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E10 - Die Dritte

  • *djpatrick*
  • 6. Februar 2012 um 23:53
1. offizieller Beitrag
  • *djpatrick*
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    • 6. Februar 2012 um 23:53
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Tankst du E10 ? 12

    1. Nein (7) 58%
    2. Ja (3) 25%
    3. Nein, aber vielleicht mal (1) 8%
    4. Ja, aber nun nicht mehr (1) 8%

    Seit über einem Jahr ist E10 an unseren Tankstellen zu finden und wisst ja selbst, wie zaghaft und mit Unakzeptanz es angenommen wurde oder noch nicht. Mittlerweile haben, zumind. in meiner Region, so ziemlich alle wieder E10, nachdem es schon einmal gestoppt wurde.

    Ich selbst tanke es seit ein paar Monaten, auch wenn ich in der erste Umfrage noch klar dagegen war. Bei den Preisen von heute, ist mir die Ersparnis wichtiger und da ich nicht mehr verbrauche als E5, ist E10 bei mir Willkommen.

    Wie seht ihr es, bleibt ihr bei eurer Meinung oder bereits geändert?

    Gruß

    Patrick

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  • ath
    Gast
    • 7. Februar 2012 um 06:50
    • #2

    Hallo,

    ich fahre ein hochmotorisiertes Fahrzeug. Mein Auto verträgt E10 und ich würde den Gesetzen der Chemie folgend mit E10 sogar weniger Sprit verbrauchen. Ich tanke es dennoch nicht und lasse mich nicht mit dem geringfügig niedrigeren Preis locken. Seit doch mal ehrlich: Was macht das denn auf eine Tankfülung aus? Die Konsequenz ist es mir jedenfalls nicht wert.

    Die für die E10-Produktion notwendigen Pflanzen werden mit einem hohen Dünge- und Pestizideinsatz angebaut, was gravierende Umweltprobleme verursacht. Es wird zu erhöhten Lachgasemissionen, Überdüngung von Gewässern und Monokulturen kommen.

    Zusätzlich kann der steigende Anbau der Treibstoffpflanzen dazu führen, das Lebensmittel knapp und sehr teuer werden. Das trifft die Ärmsten besonders hart. Gleichzeitig erhöht es den Run auf die Abholzung der letzten Urwälder - um weitere Anbauflächen für die Landwirtschaft zu erschließen. Ein schrecklicher Kreislauf auf Kosten unseres Klimas.

    Da bezahle ich lieber mal 3 Euro mehr für eine Tankfüllung.

  • Limo198
    Klimaforscher
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    • 7. Februar 2012 um 10:26
    • #3

    Mir stehen schon wieder die Haare zu Berge wenn ich eure Meinung lese. Wieder die Landwirtschaft der Böse?

    Zitat

    Was macht das denn auf eine Tankfülung aus? Die Konsequenz ist es mir jedenfalls nicht wert.

    Das stimmt. Es macht bei dem Auto meiner Freundin (ich fahre Diesel) auf einem Tank etwa 1,20€ aus. Sie tankt max. 3x im Monat, demnach sparen wir ganze 3,60€ im Monat. Naja, kann ich ja 4 Bier mehr trinken im Monat. :thumbup:

    Zitat

    Die für die E10-Produktion notwendigen Pflanzen werden mit einem hohen Dünge- und Pestizideinsatz angebaut, was gravierende Umweltprobleme verursacht. Es wird zu erhöhten Lachgasemissionen, Überdüngung von Gewässern und Monokulturen kommen.

    Und da muss ich mal ein Wörtchen mitreden als Landwirt!!! :cursing:

    So ein Blödsinn. Wir bauen auch NawaRo-Raps (Nachwachsende Rohstoffe) an, und das seit 15 Jahren. Solange läuft nämlich dieses "Projekt" schon. Dieser Raps wird genauso angebaut wie der zur Lebensmittelgewinnung. In unserem Betrieb stehen 1/3 Raps. 60% Lebensmittel, 40% NawaRo. Diese Zahlen kann man kaum verändern denn eine Fruchtfolge bestimmt die Menge des Rapses. Wir fahren mit einer dreijährigen und somit 1/3 Raps. Wieviel % davon Lebensmittel sind, schreibt uns der Staat vor. Mehr als 40% NawaRo dürfen wir nämlich gar nicht anbauen. Also Nix Monokulturen durch E10. Dieses Problem sehe ich in der Gewinnung von Gas und Strom in Biogasanlagen. Der Mais ist eine über Jahre selbstverträgliche Pflanze. Man kann sie immer wieder als Nachfolger stellen. Es gibt in Bernburg sogar einen 100-jährigen Versuch. Dort steht mitlerweile über 70 Jahre Mais an derselben Stelle. Aber das ist ein anderes Thema.

    Was also Düngung angeht: Dort unterliegen wir strengsten Auflagen. So dürfen wir nur eine gewisse Menge Stickstoff (rein N) je ha und Jahr streuen. Das schwankt je Pflanzen- und Bodenart. Z.B. bei Raps darf man mehr streuen als bei Gerste, denn er verarbeitet mehr. Übersteigen wir diese Menge, kommt das spätestens in der Überprüfung die regelmässig statfindet raus und wir zahlen bis in den 6-stelligen Bereich Strafe. Ich meine, wer kann sich das leisten. Somit ist mal die Überdüngung vom Tisch, denn das was wir streuen dürfen ist das was die Pflanze auch verarbeiten kann. Zudem MÜSSEN wir 1x jährlich N-min Bodenproben nehmen welche aussagt wieviel N noch im Boden ist. Dieser Wert wird mit zur Düngung herbeigezogen und zu (bin mir mit der Zahl nicht ganz sicher) 60% in die Düngung mit eingerechnet. Die restlichen 40% sind im Boden als Nitrit festgelegt und muss erst von Bodenorganismen in Nitrat verwandelt werden um es Pflanzen verfügbar zu machen. Desweiteren unterliegt die Ausbringtechnik mittlerweile auch den Vorschriften. So dürfen wir ohne Randstreueinrichtungen an den Streuern nur auf 15m an Gewässer. Mit diesen Einrichtungen 1m. Diese Randstreueinrichtungen bewirken auch zuverlässig, das max. 5% der Dünger in diesem 1m landen und nur 1% über diesen hinausfliegt. Das gleiche gilt beim Pflanzenschutz. Hier fahren wir mittlerweile mit Düsen, die zu 90% die Abdrift des Spritznebels verhindern. Da kostet bei unserer Spritze (21m) ein Satz mal 1500,-€!!!!!

    OK. Das ging jetzt schon zu weit. ;(

    PESTIZIDE!!!! Bitte lasst diesen Begriff sein. Es sind Pflanzenschutzmittel. Als Pestizide bezeichnet mann Mittel, die unsere Welt verpesten und das können unsere Mittel nicht mehr. Zu 80% wirken sie mittlerweile systemisch und sind zu 100% abbaubar. Das heisst, bei Insektiziden werden die Ungeziefer die getroffen werden getötet und ein Teil des Mittels geht in die Pflanze und es sterben die saugenden und beissenden Insekten ab. Der Rest des Mittels wird durch die Pflanze nach höchstens 14 Tagen abgebaut. Man hat keine Reststoffe mehr drin. Auch geht nix in den Boden. Desweiteren sind die Mittel fast alle schon Bienenverträglich. Manche sind es leider nicht (aufgrund von bienenähnlichen Schädlingen). Hier besteht aber die Auflage der Nachtspritzung oder morgens wenn der Bienenflug noch nicht stattfindet. Diese Mittel sind auch reine Kontaktmittel, so dass die Biene nach Aufnahme nicht umfällt. Meist spritzt man diese Mittel auch im Morgentau, so dass die Pflanze sie mit dem Tau aufnimmt und abbaut.

    Um zu kontrollieren, das wir nicht zuviel Pflanzenschutzmittel benutzen, wird jeder Betrieb in unbestimmter Zeit kontrolliert. Hier muss man sämtliche Belege vorbringen über Kauf, Lagerung und Verbrauch. Man kann nicht mal um einen 1l tricksen. Die finden alles. Auch hier sind bei Verstössen Strafen in 6-stelliger Höhe möglich.

    Zitat

    Zusätzlich kann der steigende Anbau der Treibstoffpflanzen dazu führen, das Lebensmittel knapp und sehr teuer werden

    Hier sehe ich das Problem der Biogasanlagen eher als Problem an als das der NawaRo. Wie oben schon geschrieben, spriessen die Biogasanlagen (Betonkühe) wie Pilze aus dem Boden. Jetzt überlegt mal wenn ihr durch die Gegend fahrt wieviel Biogasanlagen ihr seht. Seht Ihr eine kleine, (es gibt 3 Standardgrössen) könnt ihr 100ha Acker dranhängen. Seht Ihr eine mittlere, 200-250 ha. Eine Grosse, 350-450 ha. Und nun erzähl mir mal einer, die NawaRo's sind mit ihren 12-17% Anbaufläche Schuld an Lebensmittelknappheit. Wenn Ihr die Dichte der Betonkühe seht, liegen wir dort schätzungsweise schon bei 35-40% der Anbaufläche. In unserem Bereich sind wir und unser zweiter Betrieb im Ort, die einzigen die keinen Mais anbauen. Wir sagen uns, wir sind Landwirte, keine Energiewirte. Hier gibt es Betriebe, die bauen Roggen an, häckseln ihn in der Milchreife und stellen Mais auf die Felder. Ich meine, das geht vielleicht 10 Jahre gut. Spätestens dann ist der Boden so ausgelaugt, das da nix mehr wächst.


    Ich könnte mich über dieses Thema stundenlang auslassen, aber nicht an dieser Stelle. Ich habe schon Referate darüber gehalten. Aber die die eine Biogasanlage haben, können davon Leben. Aber muss ich das auf Kosten der Ernährung? In Deutschland stehen uns noch ca. 40% der Flächen für Lebensmittel zur Verfügung. Der Rest ist Industrie, Wohnflächen, Strassen, Energiepflanzen und NawaRo.


    So. Erstmal genug des ganzen. Nun hol ich mir nen Kaffee und ne Beruhigungspille und spiel ne Runde Solitär zum abregen.


    LG
    Euer LANDWIRT Steffen :D

    LG
    Steffen
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  • Walter
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    • 7. Februar 2012 um 11:21
    • #4

    Ich tanke das Zeug nur ab und zu, weil ich nicht weis wie mein Geländewagen, Bj 98, das verträgt. Ansonsten wäre der Preis ein Anreiz. Was Steffen beschrieben hat, weiss ich auch von unseren Landwirten, Kontrolle überall, die dürfen nicht säen was und wie sie wollen. Vorschriften überall. Diktatur.

    Gruß
    Walter
    :)
    An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts. Verfasser unbekannt

    Wenn due eine Blume magst pflückst du sie,

    Wenn du eine Blume Liebst

    gibst du ihr Wasser und geniest ihre Gegenwart

    Wer das versteht , versteht das Leben.

    {buddistische Weisheit]

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  • Wetterstation Lorch
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    • 7. Februar 2012 um 11:26
    • #5

    Wir tanken mit allen Autos nach wie vor seit der Einführung E10.


    Meine eigene Meinung:
    Wieso soll ich auch für Kraftstoff mehr bezahlen als nötig?
    Die urspr. Panikmache von vielen das da der Motor kaputt gehen soll ist auch so gut wie verstummt.
    Und viele anfängliche E10 Gegner tanken es nun auch, da sie eingesehen haben das es nichts bringt unötig viel für z.b. Super zu bezahlen.

    Wenn das Fahrzeug E10 verträgt dann gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund es nicht zu tanken.
    Man kann damit genauso von A nach B fahren und kommt auch wieder zurück. ;)

  • *djpatrick*
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    • 7. Februar 2012 um 12:13
    • Offizieller Beitrag
    • #6

    Seitdem ich meinen neuen Gebrauchten aus 2010 fahre, tanke ich das, was gerade preiswerter ist und wo E10 ist, eben das. ...und wenn ich sehe, dass ich durch E10 (entgegen sämtlicher Stimmen) weniger verbrauche, dann erst recht.

    Ansonsten sage ich mal an Steffen Danke für die Aufschlüsselung, somit überdenkt der ein oder andere vielleicht seine Meinung in Bezug auf Nahrungsmittelkiller.

    Walter, in Sachen Diktatur, da kann ich nur bedingt etwas dagegen sagen, sonst könnte jeder sein eigenes Brot backen und dass das nicht immer gut ist, hat ja die Erfahrung gezeigt.

    Ich hoffe, dass korrekt in der Umfrage der Haken korrekt gesetzt wird. Man kann ruhig Prinzipien ändern, auch wenn es dem Deutschen schwer fällt. ...und das ist leider immer wieder das gleiche Problem in unserem Lande.

    Gruß

    Patrick

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    • 7. Februar 2012 um 12:26
    • #7

    Ich muss dazusagen, ich tanke es nicht weil ich nen Diesel fahre und meine Freundin Ihr Auto tankt es nicht da uns gesagt wurde er verträgt es schlecht. Es wurde nicht gesagt es geht nicht sondern nur von abgeraten. Sollte sich das ändern, würde auch ich E10 mal tanken um einfach mal eine Meinung bilden zu können. Daher mein NEIN in der Umfrage.

    LG
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  • Pershing
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    • 7. Februar 2012 um 13:01
    • #8

    Steffen,daß war doch mal ein sattes Wort zur Ladwirtschaft;kann dich nur vollstens unterstützen,auch wenn wir selbst keinen Hof mehr haben. :thumbup:

    Ich tanke auch ab und an mal E10,man hört ja nicht mehr ganz so viele Gruselgeschichten von wegen Motorschäden.
    Außerdem: Auch die 3,60 pro Füllung,die ich spare,kann ich sehr gut gebrauchen,wird ja alles teurer.

    Zitat "Wenn du meinst,du seist zu klein,um in der Welt etwas zu bewirken,dann versuch mal einzuschlafen,wenn sich eine Mücke im Raum befindet !" Zitat Ende
    der Dalai Lama

    Wer gegen Windkraft ist,frage bitte seine Enkel ! - gesehen an einer Plakatwand

    private Wetterstation Süderlügum

    Tommy

  • Wetterstation Lorch
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    • 7. Februar 2012 um 13:16
    • #9

    @ Patrick
    Nur mal als Hinweis:

    Sollte die Umfrage nicht nochmals gestartet werden mit dem Zusatz das Dieselfahrer gar nicht abstimmen sollten !?
    Denn das Dieselfahrer kein E10 tanken (sollten) ist ja eigentlich klar.
    Aber dadurch werden die Umfrage-Ergebnisse stark verfälscht.

    Also nur die Benzin-User sollten Abstimmen ob sie E10 tanken oder grundsätzlich nicht. Auch ein gelegentliches Tanken ist ja eigentlich ein Ja.

  • Sprite01
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    • 7. Februar 2012 um 14:27
    • #10

    Da ich als Dieselfahrer die letzten beiden Male (waren doch schon 2 Umfragen ?) mit NEIN gestimmt habe, sollte es jetzt auch so bleiben. :)

    Grüße aus dem Süden von Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)
    Dirk

    ..... nicht "meckern und motzen", sondern "machen und klotzen" .....

  • Limo198
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    • 7. Februar 2012 um 16:17
    • #11

    Ich hab ja nicht für mich, sondern meine Freundin gestimmt. :D

    LG
    Steffen
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  • *djpatrick*
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    • 7. Februar 2012 um 17:07
    • Offizieller Beitrag
    • #12

    Eigentlich sollte man ja auch erkennen, dass es nur an die Benziner gerichtet ist, sonst müsste man ja alles ausschließen, wie Adblue, Elektro, LPG, etc.
    ...und ein gelegentlich ist auch ein JA, da bedarf es doch keiner Erläuterung oder Extra-Punkt. ;)

    Gruß

    Patrick

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  • Olivier
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    • 7. Februar 2012 um 17:39
    • #13

    @ Limo198:
    Deine Beschreibung finde ich sehr interessant. Davon erfährt man ja als Otto-Normal-Verbraucher nichts. :thumbup:

  • Limo198
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    • 7. Februar 2012 um 18:06
    • #14

    Danke Oliver. Deshalb möchte ich auch die Landwirtschaft wieder atraktiver machen für die "Ottonormalverbraucher". Es ist nur schwer bei der meinung die in Deutschland herscht.

    Neulich hab ich gelesen, das sich Mädels unterhalten haben und meinten Jäger sind Grausam. Sollen doch zum Fleischer gehen und sich da Ihr Fleisch kaufen. Dafür müssen keine Tiere sterben. ;) Ohne Witz. Wahre Geschichte.


    Aber das sind Extreme.

    LG
    Steffen
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    • 7. Februar 2012 um 19:58
    • Offizieller Beitrag
    • #15

    Blond ...und wenn nicht zu sehen, dann innerlich. :D

    Gruß

    Patrick

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    • 7. Februar 2012 um 19:58
    • #16

    Ich habe einen Caddy, den betanke ich mittlerweile mit E10.

    Außerdem habe ich einen Renault Trafic mit LPG der tankt das E5 und das bleibt auch so!

    :wolkenlos: Gruß Uwe

    Schimmelgutachter Hannes GmbH FeWo

  • ath
    Gast
    • 7. Februar 2012 um 20:10
    • #17

    Hallo Steffen,

    erst einmal Danke für Deine ausführlichen Erläuterungen. Für Deutschland und vielleicht auch für Europa stimme ich Deinen Ausführungen zu - bei dem Rest der Welt bleibe ich aber skeptisch. Der Bedarf an Bioethanol steigt. Glaubt man den Prognosen wird allein der Bedarf für Deutschland nicht mehr im Inland produziert werden können. Deshalb werden die Ethanolimporte zunehmen, um die EU-Beimischungsziele zu erreichen. Das aber wiederum zwingt die Landwirtschaft in den Erzeugerländern auf bisher ungenutzte Flächen auszuweichen und was bspw. in Brasilien ungenutzte Fläche ist kann sich wohl jeder denken.

    Weiterhin bringt die Nachfrage der westlichen Welt "schnelles" Geld in die "armen" Anbauländer. Die - ich nenne es jetzt mal laienhaft - natürliche Landwirtschaft wird daher zugunsten der Gewinnbringenden vernachlässigt was zur Güterknappheit und letzendlich steigenden Preisen (für Nahrungsmittel) führt.

    Ich gebe aber zu, daß ich, was das anbelangt engstirnig bin. Ich kaufe bspw. auch keine spanischen Erdbeeren, keine ägyptischen Bohnen oder was ich letztens im Supermarkt gesehen habe: Schnittlauch aus Israel. Erklärt mich für bescheuert: Aber für die paar Cent Preisunterschied unterstütze ich nicht den Warentransport um die halbe Welt und ja - mir ist das Hemd eben nicht näher als die Jacke.

    Gruß
    Andreas

  • *djpatrick*
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    • 7. Februar 2012 um 20:27
    • Offizieller Beitrag
    • #18

    @Uwe,

    mein Frauchen hat ja den Freund von Renault, eine Dacia Logan als LPGer. Für ihn tankt sie auch E5, denn wer weiß, was in Rumänien verbaut wurde. ;) Außerdem fällt es bei solchen Fahrzeugen nicht ins Gewicht, da sie Benzin eh nur als Starthilfe brauchen oder mal bergauf.

    Gruß

    Patrick

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    • 7. Februar 2012 um 20:39
    • #19

    Hallo Andreas.

    Ja. Meine Ausführungen galten für Deutschland. Viele dieser Gesetze sind aber eu-weit gültig.

    Was den Rest deiner Ausführungen betrifft, das gilt abzuwarten. Der ex- und importwahnsinn ist eh ein Kapitel für sich. So exportiert Deutschland unser Getreide tonnenweise um es billiger wieder importieren zu können. Das ist nur ein Beispiel.


    Wir werden sehen wie sich das alles entwickelt. Ich bleibe jedenfalls auf dem Standpunkt. Und wenn ich daran scheitere, ich liefer kein gr. Mais an eine biogasanlage.


    ---
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    Steffen
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