Bodenfeuchte

  • Hallo,


    ich habe seit Mai eine VP2 inkl. Bodenstation mit 2 Feuchte und Temp-Sensoren im Einsatz.
    Ich denke, dass sich die Bodenfeuchtesensoren nun genug akklimatisiert haben, jedoch habe ich eine frage dazu:


    Jedes Mal, wenn die Sonne auf das Messfeld scheint, steigt die feuchte an! Also zB Tagsüber, ist es lt. Messwerte feuchter, als abends und in der Nacht.


    Ich hab dazu mal ein Bild angehangen. Die Feuchtesensoren befinden sich auf -10 und -40cm, Temperatur auf -10 und -50 - wie in der Davis Anleitung beschrieben.
    Ist das normal? Und vorallem warum ist dies so?
    moisture.png

  • Hmmmm je mehr cb heisst nicht Feucher sondern Trockener.


    www.wilfried-monika.de
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    Davis VantagePro2 Active Plus, Wetterdirekt Sirius 300 und Sturmglas, TOA-Blitzortung, Radioaktivmessung


    Mit freundlichen Grüßen
    aus Nettetal - Kaldenkirchen


    Wilfried

  • Hallo.


    Das ist bei mir auch so Umso wärmer der Boden, umso feuchter. Ist ja bei uns Menschen auch so. Umso wärmer umso mehr schwitzen wir! :D:D Scherz.


    Ich habe darüber mit vielen Firmen debatiert und keine konnte mir eine Lösung sagen. Nur der nette Herr von Forsters!! ACHTUNG JETZT KOMMT DIE LÖSUNG VON FORSTERS: DAS MESSFELD MUSS IN DEN SCHATTEN!!!! :thumbsup::thumbsup::thumbsup:
    Diese Meinung mal gaaaaanz schnell wieder vergessen. ;)



    Ich Dachte das ganze pegelt sich ein, (mein Messfeld ist seid Februar im Boden) aber es ist nur etwas weniger geworden. Eigentlich ist es auch nicht viel. Bei mir schwankt es um 10 cb bei 10°C. Und 10 cb sind nix!




    LG
    Steffen

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    Steffen
    Wetterstation Altmersleben


    Messungen und Technik:
    Davis VP2 Plus mit 24h Belüftung, Bodenmessfeld, TOA Blitzortung; Erschütterungssensor; Radioaktivitätsmessung

  • Hmmmm je mehr cb heisst nicht Feucher sondern Trockener.


    Die Orangene Linie ist die Lufttemperatur (+2m) und die braune die Temperatur in -10cm, sieh mal hin, es wird immer feuchter (Blaue Linie), wenn die Temperatur steigt ;)


    @Steffen
    Ja, dazu habe ich gestern noch ein Thema gefunden, wo Du genau das gleiche beschreibst! Das mit dem Schatten habe ich dann auch noch gelesen, aber was ich mir durchaus vorstellen kann, ist, dass der Boden schon irgendwie schwitzt, ?( wenn er wärmer wird, warme Luft kann ja auch mehr feuchte aufnehmen

  • Genau so erkläre ich es mit auch. Müssen wohl mit dem Phänomen leben. Von wann ist deine Grafik? Die temp in 10 cm war bei mir lange nichtmehr so hoch wie bei dir!



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    Steffen
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  • Stimmt, da hatte es in -10cm 23°C zu mittag! Das war am 10. September, ist also schon ne Zeit lang her.


    Heute hat es im Moment knapp unter 16°C in -10cm, wobei die Luft um die 19°C hat, heute werden es bestimmt wieder 25°C, es ist extrem wolkenlos und klare Sicht.
    Feuchte habe ich im Moment um die 30cb, obwohl es letzte Nacht geregnet hat!


    Wsa ich auch oft habe, ist ein pendeln zwischen 2 Werten, das habe ich auch oft bei der Temperatur. Da pendelt es oft stundenlang im halbstundentakt zwischen (Beispiel) 19,6 und 21,1 Grad.
    Da die Sensoren ja nur 0,5 Grad auflösen können, ist die Frage, wann die "umschalten" - ich denke, wenn die gemessene Temperatur mehr als die hälfte zum nächst möglichen um hat.


    moisture2.jpg

  • Hallo Thomas,


    erklären kann ich den Sachverhalt auch nicht, habe eine solche Kurve bei meiner Wetterstation (messe Bodentemperatur-/feuchte u.a. auch in 10 cm Tiefe) noch nie beobachten können. Wenn die Sonne scheint, dann erhöht sich im Laufe des Tages der Wert für die Bodenfeuchte linear (also es wird trockener). Z.B. am 23.09. (einem Tag mit überwiegend Sonnenschein), veränderte sich der Wert linear von 41 cb auf 43 cb, verharrte in der Nacht um am nächsten Tag weiter linear anzusteigen. So ist das bei mir immer. Auch Schwankungen von 20 cb an trockenen Tagen bzw. 2 K im Halbstundentakt habe ich noch nie erlebt. Meine Bodenart ist Ton. Ich denke, dass dieser schwere, gut Wasser speichernde Boden, diesebezüglich eine sehr hohe Trägeheit besitzt und sich leichtere Bodenarten signifikant anders verhalten.


    Da 0 cb eigentlich bedeutet, dass der Sensor im Wasser liegt, solltest Du vielleicht auf Fehler im Messaufbau (welcher mir nicht bekannt ist) prüfen. Denkbar wäre z.B., dass bei Installation im Rohr (welches nicht mit Sand gefüllt ist) und senkrechter Anbringung des Messfühlers im Boden, sich im Rohr aufgrund des Temperaturunterschiedes zwischen der Luft im Rohr und der Umgebungstemperatur (Boden) Kondenswasser an der inneren Rohrwand absetzt welches dann von oben auf den Messfühler läuft. Das würde vor allem bei Sonne (am Tag) passieren wo sich die Luft im Rohr schneller erwärmt als der Erdboden. Nachts wäre der Boden dann wärmer als die Luft im Rohr und damit setzt sich das Kondenswasser außen am Rohr ab und hat daher keine Chance, zum messbar bis zum Sensor zu kommen. Ist jetzt reine Spekulation (ich kann nicht abschätzen, ob überhaupt nennenswert Kondesnwasser anfallen würde) und wenn Du den Sensor einfach vergraben hast, gar nicht relevant.


    Gruß Chorknabe


    PS: Oder beregnet Dein Nachbar heimlich Dein Messfeld ;)

  • Quote

    Die Orangene Linie ist die Lufttemperatur (+2m) und die braune die Temperatur in -10cm, sieh mal hin, es wird immer feuchter (Blaue Linie), wenn die Temperatur steigt ;)


    Ja, es stimmt. Bin zwar bedingt Farbenblind, lag aber nun nicht an deiner Grafik. War mein fehler, ausserdem an der 2. Grafik kann man das wunderbar sehen.
    Ich habe die Kurven verwechselt.

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    Wilfried

  • War mein fehler, ausserdem an der 2. Grafik kann man das wunderbar sehen.

    Kein Problem :)


    Denkbar wäre z.B., dass bei Installation im Rohr (welches nicht mit Sand gefüllt ist) und senkrechter Anbringung des Messfühlers im Boden, sich im Rohr aufgrund des Temperaturunterschiedes zwischen der Luft im Rohr und der Umgebungstemperatur (Boden) Kondenswasser an der inneren Rohrwand absetzt welches dann von oben auf den Messfühler läuft. Das würde vor allem bei Sonne (am Tag) passieren wo sich die Luft im Rohr schneller erwärmt als der Erdboden.



    AH! Also meine Sensoren sind alle mittels Rohren im Boden. Auch die Temperatur. Da hatte ich auch schon bedenken, dass es von oben heiß/kalt reinkommen kann, und die Messung verfälscht.
    Ich habe die Rohre oben mit Silikon verschlossen, innen drin ist nichts! Über Kondenswasser hab ich mir auch schon gedanken gemacht ... OK, dann bin ich wohl nicht alleine! Und vermutlich liegt auch da der Fehler! Ich hatte vor kurzem beim 40cm-Feuchtesensor das Problem, dass der Messwert bei einem Wolkenbruch so ziemlich auf 0cb gefallen ist, obwohl -10cm noch mehr als 15cb angezeigt hat. Da wusste ich dann, dass der Silikonpfropfen nicht dicht ist, und habe nachgebessert. Ausgraben wollte ich den Sensor nicht.


    Ich denke ich werde die Rohre ALLE mal mit Sand füllen (welchen? => Quarzsand?) und mal die nächsten paar Tage beobachten!


    Mein Messfeld sieht so aus:


    photo 2.JPG photo 1.JPG


    Leider ist der Aufbau nicht optimal, aber das ist der einzige Platz im Garten.

  • Hallo Thomas,


    ich würde zu Testzwecken nur den -10cm Feuchtesensor mit Quarzsand befüllen und dann mal das Ergebnis abwarten. Das kann man dann am leichtesten rückgängig machen. Ganz richtig wäre die Bodenart, welche den Sensor umhüllt.


    Was ich mich bei der Rohrinstallation immer frage (und mangels Antwort meine Sensoren verbuddelt habe): Wie bekomme ich es hin, dass die Sensoren fest vom Boden umschlossen sind aber die Sensoren trotzdem über das Rohr
    herausgeholt und wieder zurückgeschoben werden können. Für meinen Tonboden habe ich da noch keine Lösung gefunden. Luftblasen werden dort ganz schnell zu Wasserblasen und führen zu einem Messwert von 0cb.


    Gruß Chorknabe


    PS: Hast Du extra fürs Foto geharkt ? :thumbsup:

  • Was ich mich bei der Rohrinstallation immer frage (und mangels Antwort meine Sensoren verbuddelt habe): Wie bekomme ich es hin, dass die Sensoren fest vom Boden umschlossen sind aber die Sensoren trotzdem über das Rohr
    herausgeholt und wieder zurückgeschoben werden können. Für meinen Tonboden habe ich da noch keine Lösung gefunden. Luftblasen werden dort ganz schnell zu Wasserblasen und führen zu einem Messwert von 0cb.


    Meine Feuchtesensoren sind in den dünnen Röhren, die passen nämlich super unten dran! Der Sensor ist an der oberseite etwas abgesetzt, und passt ideal an das rohr, ohne hineinzurutschen. Habe damals leider keine Fotos gemacht. Die Sensoren hatte ich über Nacht im Wasser liegen, hab sie dann kurzan der Luft trocknen lasssen. und dann mit Rohr vergraben. Optimal wäre natürlich gewesen, mit einem Erdbohrer ein Loch zu machen, anstatt zu graben.
    Wie hast Du 50cm runter gegraben? An der stelle war der Boden sehr hart.
    Wäre interessant, was ich hier für einen Boden habe, das muss ich mal rausfinden, würde mich auch interessieren.


    Ja, dasb Bild hab ich gemacht, nachdem ich alles beschriftet hatte, das will ich auf die Webseite geben :D

  • Hallo Thomas,


    bei leichten Böden mag mit der Konstruktion das Herausziehen funktionieren, bei Ton leider nicht (vielleicht bis -10 cm).


    Ich habe mit einem Erdbohrer gearbeitet (max. Bohrtiefe 1 Meter, Durchmesser 15 cm). Die maximale Messtiefe von -80 cm ergab sich aus meiner Armlänge.


    Gruß Chorknabe

  • Ich habe mit einem Erdbohrer gearbeitet (max. Bohrtiefe 1 Meter, Durchmesser 15 cm). Die maximale Messtiefe von -80 cm ergab sich aus meiner Armlänge.

    Ah ok, dachte ich mir. Evtl. setz ich die alle noch mal neu ein, vor dem Winter, mal sehen. Ich habe jetzt Quarzsand in die -10cm Röhre gekippt. Ich bin gespannt!

    Bodenkarte grob, Austria

    Wow, super. Ich hätte einfach nur den Schulatlas von Österreich aufschlagen müssen :rolleyes: Da steht's drin bzw. gibts ne Karte!
    Lut der müsste es irgendwas zwischen Parabraunerde und Schwarzerde sein, wobei ich eher zu Schwarzerde tendiere. Die Karte ist leider in diesem Gebiet recht bunt, ich wohne ein paar Kilometer südlich von Wien, da trifft sich wohl vieles, am fuße der Berge, sozusagen.

  • Interessant, auf 200cb war ich noch nie 8| OK, meine Sensoren sind wie gesagt erst seit Mai verbaut.


    Hab hier mal -10 und -50 angehangen, Tagesdurchschnittswerte.
    minus10.png minus50.png


    Am 20.7 herum gabs eben den Einbruch von Wasser in das -50cm Rohr.

  • Ich habe die Sensoren alle ordnungsgemäß eingeschlämmt. Nach 6 Wochen hatte sich der Wert trotz Trockenheit nur auf 10 cb geändert. Also nochmal ausgebuddelt. Der eingeschlämmte Boden war total hart und Dicht. Ich hab die Sensoren dann einfach eingebuddelt und das messfeld mit 40l Wasser übergossen. Es hat sich schnell eingepegelt.


    Bilder vom messfeld hab ich im anderen Thread. Such es mal.



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  • Wie schafft man 200cb in 50 cm Tiefe? Das ist Wüstensand!!!!!


    Mein höchstes war vielleicht 50cb



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  • Hier paar Bilder von meinem messfeld direkt nach dem Aufbau. 2 temperaturfühler fehlen da noch. Die sind aber mittlerweile angeschlossen..








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  • Ich hab ein Loch gebuddelt so groß wie das messfeld und stufenweise von rechts nach links tiefer. Hier zu sehen:



    Ich habe lehmigen Sandboden. Der Lehm im Sand speichert Wasser sehr gut und es ist weniger Luft im Boden.



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  • Ich habe die Löcher für die Sensoren auch nicht ausgebudelt sondern ein Eisen mit dem Durchmesser der Fühler genommen Loch eingebracht auf die jeweilige Tiefe Fühler rein wasser rein den Rest zugeschüttet und fertig.

    Du hast das Eisen in den Boden getrieben, um die Fühler einzupflanzen? Hm, interessanter Ansatz!

    Quote

    Ich hab ein Loch gebuddelt so groß wie das messfeld und stufenweise von rechts nach links tiefer. Hier zu sehen:

    Ah okay, ich habe es auch so gemacht! Wir haben hier sehr lehmigen Boden, soweit ich das herausfinden konnte, daher könnte ich mir vorstellen, dass der auch nicht so leicht austrocknen wird
    Hast Du die Röhren mit etwas befüllt, oder leer gelassen?