. April 2007 um 22:48
    • #2

    In den Bodendruckkarten und mit Fronten findet man folgende Angaben, dennoch weitere!

    Warmfront: Linie mit Halbkreisen, Kaltfront mit Dreiecken, Okklusion mit Halbkreisen und Dreiecken, Höhenkaltluft (Kaltluftadvektion in der Höhe), Höhenwarmluft (Warmluftadvektion). Meist werden die genannten Wellenfronten richtig benannt in der Karte, wenn sie von Bedeutung werden, Kaltluftadvektion am Boden (Dreiecke mit Kreuzen dazwischen), Warmluftadvektion am Boden (Halbkreise mit Kreuzen dazwischen, Konvergenzlinie ohne weitere Elemente, Hoch- und Tiefdruckzentrum mit Namen manchmal, Isobaren (geschlossen, offen, dicht beieinander).

    Luftmassengrenzen lassen sich durch enge Isobarenlinien aneinander erkennen.


    Es gibt noch weitere Frontensymbole: Warmfront mit Erwärmung in allen Schichten, Warmfront mit Erwärmung am Boden, Warmfront mit Erwärmung nur in der Höhe, Maskierte Warmfront mit Abkühlung am Boden, Quasistationäre Front, Kaltfront mit Abkühlung in allen Schichten, Kaltfront mit Abkühlung nur am Boden, Kaltfront mit Abkühlung nur in der Höhe, Maskierte Kaltfront am Boden, Okklusionsfront (Zusammenschluß von Warm- und Kaltfront), Gealterte Okklusionsfront, Warmfront - Okklusion mit Erwärmung am Boden, Kaltfront - Okklusion mit Abkühlung am Boden, Konvergenz oder Konvergenzlinie.


    Diese Karten werden hier mal die Beispiele zeigen die ich meine!


    Gruss Marco

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    5 Mal editiert, zuletzt von Marc Unwetter (7. April 2007 um 10:40)

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    • 6. April 2007 um 23:42
    • #3

    In dieser Karte werden die Keile/Rücken und Tröge in der Höhe gezeigt, am Boden die Keile/Tiefdruckrinnen und manchmal lassen sich die Höhentiefs und Kaltlufttropfen erkennen.

    Es gibt Keile und Tröge als Halbwellen (Rossby - Welle), Keile antizyklonal oder konvex. Tröge zyklonal oder konkav. Größere Wellen (stabile Wellen) sind länger und haben einen langsamen Luftmassentransport. Kurzwellen (Kurzwellentröge), in Bodenkarten auch erkennbar, also instabile Wellen.

    Gruss Marco

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    2 Mal editiert, zuletzt von Marc Unwetter (6. April 2007 um 23:48)

  • Sprite01
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    • 7. April 2007 um 08:59
    • #4

    Danke Marc. :top:

    Grüße aus dem Süden von Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)
    Dirk

    ..... nicht "meckern und motzen", sondern "machen und klotzen" .....

  • M2 Sturmwetter
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    • 7. April 2007 um 10:14
    • #5

    Gerne Sprite!


    Dieses Wasserdampfbild zeigt Höhenkaltluft. Dies ist an den schwarzen Streifen, Bändern usw. sichtbar. Dieses Wasserdampfbild ist von EUMETSAT.

    Diese schwarzen Bänder können sich stark ausprägen und sind auch für die Entwicklung von Orkantiefs, schwere Gewitter usw., also die typischen Unwettermuster verantwortlich.

    Dieses schwarzen Bändern (obertroposphärische oder stratosphärische Luft), man nennt sie auch Streamer oder Filamente.

    Sie gibt es hinter der Kaltfront, können in den Kern der Zyklone absinken und sie verstärken, sie lösen Instabilität in der Atmosphäre aus, es schiebt sich trockene Luft über feuchtwarme Luftmassen (Gewitterheftigkeit), Sturmzyklonen, Gewittersysteme, stärke der Tiefdruckbildung, sie kann bis in tiefere Atmosphärenschichten sinken.

    Höhenwirbel mit Kaltluft sind auch zu erkennen, die gewisen Höhentiefs und Kaltlufttropfen.

    Die trockene Luft wird auch Streamer genannt und kann die unteren Luftschichten zum austrockenen bringen, also entzieht ihnen den Wasserdampf.

    Die weißen Erscheinungen auf den Bildern oder Läufen steht hier für Wasserdampf.

    Quelle:

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    SDDI-20070407-0700-BNW-08-WV_062-02-600.jpg 36,47 kB – 125 Downloads SDDI-20070407-0700-BNW-08-WV_062-02-600.gif 187,74 kB – 127 Downloads

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    6 Mal editiert, zuletzt von Marc Unwetter (7. April 2007 um 18:50)

  • M2 Sturmwetter
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    • 7. April 2007 um 10:48
    • #6

    Vom Grund bis in sehr große Höhen der Atmosphäre gibt es die Druckflächen von 1000 bis 10 hPa (Druckfläche).

    Man kennt die Druckfläche von 925 hPa, 850 hPa, 700 hPa, 500 hPa, 300 hPa, 200 hPa, dennoch gibt es weitere dazwischen.

    Es gibt viele Analysekarten der Modelle die viele Arten von diesen Mustern aufweisen und zeigen was genau in diesen Schichten gerade abläuft, ein Sounding zeigt nur ein Stück über einer Fläche davon.

    Geopotential (steht für Kräfte eines Potentials, die Energie, Bewegung, Antriebe, was transportiert werden kann in so einem Bereich, kinetische, Wärme-, Strahlungs-, usw.) Die Druckfläche 850 hPa, zeigt hier in welcher Höhe und an welcher Grenze der Atmosphäre sie sich befindet.

    Dies sind nur eine Art der Vielfalt an Wetteranalysemöglichkeiten!


    Die Analysekarte der 850 hPa Geopot. (=Energie usw.) gpdm (geopotentielle oder geodynamische Dekameter), hier geht es um potentiell oder Dynamik in der Atmosphäre.

    Der Wert 144 auf der Karte von 850 hPa gibt die Höhe in Dekametern an (= Höhe in m/10), Umrechnung von 144 x 10 = 1440 m hiermit. Die Druckfläche von 850 hPa liegt in 1440 m genau gesagt. In 1440 m mit 850 hPa Grenze beträgt dann die Temperatur ungefähr 0 bis 2°C.

    850 hPa Geopot. (gpdm) und Temperatur (Grad C), auf der rechten Seite der 850 hPa - Analyse findet man eine Skala die die Temperaturwerte in Höhe der Atmosphäre anzeigt, die Temperaturwerte sind auch zum Teil eingetragen darauf, sowie auch die Werte des Geopotentials. Anhand der Farben auf der Karte kann man damit an der Skala die Temperatur ablesen, hiermit lassen sich Warm- und Kaltlufttransporte erkennen. Über Grönland und vor Skandinavien gibt es sehr kalte Luftmassen bis -20°C, über Deutschland nur 0°C, über dem Rest Deutschlands und Europas bei 5°C, am Mittelmeer lagert sehr warme oder fasst heiße Luft in der Höhe bei 20 bis 30°C.


    Niederschlagskarte für 6 h - Niederschlag inn (rot = Konvektion, also für Schauer, Quellwolken, Gewitterbildung, harmlose Cumuluswolken, Cumulus fractus usw.). Die 6 h - Niederschlag meint den Niederschlag der in 6 Stunden gefallen ist oder fallen würde. Die Farben von grün und blau zeigen die Niederschlagsgebiete, die roten Punkte die Konvektion (bereits erklärt was gemeint ist).

    Auf dem Nordatlantik erkennt man Konvektionsbewölkung, in Spanien, der Nordsee, Skandinavien usw., besonders da wo kräftige Farben sind und größere Mengen an Niederschlag bei dem Durchzug erwartet werden können die Gewitter usw. kräftig ausfallen.

    Übrings die 12 Z steht für 12 den Zeitraum von 12 Stunden - von 0 bis 12 Uhr.


    Die 2 m Temperatur - Karte zeigt die Temperaturverhältnisse die man auch selbst soweit messen würde in 2 m Höhe über dem Erdboden an. Mit 10°C in Nordrhein - Westfalen in 2 m über dem Boden gerechnet oder analysiert aus Wetterdaten für 12 Z = bis 12 Uhr.


    700 hPa Vertikalbewegungen, sie zeigt das Hebungspotential für eine Kaltfront, Höhentröge, Höhentiefs an. 700 hPa Geopotential (gpdm), bei 700 hPa liegt auch die Höhe in gpdm = m wo sich die 700 hPa Fläche begrenzt befindet zurzeit. Die Farbskala reicht von rosa -32 hPa/h bis gelb 0 hPa/h bis zu blau - violett +32 hPa/h.

    Der Luftdruck; Luftdruckanstieg bei 0 bis 2 hPa/ h bei 312 = 3120 m bei der der Luftdruck 700 hPa beträgt in der Höhe. Dieser Anstiegt liegt bei den Britischen Inseln und der Biskaya und vor Deutschland. Ereignis um 12 Uhr am 07.04.07.

    Auch die Frontalzone liegt in 3000 m Höhe und zeigt sich deutlich näher an Mitteleuropa dran.


    Dargestellt in der Karte für die mittleren Wolken, Bodendruck, Wolken in Prozent, Rel Top 500/1000 gpdm, Rel Top = Relative Topographie, was ist enthalten:

    Bodenluftdruck (weiße Linien), Bewölkungsgrad in %, die Relative Topographie bezeichnet hier zwei Druckflächen die 500/1000 gpdm wird in 500 hPa und 1000 hPa aufgeteilt da bei übereinanderliegen.

    Diese Topograhie 500/100 (gpdm) stellt einige Höhenschichtlinien da, die anzeigen wie nahe oder sehr nahe sie liegen aneinander. Dicht steht für tiefen Luftdruck und weit für hohen Luftdruck in den Höhenbereichen.


    Gruss Marco

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    13 Mal editiert, zuletzt von Marc Unwetter (7. April 2007 um 12:59)

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    • 7. April 2007 um 13:11
    • #7

    Die Karte gilt für den Samstag, 07. April 2007 bis 12 Uhr.

    Weiter zu Beschreibung die 500 hPa Geopot. (gpdm), T (C) und Bodendr. (hPa erinnert etwas an eine schwache Omegalage über dem Nordatlantik bis zu den Britischen Inseln, zurzeit wirkt dieses Hoch noch weiter, danach kommt ein neuer Keil die nächste Woche und baut sich über Mitteleuropa auf.

    Das Geopotential geht von rot und gelb (hohes Geopotential = hoher Luftdruck) und grün bis blau (niedriges Geopotential = tiefer Luftdruck).

    Südlich von Neufundland und Grönland über Island, nördlich der Britischen Inseln, Dänemark, im äußeren Nordostdeutschland, Polen bis Rußland rein verläuft die Frontalzone wo die Kaltluft auf der Rückseite und davor die Warmluft sich bewegt entlang.

    Schaut man sich nochmals die 850 hPa - Karte an erkennt man, das die Werte bei 0 liegen, also hier wird nur im Moment schwach Warmluft herangeführt in der Höhe, somit ist auch die Schichtung nicht ganz stabil und es bilden sich häufig Schauer, aus dem Grund gab es Schauer die letzten Tage die wir vielleicht beobachten konnten.

    Die kommenden Tage wird diese Schichtung etwas stabiler, dennoch scheint es Schwankungen zu labiler Lage zu geben und es können Schauer und Gewitter auftreten in Europa und Mitteleuropa hinauf.

    Zurzeit wird eher eine stärkere Warmluftadvektion fehlen um die Schichtung stabil zumachen. Der vorhergesagt Schönwettereinfluss des Hochs dürfte etwas ins schwanken geraden durch eine Verstärkung der Höhenströmung, den Jets und die Hebungsprozesse über dem Norden Deutschlands hinweg, auch einige Schauer und Gewitter wären nicht unmöglich.

    Anhand der Höhenkarten für die Winde, Höhenwinde usw. lassen sich auch zusammen mit allen anderen Karten Rückschlüsse nach der genauen Interpretation auf die Wetterentwicklung an einem Ort schliesen, der Jet bei der Nordsee birgt ein Maximalwert für Aktivitäten in seinem Bereich für kräftige Niederschläge an Dänemark heran oder vorbei. Links vom Jet lassen sich die Hebungen erkennen auch in 700 hPa Vertikalbewegungen der Karte hier kommt es zu Förderung von Niederschlägen entlang in der Höhenströmung die etwas aufbaut.

    Die Höhenströmungen ändern sich jeden Augenblick in eine andere Situtation um.


    Die 700 hPa relative Feuchte - Analyse zeigt die Luftfeuchtigkeit der Luftschichten in 700 hPa wie hoch in Prozent die Luftfeuchte in bestimmten Gebieten liegt über dem Wasser und dem Land usw.

    Hier ist einmal relative Feuchte % auf der Karte sind die Prozentangaben oder neben der Karte rechts in der Skala zufinden. Die gepunkelten Linien sind die Isolinien, also sie geben die Feuchte an von 15 - 30 - 45 - 60 - 75 - 90 % und die Extrema stehen mit t < (niedrig) 15% und f > (hoch) 95% da.

    Gruss Marco

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    • 7. April 2007 um 18:46
    • #8

    hallo marco
    ist das nicht der sogenannte dry slot?der kommt ja auch bei orkantiefs zum tragen

    gruß volker

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    • 7. April 2007 um 18:47
    • #9

    Genau Volker dies ist der dry slot.

    Ist für Orkane von Bedeutung.

    Gruss Marco

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    • 7. April 2007 um 18:51
    • #10
    Zitat

    Original von Marc Unwetter
    Genau Volker dies ist der dry slot.

    Ist für Orkane von Bedeutung.

    Gruss Marco


    ich glaube so ausgepräter der ist um so heftiger ist die entwicklung.

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    • 7. April 2007 um 19:11
    • #11

    Ja um so extremer stimmt. Über Nordafrika fällt deutlich eine Spalte in der Atmosphäre auf und anhand der Temperaturanalyse in Bodennähe, könnte dies mit der Hebung die zuerkennen ist auf die mögliche Konvektion zu Gewittern hindeuten dort.

    Über Spanien erkennt man in der Karte für die Vertikalschnitte ein großes Höhentiefgebilde über Spanien was bis nach Nordafrika reicht und sich ausbreitet, hier sinkt offenbar Luft weit nach unten oder gesagt es sinkt die obere Atmosphäre runter. Die Luft dürfte labilisiert sein nach Nordafrika und es könnte zu Gewitterausbrüchen kommen und starken aufschießen von sehr warmer Luft in die Höhe.

    Vertikalschnitte findet man bei wetter3 die auch gut die Vorgänge in den Höhenschichten und tieferen Schichten der Atmosphäre zeigen von 850 hPa, 700 hPa usw.

    Die Vertikalschnitte zeigen hohe Luftfeuchtewerte in der Region vom Grund bis in große Höhe hinauf und die stärkeren Winde aus der Höhe die herunterfallen auf den Grund. Über Nordafrika liegt auch der Subtropenjet der bei seiner Stärke auch mit runtergeht etwas und auch wird eine Hochdruckzone sich dort weiter ans Mittelmeer aufbauen wahrscheinlich.

    Von Nordafrika strömt die nächsten Tage ab dem 12.04.07 sehr warme Luft in der Höhe nach Europa und Mitteleuropa rein, ein Höhenhochzentrum wird demnach entstehen, links davon von Nordafrika und über Spanien könnten Hitzetiefs entstehen die einige Gewitter mitbringen.

    Diese Spalte und die sehr warmen Luftmassen weißen auf eine beginnende Entwicklung einer Tiefdruckrinne in niedrigen Schichten im Westen Afrikas und einem Hochdruckzentrum in der Höhe drauf hin. Wahrscheinlich bringt dieses Hochzentrum auch feuchtwarme Luft mit und unter dem Höhentief bilden sich Tiefs im Bereich der Höhenkaltluft. Die Drucksysteme werden möglich nach Europa vorstoßen und Mitteleuropa ansteuern etwas.

    Die Region zeigt starke Aufwärtsbewegungen und Abfälle an Luft, Warmluftadvektion nach Mitteleuropa usw., Bewölkung entsteht und wird auch nach Mitteleuropa vordringen, mögliche Unwettern wahrscheinlich vor Mitteleuropa.

    Die Höhenschichtdruckflächen sind dennoch nicht wirklich gerade, sondern weißen Verformungen auf die sogar den Grund erreichen können und sie steigen auch weit oder steil nach oben in die Atmosphäre auf. Deshalb gibt es die Höhenangaben in den Höhenkarten in gpdm, da hier auf die Höhe dieser Luftschichten hingedeutet wird.


    Höhendruckausschnitt und Vertikalschnitt

    Diese Karte ist nur ein Beispiel zu Beschreibung.

    Die Höhenkarten die man von wetter3 usw. kennt zeigen nur die horizontale Draufsicht auf die Oberfläche, dieses Bild zeigt auch erst die Draufsicht, dann aber den Vertikalschnitt, also so als wenn ich durch ein Tiefdruckgebiet schneite etwas und den Fronten.

    Als nächstes gibt es noch ein Bild mit einer Höhendruckausschnitt und Vertikalprofil oder Vertikalschnitt, dort erkennt man wie die Druckflächen nach oben oder nach unten steigen und wie die Temperaturverläufe sind, hier ist auch die Druckfläche 850 hPa enthalten, durch den Verlauf der Flächen wie oben und unten kann man sich durchaus die Windgeschwindigkeiten erklären. Der Grund lässt sich aus die starken Anreihung der Druckflächen erklären.

    Auf der Karte die rechte also, ganz oben zeigt sich ein Höhentief (abgeschlossen), es weist die Höhenangaben auf von 141 bis 144, also bitte Umrechnen die 141 bis 144 zu 1410 m und 1440 m. Die anderen Werte zeigen die Hochdruckgebiete, die gestrichelten Linien zeigen die Temperaturverläufe durch dieses Druckgebilde, Vertikal sind die Temperturverläufe im unteren Bereich der Karte also die 4°, 10° und 13°C, die Linie A und B soll der Vertikalschnitt sein durch dieses Gebilde, eher hier die Umgebung.

    Auf der oberen Ansicht findet man auch die Windpfeile angegeben, sie zeigen aus Südwest eine starke Windzunahme am Boden oder in höheren Schichten der Atmosphäre, ebenfalls mäßgen oder frischen Südwind an. Über diesem Gebiet könnte man den Jet oder Strahlstrom erwarten und seine stärkste Hebung entlang, die Bodentemperaturen liegen hier bei 26°C oder mehr. Es wäre sogar wahrscheinlich das dieses Höhentief Fronten aufweist auf seiner Seite wo die stärksten Winde liegen, also im Nordosten oder östlich und südwestlich und etwas Nordwestwind, wahrscheinlich eine Schwergewittergefahr hier.

    In dem Vertikalschnitt im unteren Bild geht die Linke Seite nach oben (hohe Geopotential = hoher Luftdruck) und rechts nach unten (tiefes Geopotential = tiefer Luftdruck). Links deutet auf ein Hoch hin und rechts auf ein Tief.


    Hier kommt das im Tief zum tragen was Volker schon anspracht in seinem Zentrum, ähnlich wie bei den Tornados die sich bilden, den dry slot genannt. Die Luft wird außen herum aufgewirbel - gehoben - nachoben verschoben - verdrängt usw., die Fronten wie Warmfront usw. schießen an dem Tief entlang nach oben sowie mitten ins Hochdruckgebiet rein.

    Was ich noch sagen sollte in dem Vertikalschnitt verlaufen auch die Strahlstrombänder die für unser Wetter wichtig sind und verursachen allerhand Erscheinungen in Gewittern wie die Downbursts usw oder sogar Tornados, womit auch die obertroposphärische Luft herabstürzt zum Grund und Schäden anrichten kann. Diese Vorgänge steuern Gewittersysteme mit.

    Gruss Marco

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    • 7. April 2007 um 20:57
    • #12

    Die Niederschläge werden durch andere Einflüsse bestimmt.

    Dafür ist ein: Antizykonal absinkende Vorderseitenkaltluft, Mittel - Troposphäre - Strahlstrom und Aufsteigende Warmsektorluft verantwortlich.

    Ein Bild dazu im Anhang die Druckflächen sind auch wieder gegeben von 900 hPa, 600 hPa, 500 hPa und 400 hPa.

    Die Bändern bewegen sich auch zwischen anderen Druckflächen.

    Diese Ströme liegen im Bereich eines Frontensystems aus Okklusion, Warm- und Kaltfront oder andere Frontenarten.


    Strahlströme (Jet)


    Gruss Marco

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    • 8. April 2007 um 10:47
    • #13

    Bestimmt wurde die Wetterlage am 07.04.07 durch eine Dipollage bei den Britischen Inseln und Spanien, sowie einen mächtigen Höhentrog über Skandianvien bis Polen und Russland rein, somit gibt es auch einen abtropfenen Trog zu einem Höhentief.

    Das Hochdruckgebiet und dazu das Höhenhoch darüber wurde durch ein Trog von Skandinavien verdrängt nach Westen.

    Außerhalb Mitteleuropas lag die Luftfeuchte in 700 hPa sehr hoch und wurde somit in Mitteleuropa durch ein Hochdruckkeil und einer Kaltfront kam es zum Absinken der Luft in Deutschland wo es sonnig wurde und zum Auflösen der Wolkenfelder.

    Der Trog der sich über dem Bodenkeil geschoben hat, schaffte es teilweise die Luft zu labilisieren und Schauer zu bilden.

    Die Luftschichtung ist demnach eine Strahlung- oder Absinkinversion wo sich Stratocumlus bilden konnte oder Schauer auftraten. In der Höhe konnte man die Tage davor von einen Feuchtetransport sprichen aus dem Norden her.

    Da ein Hoch in der Nähe liegt kommt es zu Absinkbewegungen in der Kaltfront die aber hängen eher im Nordosten geblieben ist.

    Das Bodenhoch verschiebt sich zu kalten Luft hin und das Höhenhoch darüber zu warmen Luft, wegen der Achsenneigung.

    Bis zum 12.04.07 taucht ein größerer Trog auf über dem Nordatlantik und trägt auch das Höhen- und Bodenhoch ab nach Osteuropa, hier kann es aber zu Gewittern kommen häufiger die kommenden Tage in Südwest- und Westdeutschland, dennoch wird das Hochdrucksystem im Nordosten und der Ostsee sich festfahren und weiter für eine Blockarde durch die Störung von Druckgebieten auf seiner Ostseite sorgen.

    Die Regenvorhersage der Radiosender usw. wird aber etwas verhalten aussehen, da sich die Aktivität eher auf Westeuropa und dem Mittelmeer beschränkt und nach Nordeuropa, in West- und Südwestdeutschland geraden einige Höhentiefs usw. in einem Höhenrücken wo es zu Hebung und Lablität, Feuchte sowie mit anderen Parametern zu Gewitterbildung und Regen kommen kann.

    Also demnach wird dass Wetter mal schön sein und etwas wechselhaft, also nicht so schlecht wie vorhergesagt. Auch Werte von 22 oder mehr sind drin, sowie kalte Nächte.

    Als Hinweis! Bei Luftdruckfall kann sich eine Zyklogenese (sich verstärktendes Tief), sich abschwächenes Hoch bilden. Bei Luftdruckanstieg gibt den Fall, die Zyklolyse (sich abschächendes oder auflösendes Tief) und Anitzyklogenese (sich bildendes oder verstärkendes Hoch).


    Unten sind ein Bild zu den Luftmassen angehängt die bei Drucksystemen und Fronten in verschiedenen Höhenschichten vom Grund (Boden) auftreten:

    Luftmasse in 1000 hPa und 850 bis über 700 hPa ist arktisch, in 1000 hPa und 850 hPa bis über 700 hPa ist kontinentale Polarluft, in 1000 hPa und 850 hPa bis über 700 hPa ist maritime Polarluft, in 1000 hPa und 850 hPa bis über 700 hPa und bis zu 500 hPa ist maritime Tropikluft, in 1000 hPa und 850 hPa und nur bis 700 hPa ist kontinentale Tropikluft

    und eine Karte zum Jet (Jetachse und seine Eingangs- und Ausgangsregion) für die Hebung, Gewitterbildung usw. wichtig.

    Gruss Marco

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