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Pferdekoppel vs. Empfindlichkeit

  • tweety
  • 31. Dezember 2011 um 00:55
  • Erledigt
  • tweety
    Gast
    • 31. Dezember 2011 um 00:55
    • #1

    Als ich vor einigen Monaten meine Blitzortungstation am Fleesensee in Betrieb genommen habe, war ich total glücklich darüber in einer EMV freien Zone die Empfindlichkeit des Empfängers bis zum Maximum aufdrehen zu können. Mir der Folge das ich an den weit entferntesten Blitzen immer beteiligt war - und die Effizienz meiner Station (außer bei Regen) immer in den vordersten Rängen lag.

    Vor ein paar Wochen viel mir dann auf das es tagsüber immer ziemlich genau 2500 Blitz pro Stunde gab. Über Weihnachten und Sylvester bin ich jetzt mal wieder hier oben in Mecklenburg und konnte mich um meine Station kümmern. Was als erstes Auffiel - einer der Nachbarn hat ein Grundstück ca. 30m von der Antenne entfernt eingezäunt und hält zwei Pferd auf der Wiese. Wenn die Pferd draußen sind habe ich die 2500 Blitze pro Stunde. Elektrozaun!

    Wenn ich jetzt die Empfindlichkeit zurückdrehe - kann ich den E-Zaun zwar ausblenden - aber die Effizienz meiner Station leidet. An den wirklich weit entfernten Blitzen bin ich nicht mehr beteiligt, und die Ortungsquote sinkt um mehr als die Hälfte.

    Die ist Frage ist nun: Was soll ich tun?
    Dem Server, in der Zeit wo der Nachbar, die Zossen auf der Weide hat, alle 1,4 Sekunden einen Blitz melden den es definitive nicht gibt. Dafür aber immer noch eine hohe Empfindlichkeit und eine gute Performance zu haben. Oder die Performance runter zu schrauben.

    Ich bitte um sachdienliche Hinweise :)
    Eine Nebenbemerkung noch: Ich bin nur alle paar Monate hier oben. Ansonsten läuft die Station völlig unbeaufsichtigt. Ich muss also in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen die ich bis Mai nicht mehr ändern kann.

    Liebe Grüße und alle alles Gute fürs neue Jahr
    Thomas

  • Limo198
    Klimaforscher
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    • 31. Dezember 2011 um 10:53
    • #2

    Hallo.

    Das Hatte ich auch, aber mit Schaafen. Ich hab einfach so weitergesendet. Irgendwann sind die Schaafe ja wieder weg. Ist die Chance bei dir auch das die Pferde wieder weg sind irgendwann, wird ich es genauso machen.

    Ich hatte auch erst runtergedreht, aber bis der zaun ausgeblendet war, war meine Station bei 0,0% Ortungsquote. Also sinnlos.


    LG und Guten Rutsch
    Steffen

    LG
    Steffen
    Wetterstation Altmersleben

    Messungen und Technik:
    Davis VP2 Plus mit 24h Belüftung, Bodenmessfeld, TOA Blitzortung; Erschütterungssensor; Radioaktivitätsmessung

  • tobi
    Gast
    • 31. Dezember 2011 um 17:08
    • #3

    Interessant zu wissen wäre, wie weit Du die Verstärkung zurückschrauben musst, damit der Zaun nicht mehr eingefangen wird. So lange es nicht weniger als die halbe Verstärkung ist, würde ich mir erst mal keine großen Gedanken war. Das dürfte immer noch ausreichend sein. Deine Station war ja bisher recht empfindlich, aber gleichzeitig sehr gut im Nahbereich. Für den genauen Faktor müsstest Du jedoch den Widerstand der Potis vorher/nachher messen. Halbe Verstärkung heißt übrigens nicht, dass dann nur die Hälfte der Blitze empfangen werden! Zudem ist das nur ein grober Schätzwert meinerseits.

    Bitte auch die ganzen Prozentwerte (Ortungsquote, Blitzquote, Effizienz) nicht überinterpretieren. Die Listen von Wettermichel und in MyBlitzortung sind keine Ranglisten, deshalb lasse ich sie seit Kurzem auch nach Entfernung sortieren und nicht mehr nach Blitzanzahl. Aktuell lässt sich aus den Listen mangels lokaler Gewitteraktivität eh nicht so viel rauslesen und die Blitze > 1000km sind eher zweitrangig.

    Ansonsten fallen mir noch weitere Möglichkeiten ein:
    - Antennen weiter weg vom Zaun
    - Schirmung
    - Schirmung bzw. kleinere Verstärkung nur an dem betroffenem Kanal
    - Antennenausrichtung 45° zu Verbindungslinie Zaun
    - Tracker umprogrammieren, so dass die Zaunsignale ausgefiltert werden (sollte möglich sein, wenn Signalform konstant bzw. eindeutige Frequenz zu sehen ist)
    - So lassen wie es ist

    Der letzte Punkt ist durchaus eine Option, aber nur wenn der Intereference-Mode durch die Zaunsignale nicht ständig anspringt. Falls Du die Möglichkeit hast Remote den Tracker zu aktualisieren, dann wäre der vorletzte Punkt noch eine Überlegung wert. Einen Patch, wo man noch nachträglich Signale bei zu geringer Amplitude filtern kann, hätte ich schon.

    Viele Grüße
    Tobias

  • tweety
    Gast
    • 2. Januar 2012 um 01:08
    • #4

    Danke Tobias,

    in den Protokollen des Linux Trackers ist der Interference Mode selten zu finden. In jedem Fall ohne Zusammenhang mit dem E-Zaun.
    Ich werde wohl zwei Dinge tun.
    - die Empfindlichkeit "ein wenig" zurück drehen.
    - für Mai eine Schirmung der Antennen vorbereiten.

    Da mit der Umprogrammierung des Trackers scheint mir die interessantes Variante zu sein.
    Doch leider bist du wohl zu optimistisch was die Fähigkeiten der Teilnehmer (in dem Fall "ich") angeht. .-)

    Liebe Grüße
    Thomas

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