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Zahl der Stationen und Genauigkeit

  • wneudeck
  • 23. September 2009 um 23:38
  • Erledigt
1. offizieller Beitrag
  • wneudeck
    Gast
    • 23. September 2009 um 23:38
    • #1

    Hallo,
    ich habe den Eindruck, dass bei steigender Zahl der Stationen die Ortungsgenauigkeit eher abgenommen hat. So habe ich in den letzten Wochen verstärkt für meinem Raum, den ich ja gut überblicken kann, Gewittermeldungen erhalten, die in keiner Weise den Tatsachen entsprechen und das nicht nur einmalig.
    Daher meine Frage:
    a) haben dies auch andere Benutzer für ihr Gebiet festgestellt?
    b) ein Grund, so wurde mir gesagt, sei die Tatsache, das sich in Frankreich noch keine Station befindet und daher bei gewissen Situationen (Gewitter im Mittelmeerraum) eine Ungenauigkeit eintritt. Nun sind dort aber momentan mehr oder weniger ständig Gewitter, eine eigentlich sehr unschöne Situation im Hinblick auf die Ortungsgenauigkeit.bzw. Qualität des Gesamtsystems.
    c) oder könnte es einfach auch sein, dass von den hinzugekommenen Stationen manche sehr unzuverlässig orten (warum auch immer) und sich dadurch eine zufällige Häufung von Fehl-Blitzortungen ergibt?
    Sorry für die vielen Fragen, aber die Problematik beschäftigt mich doch mehr und mehr.
    Und noch ein Letztes: was nützen diesem System eigentlich Stationen in den USA? Ich kann das von der Technik her nicht recht nachvollziehen.

  • GeorgSch
    Gast
    • 24. September 2009 um 05:19
    • #2

    Hallo auch!
    Eine dieser neuen Stationen bin ich. Leider ist der FAQ-Server offline, dort hatte ich meine Frage schon formuliert. Wie sollte denn eine Archiv-Karte auf Userebene aussehen? Mir fehlt im Moment ein konkretes Beispiel, um zu wissen ob meine Station "ungenau" ist. Kann sie das überhaupt?

    Gruße,
    Georg

  • snow4ever
    Gast
    • 24. September 2009 um 10:02
    • #3
    Zitat von GeorgSch

    Mir fehlt im Moment ein konkretes Beispiel, um zu wissen ob meine Station "ungenau" ist. Kann sie das überhaupt?

    Wohl kaum. Eine Station die Blitz Signale empfängt kann gar nicht ungenau sein bzw. nicht "ungenauer" als die anderen Stationen. Selber verbessern kann man in bezug auf die Ortung nur die eigene Beteiligung an der Ortung, was die Ortung wiederum genauer macht. Das soll heissen die Antenne möglichst optimal zu platzieren, damit möglichst viele Signale die Antenne erreichen können und somit auch mitgeortet werden können. Die Qualität der einzelnen Stationen hängt also nur davon ab, wieviel Signale empfangen werden können.

    Noch ein kurzes votum zu Werner: Ich denke, dass deine eigene Antwort b) des Problems Lösung ist. Wenn man sich die aktuelle Blitzaktivitäten anschaut (hauptsächlich zwischen Sardinien, Italien und Tunesien) bräuchten wir noch ein paar Stationen in Südfrankreich, Italien und Nordafrika. Auch in Spanien sehe ich noch nachholbedarf, wer hat in den gefragten Regionen verwandte :D

    Gruss, Roman

  • ich_bins_wieder
    Gast
    • 24. September 2009 um 14:15
    • #4

    Hallo Zusammen,

    ich denke eher, die ungenauen Ortungen kommen von all den "Störungen", die unsere Systeme derzeit empfangen.
    Schließlich kann und will ich nicht glauben, dass einige Stationen sage und schreibe tatsächlich mehr als 3000 (drei tausend) Blitze in der Stunde empfangen haben wollen.
    Und das vor allem bei der heutigen Wetterlage.

    Wenn nun aber viele dieser "Falschmeldungen" mit in die Berechnung einzelner Blitze mit einfließen, dann kommt es eben zu diesen Ungenauigkeiten, bzw. zu Ortungen, wo eigentlich gar keine sind.

    Deshalb bin auch ich noch mit meiner Station am herum experimentieren, wo und wie ich die wenigsten Störungen erfasse.

    Meiner Meinung nach wäre ein System, welches eine etwas kleinere Empfindlichkeit aufweisen würde und dadurch genauer wäre (sagen wir Entfernungen bis max. 400km) besser geeignet.
    Die derzeitige Anzahl der Stationen würde diese Herabsetzung der Empfindlichkeit schon kompensieren, zumindest für den deutschsprachigen Raum.

    Gruß Achim

  • Edmund
    Gast
    • 24. September 2009 um 15:22
    • #5

    Hallo Achim,

    dass die Ungenauigkeiten von den empfangenen Störungen kommen halte ich für sehr unwahrscheinlich. Wir bewegen uns im Mikrosekundenbereich (und darunter) und bräuchten daher 4 Stationen die (die gleiche) Störung(en) empfangen aus denen eine Koordinate berechnet werden kann. Richtig ist aber das viele Stationen zu empfindlich eingestellt sind und jeden kleinen Impuls empfangen und natürlich auch zum Server senden. Damit wird der Server auch mehr belastet als es notwendig wäre ohne das Ergebnis zu verbessern.

    @ Werner

    Du hast Recht, uns hier in Europa nützen Stationen in USA nichts, es sei denn wir interessieren uns für die Gewittertätigkeit dort drüben. Wir werden aber auch niemanden abweisen der irgendwo auf der Welt ein Netzwerk aufbauen möchte. Soweit mir bekannt ist wurden bisher 5 Bausätze nach USA und auch welche nach Brasilien verschickt. Der Mittelmeerraum wäre mir auch lieber gewesen aber wir können uns das nicht aussuchen.


    Gruß

    Edmund

  • Sascha70
    Gast
    • 24. September 2009 um 15:56
    • #6
    Zitat von Edmund

    Wir aber auch niemanden abweisen der irgendwo auf der Welt ein Netzwerk aufbauen möchte. Soweit mir bekannt ist wurden bisher 5 Bausätze nach USA und auch welche nach Brasilien verschickt.

    Kann ich bestätigen, nach Aussage von Egon Wanke :)

    Und der Mittelmeerraum bräuchte dringend mehr Stationen, man müßte dort ansässige Wetterstationsbetreiber in den Landessprachen ansprechen, würde sicher was bringen.

  • wneudeck
    Gast
    • 24. September 2009 um 23:14
    • #7

    Hallo,
    es ist halt so (bitte dies jetzt nicht als Gemecker auffassen), dass diese ständigen Fehlortungen im Augenblick das System etwas ad absurdum führen.
    Konkret: jetzt am 24.9.09 um ca. 23 Uhr gewittert es angeblich in meinem Raum. In Wirklichkeit ist es sternenklar und kein Gewitter weit und breit.

  • ich_bins_wieder
    Gast
    • 25. September 2009 um 00:06
    • #8

    Hallo Werner, Hallo Edmund,

    ich glaube schon, dass diese Stationen mit weit über 3000 Blitzortungen pro Stunde mit einbezogen werden in die Berechnungen.
    Der Spitzenreiter dieser Stunde gerade ist Station 78 mit über 12400 Ortungen!!! ?(

    Und eben genau diese 5 - 6 betreffenden Stationen tauchen auch generell in der "participants.txt" auf.

    Wie groß wird wohl die Wahrscheinlichkeit sein, dass nicht doch ca. 3,5 "falsche" Blitze pro Sekunde mit in die Berechnungen einfließen?


    Könnte man nicht diese Stationen, die mehr als 25% über dem Durchschnitt liegen, aus den Berechnungen herausnehmen/ausklammern?
    Und gleichzeitig deren Betreiber um Nachbesserung anhalten. ;)

    Gruß Achim

    PS.: Bitte auch mich nicht als Querulanten verstehen ... :thumbup:

  • Cinam
    Gast
    • 25. September 2009 um 00:47
    • #9

    Hallo,

    ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, woher diese Fehlortungen eigentlich kommen, sie treten jedenfalls immer bei starken Gewittern im Mittelmeer auf. Diese sind zurzeit gewaltig. Es ist auch zu beobachten, dass die Fehlortungen oft nur aus den Daten sehr weniger Stationen (oft nur 4 Stationen) berechnet werden.

    Es ist richtig, dass einige Stationen viel zu empfindlich eingestellt sind. Das habe ich bereits mehrfach bemängelt, aber die meisten Teilnehmer wollen einfach immer unbedingt bei jedem Blitz mit dabei gewesen sein.

    Ich habe eben folgende Veränderungen durchgeführt und lasse das System jetzt erstmal so einige Tage laufen. Ab jetzt werden alle Stationen, die mehr als 180 Blitze in den letzten 3 Minuten senden für die Berechnungen ignoriert. Blitze werden ab jetzt nur noch berechnet, wenn mindestens 5 Stationen dran beteiligt sind. Bei mehr als 10 Stationen werden nur die ersten 10 Stationen (zeitliche betrachtet) berücksichtigt. Es gibt mittlerweile Blitze, an denen mehr als 40 Stationen beteiligt sind.

    Grüße,
    Egon

  • Cinam
    Gast
    • 25. September 2009 um 00:56
    • #10

    ... noch eine Anmerkung zu den Stationen in Nord- und Südamerika. Diese Stationen haben keinen Einfluss auf die Ortung in Europa, da immer nur die dem Blitzort nahesten Stationen zur Berechnung herangezogen werden. Dies sind jetzt die 10 nahesten Stationen.

  • wneudeck
    Gast
    • 25. September 2009 um 09:32
    • #11

    Hallo Egon,
    wenn ich auf diesem Gebiet auch Laie bin, so meine ich doch, dass dies sehr sinnvolle Maßnahmen sind ( z.B. 5 statt 4 Stationen). Und Deine Bemerkung mit der zu hohen Empfindlichkeit deckt sich eben mit meiner Befürchtung (und der von Achim):
    Zahl der Stationen inzwischen (Gott sei Dank) mehr + viele sehr empfindliche Stationen = Wahrscheinlichkeit der Fehlortung nimmt zu.
    Aber genau diese Vermutung von mir könnte ja durch die genannten Maßnahmen abgefangen werden.
    Ich werde es jetzt auf alle Fälle für meinen Raum weiter beobachten und mich melden, wenn ich erneut gravierende Fehlortungen feststelle. Denn ich meine, nur wenn hier ein feedback der user kommt (so in der Art: "es wurden 15 Blitze registriert, in Wirklichkeit gab es aber keinen einzigen), können die richtigen Schlüsse gezogen werden und sieht man dann auch, ob die getroffenen Maßnahmen erfolgreich sind.
    Unabhängig davon: Respekt vor der bisher geleisteten Arbeit und vor allem vor der Tatsache, dieses System überhaupt entwickelt zu haben.

  • Guido Richter
    Gast
    • 25. September 2009 um 10:55
    • #12

    Als einer der Teilnehmer, der ständig Störungen hat aber trotzdem lange online bleibt, um den im 5 Minutenabstand wechselnden Zustand von totaler Störung hin zu guter Ortung irgendwie abzufangen, muss ich mich hier jetzt zu Wort melden.
    Ich halte es nicht für eine gute Idee, diese Nutzer ganz auszuschließen. Meine Störungen, das ist zumindest meine (noch) aktuelle Meinung, sind technischer Natur. Leider konnte mir dazu im FAQ bisher niemand helfen. Konkret: Wenn ich Dauergelb habe, den Netzwerkstecker am Vorverstärker abziehe und danach alles ok ist, kann es nach meiner Auffassung nur an inneren Technikstörungen liegen, nicht an Einfluss von draußen. Solang technisch nicht eine Fehlfunktion ausgeschlossen werden kann, sollte auch kein Teilnehmer radikal abgekapselt werden.
    Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch Anhebung der Kriterien finde ich für den Übergang gut.

  • wettersat
    Gast
    • 25. September 2009 um 11:15
    • #13

    @Guido
    es gibt wahrscheinlich noch keine Reaktion von uns weil wir noch auf Antwort deinerseits warten
    Gelbe LED dauerhaft - zuvor alles ok

    Wie ist der Status? Hast du v19 oder nicht?

  • wettersat
    Gast
    • 25. September 2009 um 13:44
    • #14
    Zitat von Cinam

    Ich habe eben folgende Veränderungen durchgeführt und lasse das System jetzt erstmal so einige Tage laufen. Ab jetzt werden alle Stationen, die mehr als 180 Blitze in den letzten 3 Minuten senden für die Berechnungen ignoriert.

    Egon, bei den 180 Blitzen werden wir aber aktuell Bernd in Spanien auch immer rausfiltern.

    EDIT: hat sich erledigt. Hatte statt 3 Minuten 3 Stunden gelesen

  • Cinam
    Gast
    • 25. September 2009 um 13:52
    • #15

    Hallo,

    heute sieht es anscheinend etwas besser aus.

    @Guido: Das Du ausgeschlossen wirst, klingt etwas übertrieben. Es funktioniert wie folgt. Jede Minute startet eine neue Berechnung. Wird die Berechnung zum Beispiel um 10:23:02 Uhr angestoßen, dann werden die Daten zwischen 10:20:02 und 10:23:02 gelesen und daraus Blitzkoordinaten berechnet. Wenn in diesem Zeitraum von Dir mehr als 180 Signale vorliegen, werden Deine Daten für die Berechnung um 10:23:02 nicht verwendet. Wenn eine Minute später bei der Berechnung um 10:24:02 zwischen 10:21:02 und 10:24:02 wieder weniger als 180 Blitzdaten vorliegen, wird Deine Station natürlich wieder berücksichtigt.

    Gerald: Das Problem mit der Firmware 16, und 17 ist ein Anderes. Bei diesen Versionen kann es vorkommen, wenn ein Blitz weniger als 200 Mikrosekunden vor dem Sekundensignal kommt, das der Kontroller anschließend keine Blitzdaten mehr sendet und die gelbe LED dauerhaft leuchtet. Die Sekundenimpulse werden jedoch noch gesendet. Wenn also Blitzdaten an den Server gesendet werden, handelt es sich dabei nicht um diesen Firmware-Fehler.

    Grüße,

  • Walter
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    • 25. September 2009 um 14:34
    • #16

    Nochmal, für mich als Superlaie auf diesem Gebiet. Wie kann ich die Empfindlichkeit zurückschauben. Gestern hatte ich über 15000 Blitze. Die Gelbe Led blinkte im Sekundentakt.

    Danke schon mal im vorraus

    Gruß
    Walter
    :)
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  • Bernhard
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    • 25. September 2009 um 14:43
    • #17

    Hallo,
    du kannst die Empfindlichkeit am Vorverstärker mit Hilfe der Trimmpotis verringern.
    Was hast du für eine Antenne, Rahmenantenne oder Ferritantenne?
    bei der Ferritantenne sollte die Verstärkung auf 1250 eingestellt sein.
    Im Uhrzeigersinn gedreht nimmt die Verstärkung ab. 12 Umdrehungen ist noch die halbe Verstärkung ( von 2500 auf 1250)
    Das kannst du für jeden Kanal getrennt machen

    https://wetter-board.de/www.wetter-in-Schlangen.de


    WS2000, WS2000PC, WS2500PC, TOA Blitzortung

  • Sprite01
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    • 25. September 2009 um 15:32
    • #18
    Zitat von Bernhard

    Im Uhrzeigersinn gedreht nimmt die Verstärkung ab. 12 Umdrehungen ist noch die halbe Verstärkung ( von 2500 auf 1250)
    Das kannst du für jeden Kanal getrennt machen

    Das ist ja auch das Problem. Ich weiß das ich am Abend oft Dauersignal habe, sicher nicht nur am Abend.
    Aber eine Einstellung ist ja bisher nur durch probieren möglich, man sieht halt nichts.
    Eine getrennte Einstellung beider Kanäle -> da weiß ich erst recht nicht was passiert.

    Wie erreiche ich denn eine ordentliche Datenkontrolle ?

    Grüße aus dem Süden von Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)
    Dirk

    ..... nicht "meckern und motzen", sondern "machen und klotzen" .....

  • wneudeck
    Gast
    • 25. September 2009 um 17:22
    • #19

    Hallo Egon,
    habe auch den Eindruck, dass es heute besser ist. Konnte zumindest für meinen Raum keine Probleme feststellen.

  • ich_bins_wieder
    Gast
    • 25. September 2009 um 20:07
    • #20

    Hallo Egon,

    vielen Dank erst einmal für die schnelle Umsetzung unserer Anregungen und vor allem für all die Arbeit überhaupt.

    Jetzt aber auch noch eine Frage:

    Die Empfindlichkeit stellt man ja an der Vorverstärkerplatine ein, so weit so gut.
    Würde es denn nicht auch etwas bringen, wenn man die Komparatorspannung von +/- 0,5V ein wenig erhöht?
    Gut, dann werden zwar die "schwächeren" Signale nicht mehr registriert, d.h. die Reichweite würde wohl etwas reduziert werden und die norddeutschen Stationen erfassen dann nicht mehr die Blitze im Mittelmeerraum.
    Aber ich denke dass dann viele dieser Störungen auch nicht mehr erfasst werden würden.

    Gruß Achim

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