Zeitraum: 23/01/09 07 UTC - 23/01/09 17 UTC
Ein Orkantief nähert sich mit einem Kerndruck von 936 hPa Nordirland und Nordgroßbritannien an.
Randwellen erfassen die kommenden Stunden Nordfrankreich (besonders mit einer markten Randentwicklung, dieser kann 958 hPa erreichen) zum Orkantief in Frankreich. Weitere Randwellen ziehen am Freitag über Südfrankreich übers Mittelmeer, wobei mit ihnen kräftigen Regenfällen und Schnee in den Alpen fällt und auch in den Bergen von Spanien und Frankreich. In der West- und Südwesthälfte stärkere Niederschläge (in den Bergen auch Schneefall).
Kräftige vertikale Hebungen werden an einem Sturm über Nord- und Ostfrankreich wie auch in der West- und Südwesthälfte Deutschlands erwartet, wobei es zu kräftigen Niederschlägen kommt und Sturm. Damit kann es in Südwestdeutschland noch etwas verstärkter regnen ab dem Morgenstunden und am frühen Vormittag des Freitags.
Freitagabend kommt in Spanien ein neues Sturmtief an und zieht bis Samstag über Südfrankreich zum Mittelmeer. Beide Sturmgebilde (Schneeläufer) bringen schweren Sturm in den Bergen und einzelne orkanartige Böen und in flacheren Regionen auch Sturm.
Zusatzinfo: Einzelne Schäden können über dem mittleren Frankreich auch im Landesbereich auftreten, unter sehr kräftigen Höhenwinden und starken Turbulenzen. Samstag sind auch stärkere Wellengänge im Bereich vom Golf der Biskaya und in den Wassergebieten des Mittelmeers möglich.
Sturmeinschätzung in flachen Regionen
Dabei ist vor allem in Westeuropa mit ausgeprägten Sturm zurechnen und mögliche Schäden sind möglich.
Zu Nacht auf Freitag gibt es schwere Sturmböen im Westen Frankreich und zum Freitagvormittag greifen teils diese Winde Nordrhein - Westfalen und Nordwestniedersachsen über. Starker Wind ist am Vormittag auch in Rheinland - Pfalz, Hessen und Niedersachsen möglich. In den anderen Landesteilen bleibt es bei mäßigen Winden. Vom Nordschwarzwald (nördlichen Baden - Württemberg) und Schleswig einzelne Windböen gegen Mittag.
Der Sturm wird vor allem den Rhein (Bonn) und bis zu Weser (nach Niedersachsen westlich ) betreffen.
Sturmeinschätzung in den Mittelgebirgen
Zum Morgen anfangs erst die Eifel und Hunsrück westlich betroffen, dann am Vormittag alle Berg- und Gebirgsregionen bis zum Weser Bergland und West - Harz bis zum nördlichen Teil des Schwarzwaldes. Zum Abend anfangs auch in Süddeutschland (Schwarzwald, Schwäbische und Fränkische Alb) und Speesart schwerer Sturm. Im Laufe des Freitag schwächt der schwere Sturm in Deutschland deutlich ab, da sich hier das Sturmfeld auflöst. Besonders in den Höhenlagen und Küsten der Nordsee schwere Böen (betroffen nördlich Rheinland - Pfalz, Nordrhein - Westfalen und die Gebiete um den Münsterland). In den Mittelgebirgen besonders in der Eifel, Rheinischen Schiefergebirge, Hunsrück, Speesart, Rhön, Weser Bergland und dem West - Harz am stärken von Sturm betroffen).
Gewitter- und Regenrisiko
Gewitterrisiko besteht derzeit weniger. Morgenstunden Regen: Der Regen (dabei mischen sich Schneeflocken unter) wird demnach in Baden - Württemberg, West - Hessen, Nordrhein - Westfalen und West - Niedersachen stärker ausfallen.Vereinzelte Tendenzen zu Sturmböen, die durch die durchziehenden Kaltfronten aus Frankreich und einem darüber liegenden Jet (besonders im Nordwesten) zu stürmischen Böen kommen bei konvektiven Schauern. Mögliche Scherung aus anderen Merkmalen kann vielleicht rotierende Vertikalanomalien anzeigen (ob diese Erscheingen sich zeigen ist etwas unklar). Sturmböen könnten von Niedersachsen, Nordrhein - Westfalen besonders und Süddeutschland bis Thüringen weniger auftreten.
Sturm - Outlook regional für Freitag, 23.01.09 von 07 - 17 Uhr (Prognosezeit mit Ereignis)
Am 23.01.09 gab es von mir noch eine Aktualisierung zu den Gewittern, damit war eine Wahrscheinlichkeit zu Nordschweiz vorhanden, laut Meldung gab es ein in Konstanz. Weiterer Outlook von gestern zeigt dies bei den Nowcasters. Teils sind Überschwemmungen nicht ausgeschlossen gewesen, da ich vor 2 Tagen von solch einer Situation ausging. Betroffen von dem Überschwemmungen vereinzelt waren die gesamte Westhälfte.
Gruss Marco