Ursache für diese Unwetter ist ein sich bildendes kleines Höhentief oder Randtrog bei Genua was aus dem Langwellentrog über Norditalien von mir schonmal die letzten Tage vorhergesagt die Alpen überquert. Dieses Tief wandert bis zu Mitte Deutschlands wahrscheinlich, dabei kommt es besonders im Süden und bis Rheinland zu erhöhter Hebung die auch sich bis Thüringen ausweiten könnte. Es kann sein das einige Gewitter leicht den südlichen Teil Sachsen - Anhalt und Brandenburg südlich erreichen können oder Sachsen, da eine Rinne bis dahin reichen wird und in tieferen Schichten sich der Trog hier nach Norden und Nordosten leicht ausweitet. Im Westen und Südwesten wie Süden über die Alpen ist die Vorticity etwas erhöht, also wird einer mäßig starken Strömung aus Süd oder leicht Südwest Warmluft advektiert. Hier werden die Luftmassen destabilisiert. Leichte Hebung oder etwas leicht erhöht auch nach Norden und Nordosten hin mit leichten Vorticitymaximum könnte lokale Wärmegewitter auslösen in den Abendstunden. Damit verlagert sich die wellende Front nach Deutschland rein bis kurz vor Brandenburg mit einem Bodentief was sich vergrößert und eine Rinne bildet, dabei können auch an den Warmfronten Gewitter auftreten oder im Bereich von den Konvergenzen. Es gibt eine Chance für weitere Superzellen im südlichen und nördlichen Grenzbereich zu Rheinland - Pfalz (nachmittags) und später in Hessen bis Darmstadt am Abend. Möglich auch einzelne kleine MCS in Unterfrankren/Würzburg und Rheinland und Nordrhein am Abend bis spät noch, einzelne Böenlinien oder Multizellenlinien auch. Sollte sich Gewittercluster bilden ziehen diese Herde durch die Höhenwinde aus Süd/Südost weiter nach Nordwest und breiten sich auch nördlich wie nordöstlich weg aus die kommenden Stunden.
Die Multizellenlinien können Hagel bis 6 cm verursachen, es sind auch Schäden möglich, Tornados treten an den Südenden auf. Überschwemmungen möglich. Da eine Konvergenz im Bereich der Alpen auftritt und Süddeutschland sowie eine Kaltfront reinkommt heute Abend können gestaffelte Multizellenlinie vielleicht möglich sein, der Hagel reicht dann immer bis 4 cm und Sturmböen bei der Art ist ein Tornadopotential zu gering. Beobachtbar sind eine wellende Front aus Frnakreich und eine Kaltfront die im Bereich der Alpen ankommt und bis zu Mitte nachts wandern kann. Die wellenden Frontalzonen (es gibt verschiedene) können kleinere Tiefdruckgebiete verursachen die mit Unwettern an Kalt- und Warmfronten entlang einhergehen, auf der warmen Seite liegen auch üblich die Konvergenzen im Bereich der Frontalzone. So eine Lage habe wir derzeit und heute auch wieder, dabei zerfallen die Wellenfront und Kaltfront in mehrere einzelne Fronten bis zum Samstag über Deutschland, dabei bilden sich neue Unwetter am Samstag.
Möglich wäre ein ausbreiten größerer Gewitterherde im Nordwesten und Westen wie auch Süddeutschland (Baden - Würtemberg und leicht nach Bayern rein. Einzelne auch nach Thüringen.
Lagesituation für heute Nachmittag und Abend bis Samstagfrüh
Vor allem gibt es Werte um die 2000 J/kg (MLCAPE). Vor allem die Gefahr für starke bis schwere Gewitter bis vor Sachsen/Sachsen - Anhalt kann gegeben sein. Es zeigen sich möglich Hagelgefahr und Überflutung, kräftige Böen, hohe Blitzrate. Vor allem zieht bis Samstagfrüh ein Konvergenzfeld an dem Bodentief vor Sachsen - Anhalt und Brandenburg rein, über dem Westen bis Süddeutschland machen sich Konvergenzströme zum Tief bemerkbar die auch bis Thüringen reichen können. Es kann also sein das der Feuchtepool in Brandenburg und Sachsen - Anhalt und hohe Theta e von 50 oder mehr und einer Konvergenz zusammenströmen, trotz der schwachen Scherung hier, dennoch lokale Scherung (vertikale Scherung) und die Feuchte wie Konvergenz könnten Gewitter hier bedingen im Verlauf des späten nachmittags und Abends vielleicht noch bis Mitternacht.
Für den gesamten Westen bedeutet dies nichts gutes. Da ein MDT RISK erwartet werden dürfte der schwere konvektive Gewitter, großen Hagel, schwere Böen, teils Tornados oder ein konvektives Systeme (MCS´s) auslösen kann. Kommenden Nachmittag zeigen sich starke Hebungszonen in Südwest-, Süd- und Südostdeutschalnd, auch im westlichen und nördlichen Teschechien. Nachmittags können auch Unwetter über Baden - Würtemberg, Würzburg bis Mittelfranken dabei sein. Abends zeigt sich Potential über dem Südwesten/Unterfranken, an Saarbrücken und nach Frankreich bei Empinal. Die Unwetter ziehen dann auch bis Rheinland - Pfalz hoch. Am späten Abend bis Mitternacht könnten auch unter hohen Capewerten und Hebung starke Hitzegewitter mit Unwettern im östlichen Sachsen und südlichen Brandenburg auftreten, weiter wäre eine Ausweitung der Unwetter aus Rheinland - Pfalz nach Hessen zu erwarten. Bis 03 Uhr könnte ein langes Hebungsfeld auch Nordrhein - Westfalen/Hessen und Thüringen erwischen. Der MDT RISK dehnt sich weiter auch ins westliche Thüringen aus von Freitagabend zu Samstag sowie einzelne SLIGHT RISK nach Sachsen davor und Sachsen - Anhalt.