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Langzeitquoten im Vergleich

  • tobi
  • 10. Dezember 2011 um 11:15
  • Erledigt
  • tobi
    Gast
    • 10. Dezember 2011 um 11:15
    • #1

    Hallo,

    auf folgender Seite habe ich die Grafiken zu den Blitzquoten über Entfernung von verschiedenen Stationen zusammengestellt:
    http://www.myblitzortung.de/myblitzortung_stations?longtime

    Zunächst: Es soll keine Wertung der Stationen stattfinden! Vielmehr können wir daraus interessante Schlüsse ziehen, um unser Netzwerk weiter zu optimieren.

    Folgende Dinge sind mir aufgefallen:
    1. Bei vielen Stationen gibt es ein Minimum im Bereich von 500-1000km. Egon und ich sind der Meinung, dass dies durch die verschiedene Ausbreitung von Boden- und Raumwellen sowie direkter Wellen zustande kommen könnte. Das Phänomen ist auch im angehängten Bild mit der Blitzquote meiner Station in Europa im September gut zu sehen. Bei der direkten Welle (geradlinige Ausbreitung) ist aufgrund der Erdkrümmung nach ein max. paar 100 Kilometern Schluss (Sichtkontakt!). Die Bodenwelle, welche der Erdkrümmung folgt, reicht viel weiter, hängt aber besonders von der Beschaffenheit der Erdoberfläche ab (Land, Wasser). Die Raumwelle dagegen wird an der Ionosphäre immer wieder reflektiert und kann somit tausende Kilometer zurücklegen (auch mehrmals um den Erdball). Durch den längeren Weg der Reflexion kann man hier nicht so ohne weiteres mit Lichtgeschwindigkeit rechnen. Zudem könnte es mehrere verschiedene Raumwellen geben (Reflexion an mehreren Schichten der Ionosphäre, sowie Unterschiede Land/Meer). Vielleicht kommt daher auch die ein oder andere Fehlortung.

    2. Man kann im Großen und Ganzen zwei verschiedene Sorten von Mustern erkennen. Einmal Stationen, die über einen weiten Bereich von nah bis fern empfangen (mit oben erwähntem Minimum). Zweitens, Stationen die fast nur im Nahbereich bis wenige 100km empfangen. Letztere sind höchstwahrscheinlich zu unempfindlich eingestellt. Meiner Meinung nach bringt es nicht viel, wenn das Maximum bei nur 100km liegt. Anhand der Grafiken erachte das erste Maximum bei etwa 300-400km als sinnvoll. Damit deckt man gleich eine vielfach größere Fläche ab (nicht nur auf die Quoten schauen, sondern auch auf die Anzahl)! Mit dieser Einstellung empfängt man anscheinend auch noch sehr viele weiter entferne Blitze, was nicht unbedingt gewollt ist. Das aber bitte nicht als Patentrezept ansehen!

    Zu beachten:
    Hat ein Stationseigentümer Optimierungen vorgenommen (z. B. neue Firmware), so ist das in den Langzeitdiagrammen natürlich zunächst nicht zu sehen. So auch bei mir. Seit dem Firmwareupdate Ende August hat sich die Quote nochmal drastisch verbessert. Unten ein Bild in dem nur die Quote in dieser Zeit berücksichtigt wird. Änderungen an der Verstärkung habe ich seitdem nicht mehr vorgenommen! Bei der ein oder anderen Station wird das vermutlich auch der Fall sein.

    Aufgrund einer Eigenart in der Berechnung der Positionen, werden manchmal Signale nicht zur Ortung hinzugezogen, obwohl sie im Nachhinein perfekt einem Blitz zugeordnet werden können. Zumindest bei meiner Station ist bei ca. 80% Blitzquote Schluss, obwohl ich an manchen Tagen im Nachhinein zu fast jedem Blitz ein passendes Signal vorweisen konnte (siehe MyBlitzortung -> Statistiken -> Erweitert -> Quoten -> Diagramm ganz unten). Das nur zur Info, falls jemand 100% als Ziel hat. ;)

    Viele Grüße
    Tobias

    Dateien

    ratio254_sep.jpg 147,25 kB – 81 Downloads longtime254.png 13,57 kB – 45 Downloads

    Einmal editiert, zuletzt von tobi (10. Dezember 2011 um 23:15)

  • gargamel
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    • 10. Dezember 2011 um 19:41
    • #2

    Hmmmm laut deinem Bild liege ich ca 1500 km.
    Wie kann ich die Optimale Entfernung einstellen?
    Mit einem Update? Ich hab 29A
    Am VV?
    An den Potis im VV möchte ich nicht drehen, sonst bekomme ich des öfteren interrefence modus.

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    • 10. Dezember 2011 um 19:59
    • #3

    Das ist mir Klar. Habe ja fstgestellt das wir (ich und Du (Marc) auch Ratingen so ungefähr gleich liegen.
    Ich wollte nur fragen, ob sonst wo es einstellen kann , den Entfernungsradius.

    Ich bekomme ja hauptsächlich Blitze aus dem Süden (Mittelmehr)

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    Wilfried

  • tobi
    Gast
    • 11. Dezember 2011 um 00:04
    • #4

    Kleine Info: In meinem ursprünglichen Text waren Fehler bzgl. Raum- und Bodenwelle drin. Habe es korrigiert (hoffentlich richtig). Danke an Peter.

    Zitat von gargamel

    Hmmmm laut deinem Bild liege ich ca 1500 km.


    Falsch. Grün ist die Quote, blau die Anzahl. Es interessiert primär die Quote (grün), deren genereller Verlauf und besonders das erste Maximum. Dabei nicht außer acht lassen, aus wie vielen Blitze die Quote an der Entfernung jeweils berechnet wird (blau). Es bringt nämlich nichts, wenn es nur ein paar Dutzend sind. Einige hundert sollten es pro Balken schon sein. Übrigens ist es Dein Bild, ist nur von Deiner Seite geklaut ausgeliehen 8) .

    Bei der Quote liegt das Maximum bei Dir irgendwo zwischen 100 und 400km. Aufgrund der geringen Blitzzahlen hat das jedoch noch kaum Aussagekraft. Mehr wird man bei Dir wohl erst ab dem Frühjahr sagen können, wenn mal die ersten Gewitter nahe vorbei gezogen sind.

    Außerdem: Quote ist nicht alles, genauso wichtig ist auch die Signalqualität (breitbandiges, unverfälschtes Signal mit wenig Störungen).

    Zitat von gargamel

    Ich wollte nur fragen, ob sonst wo es einstellen kann , den Entfernungsradius.


    Die Potis wären schon das richtige, aber man stellt damit keine Entfernungen ein!!! Lass es so wie es ist.

    Zitat von gargamel

    Ich bekomme ja hauptsächlich Blitze aus dem Süden (Mittelmehr)


    Dass liegt wahrscheinlich daran, dass es in den letzten Wochen am Mittelmeer die meisten Gewitter in Europa gab (sollte für uns Hobbymeteorologen ja nicht wirklich verwunderlich sein). Zudem hat jede Station bestimmte bevorzugte Empfangsgebiete. Das hängt von allen möglichen Faktoren ab, z. B. Antennenausrichtung, gewollte/ungewollte Abschirmungen, Bebauung, Gelände, Wasseradern ;) usw..

    Hierzu noch ein interessantes Bild mit den durchschnittlichen Teilnehmerzahlen pro Blitz in Europa im Anhang. Da kann man schön sehen, dass in der Adria immer ganz viele Stationen bei einer Ortung dabei sind. Hier spielen aber noch zig andere Effekte eine Rolle!

    Gruß
    Tobias

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  • gargamel
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    • 11. Dezember 2011 um 00:43
    • #5

    Zitat von Tobi: "....ist nur von Deiner Seite geklaut ausgeliehen 8) .... "

    Das sehe ich nicht so eng, wenn es fürs Forum zur Erklärung benutzt wird. Kannst es Behalten. :)

    Ich hatte Emailverkehr mit djpatrik, in dem hat er mit schon teilweise schon auf meinem letzten Beitrag geantwortet.
    Ist ja klar, auf dem Antennenstandort kommt es ja auch an, diese Frage war im nachhinein hier "überflüssig" (Hätte es auch wissen müssen, war früher CB-Funker gewesen.)
    Klar ist auch das auch in dieser Jahreszeit ja auch im Mittelmeerraum Gewitter sein kann, nur wundert mich das sehr, das ich das bevorzugt empfange:
    Meine TOA-Antenne inkl. VV ist in einem Plastikehäuse ca. 30cm über Boden und ca. 50 cm von der Hauswand entfernt draussen montiert (Kann leider es nicht anders machen, Mietwohnung).
    Und diese Antenne hat "freie Sicht" nach Norden, nach "Süden" ist das 3 Stöckige Haus (BJ 48 ) zwischen.
    Deshalb wundere ich über die "guten " Empfangsergebnisse" von "Süden" her.
    Aber sehen wir, was im Sommer los ist.

    Neeee, an die Potis verstelle ich nichts mehr. (Die hat Egon ja schon gut einjustiert).

    PS: Ja Grün und Blau, bei diesen Grafiken (nicht negativ gemeint) sehe ich das nicht so gut (Bedingt farbenblind bin ich, aber Gottseidank kann ich Ampelfarben unterscheiden)

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    Wilfried

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