Wetterlage Deutschland – Sonntag, 19. April 2026
Bereits seit den frühen Morgenstunden und bis in den Vormittag hinein kam es in der Mitte und im Süden Deutschlands zu kräftigen, teils gewittrigen Regenfällen. Punktuell fielen dabei innerhalb weniger Stunden Starkregenmengen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter, bevor die Niederschläge dort gegen Mittag allmählich abklangen.
An der okkludierten Wetterfront bildet sich derzeit aus dem Tief „Waltraud I“ ein zweites Tiefzentrum namens „Waltraud II“ aus. Dieses verstärkt sich aktuell über Sachsen-Anhalt und zieht weiter in Richtung Brandenburg und Sachsen.
Die Aussichten für den Nachmittag und Abend:
Im Nordosten und Osten (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen) setzen ab dem Nachmittag moderate Regenfälle ein. Während es im Norden eher bei regnerischem Wetter und auffrischendem Wind bleibt, brauen sich in Richtung Erzgebirge und Niederlausitz neue Gewitter zusammen.
Nachmittag und am Abend zieht weiterer Regen mit eventuell Gewitter von Sachsen und Sachsen-Anhalt bis in den Brandenburger Raum... südlich wahrscheinlich gewittige Niederschläge und nördlich bis östlich als Regen. In Mecklenburg-Vorpommern liegt ein erstes Regengebiet. Zurzeit drehen sich die Regenfronten
am Schnittpunkt zum neuen Tief ein und bildet ein neues Zentrum der Regenbänder die sich hierbei bilden.
Die Kaltfront geht weiterhin südlich bis südöstlich nach Österreich und Tschechien hinzu und verlässt Deutschland mit nachfolgende Kaltluft Schauer im Zustrom des Höhentrogs auf der Rückseite der wetterwirksamen Fronten und einem neuen Tief innerhalb der Luftschichten der mittleren und bodennahen Front und der verlaufenden Höhenströmung auf Nordwest.
Bei Gewitter: Hier besteht Unwetterpotenzial durch Starkregen (15–25 l/m² in kurzer Zeit), Hagel um 2 cm und Sturmböen bis Stärke 9 (ca. 80 km/h).
In der Nacht zum Montag und am Montagvormittag bleibt es im Nordosten regnerisch. Während in Brandenburg Berlin es etwas weniger dann regnet wahrscheinlich und regionale Niederschläge noch auftreten vereinzelt.
Die Mengen summieren sich auf 15 bis 26 Liter, in der Spitze bis zu 40 Liter innerhalb von 12 Stunden. Lokal sind im Norden Brandenburgs, in Mecklenburg-Vorpommern und Teilen Sachsen-Anhalts Unwetter mit Mengen zwischen 40 und 60 Litern möglich. Die 40 oder 60 könnten sich auf Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg beziehen.
Temperaturen und Wind:
Die Höchstwerte liegen heute zwischen kühlen 8 °C im Regen und milderen 19 °C. Der Wind frischt aus Nordwest böig auf. In den höheren Lagen (Erzgebirge, Brocken, Bayerischer Wald und Alpen) sowie an der Ostsee muss mit Sturmböen um 75–80 km/h gerechnet werden.
Trend für die letzten Apriltage:
Nachdem das Tiefdrucksystem nach Südosteuropa abgezogen ist, verbinden sich zwei Hochdruckgebiete über dem Atlantik und Skandinavien zu einer kräftigen Hochdruckbrücke über Mitteleuropa. Diese führt mit einer nordöstlichen Strömung zunächst polare Kontinentalluft zu uns. Anfangs kommt feuchte hochreichende Kaltluft mit Schauern im Höhentrog/Höhentief zu uns nachdem die warme Luft abgedrängt wurde nach Ost/Südosteuropa.
Die Nächte werden vorübergehend wieder kälter mit leichtem Luftfrost und mäßigem Bodenfrost. Tagsüber setzt sich jedoch immer mehr die Sonne durch, und die Temperaturen steigen langsam wieder an.
Marco