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Raps im Herbst

  • *djpatrick*
  • 25. Oktober 2009 um 12:56
1. offizieller Beitrag
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    • 25. Oktober 2009 um 12:56
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Vor einiger Zeit sah ich Raps im Oktober an der Mosel. Nun wird er auch in meiner Region angebaut.
    Jedoch, ist es der gleiche Raps wie im Frühjahr und hat der Herbstraps eine gleiche Verwendungsbreite wie im Frühjahr?

    Gruß

    Patrick

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    • 25. Oktober 2009 um 16:59
    • #2

    Also ich habe gelesen, dass für Raps ein guter Start im Herbst ist: d.h. der Rapsanbau ist stark entscheidend von einer guten Pflanzen und Wurzelentwicklung im Herbst.

    Wer mehr über den Raps wissen möchte: (PDF)

    klick

    Gruß Manfred
    Ein Sprichwort besagt, "Wenn du nicht aufisst", gibt es morgen schlechtes Wetter.
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  • Werner
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    • 25. Oktober 2009 um 18:29
    • #3

    Raps benötigt eine gute Vorwinterentwicklung, weshalb er auch bis spätestens 25.August in den Boden gebracht sein sollte. Jedoch ist der Herbst überdurchschnittlich im Wärme und Feuchteangebot, werden zuviele Rispenansätze gebildet, die im Winter wegfrieren und zur Ertragsminderung führen. Es gibt einige Landwirte, die das durch den Einsatz von Wachstumsregulatoren verhindern. Alles eine Frage der Kosten.
    Winterraps wird meistens zu Öl gepresst und hat die unterscheidlichsten Anwendung. 2008 wurden 75% des Anbaus verestert zu Biodiesel. Hier kommen fast nur Erucasäurefreie (einfach gesättigte Säure) , auch 00 Sorten genannt zum Einsatz. Der Rest findet Verwendung als Speiseöl, Schmierstoff, Lampenöl, Kosmetika, Saatgut.

    Der Raps, der im Frühjahr gesät wird, wird vorwiegend in der Veresterung eingesetzt. NWR Raps (Nachwachsende Rohstoffe) wird auch dazu gesagt. Sommerraps ist in Deutschland eher unbedeutend im Anbau. Zuviel Kosten -> zuwenig Ertrag. Während es für die Wintersaat fast immer 00 Sorten, d.h. Hybriden sind. Diese bringen bei optimalen Bedingungen ca. 0.45 Tonnen pro ha bei einer Aussaatmenge von 300 Gramm pro ha = ca. 80.000 bis 100.000 Pflanzen pro ha. TKM (Tausendkornmasse) um 2 - 7 Gramm. Bei hohen TKM kann zum Beispiel bei Getreide mehr Mehl gewonnen werden.

    Vergleich 1000 Körner wiegen bei

    -Tabak 0.1 Gramm
    -Roggen 40 - 56 Gramm
    -Klee 1 - 2 Gramm
    -Gerste 35 -50 Gramm
    -Triticale 40 - 58 Gramm Triticale ist eine Kreuzung aus Roggen und Weizen und dient nur zur Verfütterung im Tierbereich. Sieht im Bestand ähnlich aus wie Roggen., aber deutlich verkürzten Strohanteil.
    -Mais 200 - 450 Gramm.

    Tschuldigung, wenn ich bissel vom Thema abgeschweift bin.

  • Sprite01
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    • 25. Oktober 2009 um 19:12
    • #4
    Zitat von leprechaun

    Tschuldigung, wenn ich bissel vom Thema abgeschweift bin.

    Aber gerne doch :) . Ist ja mal interessant für einen Stadtmenschen, wie ich es bin.

    Grüße aus dem Süden von Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)
    Dirk

    ..... nicht "meckern und motzen", sondern "machen und klotzen" .....

  • *djpatrick*
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    • 25. Oktober 2009 um 19:34
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Dirk, ich als Dörfler, habe das ja auch nicht gewußt. Bin froh, es nun zu wissen, dank der Supi-Erklärung.

    Gruß

    Patrick

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    • 26. Oktober 2009 um 07:03
    • #6
    Zitat von Sprite01

    Aber gerne doch :) . Ist ja mal interessant für einen Stadtmenschen, wie ich es bin.

    Ich bin eigentlich auch Stadtmensch bis zur Lehre Der damalige RLN (Rat für Landwirtschaft und Nahrung) hatte 1972 eine massive Werbung für landwirtschaftliche Ausbildung gemacht. Da ich meine gewünschte Lehrstelle auf Grund einer 3 in Mathe nicht bekam, habe ich mich beworben. Gerlernt habe ich dann im ehemaligen Volksgut Mügeln, heute wieder Schloss Ruhethal.

  • *djpatrick*
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    • 22. Juni 2018 um 09:43
    • Offizieller Beitrag
    • #7

    Fällt mir ein.... Das war kein Raps, sondern Senf. ;)

    Gruß

    Patrick

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    • 25. Juni 2018 um 06:34
    • #8

    Der Senf den du gesichtet hast, diente sicher als Zwischfrucht. Es darf kein Acker brach liegen (außer Winterfurche) wegen Bodenerosion. So will es Brüssel. Dafür gibt es Subventionen.

    Die Pflanze ist nicht Winterhart, friert also kaputt. Im Frühjahr wird es eingeackert oder um Kosten zu sparen eingegrubbert. Geht recht gut. Nur muss das Zeug trocken sein sonst hinterbleiben unschöne Haufen, die ewig brauchen zum verrotten. Um wirklich den gewünschten Erfolg zu erzielen das Zeug wegzukriegen, Starrer Grubber und Leistungsstarke Schlepper, mindestens 10 Km/h Arbeitsgeschwindigkeit. Dabei wird soviel Erde bewegt, das das Zeug weg ist.

  • *djpatrick* 1. Februar 2021 um 00:43

    Hat das Thema aus dem Forum Pflanzen nach Pflanzenwelt verschoben.

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