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Heute können verbreitet schwere Unwetter (schwere Gewitterstürme in Nordwest-, West- und Südwestdeutschland aufkommen 30.05. - 31.05.08

    • Deutschland
  • M2 Sturmwetter
  • 30. Mai 2008 um 09:36
1. offizieller Beitrag
  • M2 Sturmwetter
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    • 30. Mai 2008 um 09:36
    • #1

    Synoptik

    Ursache für diese Unwetter ist ein sich bildendes kleines Höhentief oder Randtrog bei Genua was aus dem Langwellentrog über Norditalien von mir schonmal die letzten Tage vorhergesagt die Alpen überquert. Dieses Tief wandert bis zu Mitte Deutschlands wahrscheinlich, dabei kommt es besonders im Süden und bis Rheinland zu erhöhter Hebung die auch sich bis Thüringen ausweiten könnte. Es kann sein das einige Gewitter leicht den südlichen Teil Sachsen - Anhalt und Brandenburg südlich erreichen können oder Sachsen, da eine Rinne bis dahin reichen wird und in tieferen Schichten sich der Trog hier nach Norden und Nordosten leicht ausweitet. Im Westen und Südwesten wie Süden über die Alpen ist die Vorticity etwas erhöht, also wird einer mäßig starken Strömung aus Süd oder leicht Südwest Warmluft advektiert. Hier werden die Luftmassen destabilisiert. Leichte Hebung oder etwas leicht erhöht auch nach Norden und Nordosten hin mit leichten Vorticitymaximum könnte lokale Wärmegewitter auslösen in den Abendstunden. Damit verlagert sich die wellende Front nach Deutschland rein bis kurz vor Brandenburg mit einem Bodentief was sich vergrößert und eine Rinne bildet, dabei können auch an den Warmfronten Gewitter auftreten oder im Bereich von den Konvergenzen. Es gibt eine Chance für weitere Superzellen im südlichen und nördlichen Grenzbereich zu Rheinland - Pfalz (nachmittags) und später in Hessen bis Darmstadt am Abend. Möglich auch einzelne kleine MCS in Unterfrankren/Würzburg und Rheinland und Nordrhein am Abend bis spät noch, einzelne Böenlinien oder Multizellenlinien auch. Sollte sich Gewittercluster bilden ziehen diese Herde durch die Höhenwinde aus Süd/Südost weiter nach Nordwest und breiten sich auch nördlich wie nordöstlich weg aus die kommenden Stunden.

    Die Multizellenlinien können Hagel bis 6 cm verursachen, es sind auch Schäden möglich, Tornados treten an den Südenden auf. Überschwemmungen möglich. Da eine Konvergenz im Bereich der Alpen auftritt und Süddeutschland sowie eine Kaltfront reinkommt heute Abend können gestaffelte Multizellenlinie vielleicht möglich sein, der Hagel reicht dann immer bis 4 cm und Sturmböen bei der Art ist ein Tornadopotential zu gering. Beobachtbar sind eine wellende Front aus Frnakreich und eine Kaltfront die im Bereich der Alpen ankommt und bis zu Mitte nachts wandern kann. Die wellenden Frontalzonen (es gibt verschiedene) können kleinere Tiefdruckgebiete verursachen die mit Unwettern an Kalt- und Warmfronten entlang einhergehen, auf der warmen Seite liegen auch üblich die Konvergenzen im Bereich der Frontalzone. So eine Lage habe wir derzeit und heute auch wieder, dabei zerfallen die Wellenfront und Kaltfront in mehrere einzelne Fronten bis zum Samstag über Deutschland, dabei bilden sich neue Unwetter am Samstag.

    Möglich wäre ein ausbreiten größerer Gewitterherde im Nordwesten und Westen wie auch Süddeutschland (Baden - Würtemberg und leicht nach Bayern rein. Einzelne auch nach Thüringen.


    Lagesituation für heute Nachmittag und Abend bis Samstagfrüh

    Vor allem gibt es Werte um die 2000 J/kg (MLCAPE). Vor allem die Gefahr für starke bis schwere Gewitter bis vor Sachsen/Sachsen - Anhalt kann gegeben sein. Es zeigen sich möglich Hagelgefahr und Überflutung, kräftige Böen, hohe Blitzrate. Vor allem zieht bis Samstagfrüh ein Konvergenzfeld an dem Bodentief vor Sachsen - Anhalt und Brandenburg rein, über dem Westen bis Süddeutschland machen sich Konvergenzströme zum Tief bemerkbar die auch bis Thüringen reichen können. Es kann also sein das der Feuchtepool in Brandenburg und Sachsen - Anhalt und hohe Theta e von 50 oder mehr und einer Konvergenz zusammenströmen, trotz der schwachen Scherung hier, dennoch lokale Scherung (vertikale Scherung) und die Feuchte wie Konvergenz könnten Gewitter hier bedingen im Verlauf des späten nachmittags und Abends vielleicht noch bis Mitternacht.


    Für den gesamten Westen bedeutet dies nichts gutes. Da ein MDT RISK erwartet werden dürfte der schwere konvektive Gewitter, großen Hagel, schwere Böen, teils Tornados oder ein konvektives Systeme (MCS´s) auslösen kann. Kommenden Nachmittag zeigen sich starke Hebungszonen in Südwest-, Süd- und Südostdeutschalnd, auch im westlichen und nördlichen Teschechien. Nachmittags können auch Unwetter über Baden - Würtemberg, Würzburg bis Mittelfranken dabei sein. Abends zeigt sich Potential über dem Südwesten/Unterfranken, an Saarbrücken und nach Frankreich bei Empinal. Die Unwetter ziehen dann auch bis Rheinland - Pfalz hoch. Am späten Abend bis Mitternacht könnten auch unter hohen Capewerten und Hebung starke Hitzegewitter mit Unwettern im östlichen Sachsen und südlichen Brandenburg auftreten, weiter wäre eine Ausweitung der Unwetter aus Rheinland - Pfalz nach Hessen zu erwarten. Bis 03 Uhr könnte ein langes Hebungsfeld auch Nordrhein - Westfalen/Hessen und Thüringen erwischen. Der MDT RISK dehnt sich weiter auch ins westliche Thüringen aus von Freitagabend zu Samstag sowie einzelne SLIGHT RISK nach Sachsen davor und Sachsen - Anhalt.

    Dateien

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  • Grisu
    Gast
    • 30. Mai 2008 um 13:22
    • #2

    Moin Marc

    müssen wir im südlichen Niedersachsen auch bald mit Unwettern rechnen oder ist die Westhälfte bzw. Südhälfte betroffen ???????

    Gruß Heiko

  • M2 Sturmwetter
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    • 30. Mai 2008 um 18:27
    • #3

    Zurzeit noch nicht, aber im Verlauf gegen Mitternacht herum könnte was ins südliche NIedersachsen kommen, brifft auch bis Samstagfrüh. Die Gewitterlinie wird sich nach Nordwest bewegen und kann am späteren Abend den westlichen und südwestlichen Teil bis Niedersachsen erreichen, aufgrund leichter oder mäßiger Hebung sind auch wahrscheinlich lokale Gewitter im Bereich des Tiefs und zweier Fronten in Niedersachsen/Sachsen-Anhalt und nach Brandenburg möglich (die Lage muß noch beobachtet werden.

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  • *djpatrick*
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    • 30. Mai 2008 um 18:40
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Hmm, Wolken sind nicht zu sehen. Laut Radar ala Wetteronline, wäre schon Regen im Anmarsch an der Grenze zu Sachsen/A.
    Laut MM ist nichts zu sehen.

    Aber enorme Blitzrate im Südwesten. :huh:

    Gruß

    Patrick

  • Sprite01
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    • 30. Mai 2008 um 19:15
    • #5
    Zitat von *djpatrick*

    Aber enorme Blitzrate im Südwesten. :huh:

    Wohl wahr, habe ich so lange nicht mehr bei Blitzortung.org für Deutschland gesehen.

    Grüße aus dem Süden von Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)
    Dirk

    ..... nicht "meckern und motzen", sondern "machen und klotzen" .....

  • Planetarier
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    • 30. Mai 2008 um 19:31
    • #6

    So sieht derzeit die Bildung der Gewittercluster aus: Auf der linken Seite sieht man wie der erste gegen 15:00 Uhr aufgezogen ist, und ein weiterer sich über München über Ulm hereinziehen wird. Für die ganze Region Badenwürthember ist eine Unwetterwarnung herausgekommen:

    Dateien

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    Gruß Manfred
    Ein Sprichwort besagt, "Wenn du nicht aufisst", gibt es morgen schlechtes Wetter.
    Wetterstation: Nexus TE923 HW4


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  • M2 Sturmwetter
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    • 30. Mai 2008 um 19:37
    • #7

    Morgen Abend erstelle ich eine Übersicht für die Nacht auf Sonntag und dem Sonntag selbst, da die Wahrscheinlichkeit für lokale stärkere Gewitter in Thüringen, Sachsen - Anhalt da sein könnte. In Brandenburg wäre auch eine Wahrscheinlichkeit unter leichten oder mäßigen Hebungsbedingungen. Eine Verlagerung von stärkeren Gewittern auch nach Nordost- und Ostdeutschland ist bis Montag noch nicht sehr wahrscheinlich. Im Verlauf verlagert sich unser Blockhoch im Osten und äußeren Norden nach Norwegen und Skandinavien mit einem weiteren Kern allmählich. Weitere Gewitter werden erwartet in der ersten Periode des Juni 08. Die Lage scheint im Nordosten/Osten aber nicht allzu viele Gewitter zu ermöglichen, dafür wohl trockenen Lagen. Es sind aber Kaltluftropfen oder einzelne Höhentiefs möglich die Über dem Norden ziehen und einzelne starke Gewitter lokal gesehen auslösen.


    Weitere Warnung für Samstagabend und zu Nacht auf Sonntag


    Nach einigen heftigen Gewittern heute wieder am Spätnachmittag und besonders Abend, mit vielen in Sekundentakt Wetterleuchten und Blitzen auch in Rheinland - Pfalz östlich wie in Hessen bei Hagel usw. weitere Meldungen könnten folgen. Die Blitzdichte ist aber durchaus heute sehr enorm gewesen, wenn man nach Westdeutschland geht, teils auch nach Süden hin. Nach Aussage eines Kollegen in Nordrhein - Westfalen irgendwo bei Lüdenscheid viele Wolkenblitze und es rumst ortentlich dort.


    Die feuchtwarme Luft in Mitteleuropa bleibt weiter bestimmend. Das Hoch über Skandinavien und bei uns in Nordost-, Osteuropa sorgt weiter für eine trockene Strömung aus Ost im Osten/Nordosten. In den anderen Gebieten schwere Gewitter zurzeit und teils Unwetter. Es gibt durchaus Schäden dabei, Sturzfluten und einzel Hagel darunter bis vielleicht 6 cm. Es können auch Tornados auftreten und Superzellen darunter. Gegen Mitternacht kann es vereinzelt vielleicht zu Wärmegewitter um Niedersachsen/Sachsen - Anhalt und Brandenburg wie vereinzelt in Sachsen kommen. Darunter kann vereinzelt Hagel 1 cm sein. Starkregen möglich hierbei. Sollte aber keine Überflutung darunter geben soweit. Beim Durchzug der Gewitterlinie in NIedersachsen vielleicht westlich davon. In der Nacht zum Samstag vereinzelt einzelne Gewitter im mittleren Thüringen und Sachsen (vielleicht vereinzelt). Ab Mittag kann bis zum Abend mögliches Gewitterpotential in Norddeutschland in Sachsen - Anhalt/Brandenburg und Sachsen bis nördlliches Thüringen bestehen, in Niedersachsen südlich und westlich leicht etwas erhöht. Am späten Abend (unsicher möglich in Brandenburg durch stärkere Hebung einzelne lokale kräftigere Gewitter). Insgesamt sollte die Lage in Sachsen - Anhalt ganz gut vom Wetter her bleiben.

    Höchstwerte am Samstag bei 32°C in Mittel- und Ostbrandenburg/Berlin sowie im mittleren Niedersachsen, im äußeren Norden teils 29 oder 27°C. In Rheinland - Pfalz und Süden Deutschlands um 22 bis 24°C. Nachts viele Wolken im Südwesten/Süden und Westen wie auch später Nordwesten. Tagsüber ähnlich, dabei bis zum Abend im Osten/Nordosten langsam etwas wolkiger. Der Wind weht Samstag im Süden/Mitte aus Südwest und im Norden noch teils Ost.

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