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Starkregen/Hagel am Rhein (möglicherweise) u. Unwetter in Polen 05.07.09

    • Deutschland
  • M2 Sturmwetter
  • 5. Juli 2009 um 11:40
  • M2 Sturmwetter
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    • 5. Juli 2009 um 11:40
    • #1

    Gewitterinfo

    Zeitraum: 05.07.09 09 UTC - 21 UTC

    Heute Nachmittag besteht ein Risiko für einzelne kräftige Gewitter am Rhein, Südwest - BW und Teile von Süddeutschland. Besonders über Polen kann es Unwetter geben. Auch entlang des Rheins können vereinzelt noch Unwetter aufteten in den Verlauf zum Abend. Dazu gibt es mögliche Scherung (20 Knoten = 10 m/s für Multis) in den Schichten, die zu Multizellen führt am Rhein und organisierte Systeme in Polen begünstigt. Dazu bilden sich kaum stärkere kurzlebige Gewitter die Tornados oder andere Erscheinungen produzieren. Wenn dann am Rhein nur höher liegende Funnelclouds.


    Im Süden sind lokal Sturzfluten möglich (was zu markanten Überflutungen führt)! Dabei wird mit Multizellen (Cluster = Zusammenballungen) zurechnen sein unter schwacher vertikaler Scherung, sonst auch von Frankreich am Rhein ein möglicher Cluster.

    Gehe davon aus, das der Hagel soweit unter 2 cm liegen sollte am Rhein und Überflutungen heute mal die Ausnahme bleiben (demnach ausbleiben sollten). In Süddeutschland von Südwest bis Südost, sollte es ähnlich wie am Rhein aussehen. Auch können mal starke Gewitter auftreten, die auch länger da sind und neue Aufwinde bilden in ihrer Umgebung.

    Im Süden Deutschlands sind teils ortsfeste Gewitter möglich, lokal auch leicht Unwetterpotential noch immer.

    Am Montag besteht im Tagesverlauf Unwettergefahr durch eine Gewitterfront (dies aber noch in Beobachtung ist). Sie kommt von West und bewegt sich in einer Strömung (Weststrom und schwach anneigende Strömung um Südwest am Rhein) am Trog (es handelt sich größtenteils um ein Höhentief mit kalter Luft) nach Ostdeutschland. Da auch Scherung damit spielt, wird auch einzelne Böen auftreten oder Böenfronten. Die Höhenkaltluft, Fronten und etwas Sher wie auch feuchtlabile Luft können durchaus für markante Wettererscheinungen sorgen.

    Info zu Lage am Montag, wird in Kürze erfolgen! Diese Lage umfasst derzeit nur die Zeitabschnitte von 9 - 21 Uhr am 05.07.09, soweit an die 12 Stunden. Später wird eine Verlängerung möglich, da auch West die Gewitter auch nachts weiter ziehen bis zu Nacht auf Montag in Richtung Sachsen - Anhalt. Die Gewitter scheinen bis nach SA und minimal an Westbrandenburg noch am Abend heranzukommen am Montag.

    Dateien

    Gewitterpotential 05.07.09.GIF 150,36 kB – 3 Downloads

    Gewitterprognose/Wetter/Winterwetter/Link: Nowcast (sehe auch Wetter - Board Nowcast)

    (NWR/Analysig/Unwetterlagen. (Blog now)

    Gewittersturm-Nowcast (Extremlagen ... zu erreichen) u. Nowcasters/Outlooks USA/Europa erstellt. :pc: :ipc:

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    • 5. Juli 2009 um 20:05
    • #2

    Derzeit kann man die Ursache für diese sehr schwüle Gewitterluft im Südosten Europas suchen, wo ein Höhentief noch immer schwach vorhanden ist, ein Trog über Sibirien, ein zurzeit nicht mehr vorliegendens Hoch in der Höhe bei Skandinavien (dafür ein Keil bis über die Nordsee). Über dem Nordatlantik läuft derzeit eine seltsame Lage bis ins westliche Mittelmeer mit weniger warmen Werten, wobei der Osten und Südosten deutlich wärmer ist. Was auch mit der ungewöhlichen Lage des Subtropenjets hier zusammenläuft, wobei der Pazifik schon davor zu warm war. Die Tropenstürme in diesem Jahr zu früh auftreten.

    Auf die weiße wurde durch ein Höhentief im Südosten und dem Hoch bei Skandinavien mit einem Tief bei Sibirien ein starker labiler Warmluftstrom aus Osten hergeführt in unteren Schichten. Die Lage wurde noch blockierte von mehreren Seiten her. Dabei schwächt sich die Höhenströmung aus West markant ab und die Gewitter wandern kaum noch. Folge sind Überflutungen und schwere Unwetter. Die Druckstörung im Osten schiebt warme Luft vom Jetstream subtropisch nach Deutschland. Was eigentlich trockene Luft zu uns führen sollte, dazu herrschen +33 Grad weit in anderen Ländern, die auch am Mittelmeer weit südlich auftreten bis an die Südränder von Europa. Die Lage über Nordskandinavien (Polarwirbel = mit Höhenströmung wellend aus West), Hoch über Skandinavien, Sibirien Tiefs in der Region, Warmluftberge im Südosten zum Höhenhoch und vom Mittelmeer, dazu ein Keil über Deutschland und ein Tief an der Biskaya sorgen für die gehäuft auftretende Unwettergefahr.

    Hauptsächlich stehen die Hochwasserlage mit dem Höhentief und dem sehr feuchten Luftmassen im Zusammenhang, die an die Gebirge geführt wurden, da auch sich auch eine fronale Grenze zwischen dem Trog und einem Subtropenjet bilden konnte nach Polen von Nordosten her.

    Die schwachen restlichen Frontalzonen lösen sich auf und gehen in eine zunehmend gelättete oder wellende Höhenströmung, mit einzelne Frontzonen, die nach Osten voran kommen die neue Woche, die Sache im Osten wird abgebaut und die Zirkulation nimmt ein anderes Muster derzeit an, die Höhenstörung bei der Biskaya rückt bereits über den Rhein gerade heran. Die Gewitter von Frankreich stoßen bis Montag weiter ostwärts. Die Lage baut sich ab 06.07.09 auf. Ein Wechsel aus Tröge oder Keile beginnt und Regen, teils auch Gewitter.


    Nochmal die Zusammenfassung:
    Von Ende Juni / Anfang Juli 2009, Zusammenhang zwischen den enormen Regen, Überflutung, Druckverteilung in der Höhe udn einer entstehenden Rinne in unteren Schichten.

    Quelle:

    Dateien

    2009063018_25.gif 55,95 kB – 5 Downloads 2009070118_29.gif 63,38 kB – 5 Downloads

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    • 7. Juli 2009 um 20:06
    • #3

    Info: Mögliche Böen oder Rotation Zeitraum: 07.07.09 00 UTC - 00 UTC

    Der Dienstag und zu Nacht zum Dienstag können, weitere frontartige Systeme mit eingelagerte Gewitter und Schauer auftreten verteilt im Nordosten und Ostne, vereinzelt nur schwach im Südosten.

    Tagsüber wieder möglicherweise dann verbreitet und dabei Rotation möglich in den Systemen (Funnelclouds, wahrscheinlich auch Absenkungen die ein Torna ...). Böenfront (einzelne Gewitterlinien) mit linienartiger Struktur. An den Küsten besonders gehäufte Gewittergefahr ab der Nacht von Dienstag und am Dienstag bis Mittwoch rein. Starkregen tritt, besonders im äußeren Nordosten (den Küsten auch)in der Nacht und am Tage in Südosten/Nordwesten und entlang des Rheins und von Polen/Oder/Neiße/wahrscheinlich Sachsen über die Mitte nach Südwesten auf. Dazu Hagel 1 - 2 cm möglich die kommenden Stunden. Hagel von 2 cm, möglich in Bayern/Odergebiete/Mecklenburg/Rhein, sonst bei unter 1 cm (nur selten 1 cm). Böen möglich (teils kräftig). Leichte bis leicht hohe Blitzneigung.

    Zusatz: Es können gelegentlich auch leichte Überschwemmung von Straßen, Wegen ... auftreten bei besonders starken Gewittern oder die nur kräftig bis mäßig ausfallen. Am Abend ist zeitweise Starkregen in Bayern möglich mit Gefahr von kräftigen Gewittern, Hagel dabei nur selten o. kaum, kräftige Böen mögilich, daneben können die Aktivitäten sich organisieren zu Gewitterfronten.


    Europa/Mitteleuropa/Deutschland Convectiver Outlook07.07.09

    Zeitraum: 07.07.09 15 UTC - 20 UTC

    Über Mitteleuropa, Frankreich und Westdeutschland

    liegt ein Trog, der mit einer südwestlichen bis westlichen Strömung und im Osten um Süd verlaufenden Anströmung langsam über Mitteleuropa nach Polen voran kommt.

    Im Bereich der Südwest-und Westanströmung kommt es zu Scherung in unteren Schichten und etwas stärkeren in höheren Schichten, die Sher in den tieferen sorgt gelegentlich für Böenfronten. Gelegentlich kann es bei Gewittern zu Starkregen und Hagel kommen. Die labile Schichtung (bei 500 - knapp an die 750 J/kg MLCAPE) kann mit leichter bis leicht erhöhter Blitzintensität aufleben. Auch treten Böen im Bereich von Gewitterzubehörwolken auf. Günstig war die Auslöse auf der Trogseite (etwas nur verstärkter Vorticity und Forecasting = Hebung dadurch) im südwestlichen Höhenströmungsbereich in BW/Bayern/Sachsen und vereinzelt Südbrandenburg, sonst im Rest kam es auch zu Gewittern oder Schauern. Die mögliche Scherung, die mehr als 20 Knoten ausmacht und der niedrige Kondensationslevel ermöglicht auch rotierende Erscheinungen in konvektiven Schauern oder Gewittern.


    Europa

    Im westlichen Mittelmeer, Ostspanien, Frankreich, Deutschland liegen höhrere Scherumgebungen vor, die mögliche Böenfronten (Gewitterlinien oder eingebaute Segmente zu Linien oder isolierte Zellen. Hagel bei 2 cm möglich (vielleicht 3 cm),Starkregen = lokal o. regional nur zeitlich mal Überflutung (aber mehr geringer). Die Scherung ist auch über dem mittleren und östlichen Mitteleer wie auch in Rußland günstig.


    Spanien

    In Südostspanien konnte möglicherweise am Nachmittag ein Potential für isolierte eigenständige Mesozyklonen oder etwas superzelligen bestehen, was einen Tornado wahrscheinlich produzieren kann. Ob es dazu kam ist nicht bekannt derzeit. Die Sher umfaßte hier um die 50 Knoten (sollte aber vielleicht nur an die 30 gehen) mit 150 m²/s² können ein Tornadofall auftreten. Da auch günstige 1000 J/kg MLCAPE und Sher mit SRH vorliegt.


    Satbildaufnahme (NOAA.jpg) vom 07.07.09, gegen 08 Uhr, an der Nordseeküste im Verlauf erneut Gewitter, sonst die einzelnen weiteren Gewitterflecken weiß und Cluster. Dann Karte 2 vom 07.07.09 19 UTC - 00 UTC und Karte 1 vom 06.07.09 23 UTC (00 UTC) - 09 UTC

    Dateien

    Karte2.GIF 105,78 kB – 6 Downloads Karte1.GIF 78,22 kB – 5 Downloads Noaa.jpg 337,94 kB – 2 Downloads

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