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  3. Das Klima

Klima und Klimaklassifikation

  • NOB57
  • 4. Februar 2006 um 22:58
  • NOB57
    Gast
    • 4. Februar 2006 um 22:58
    • #1

    E: Schnee - Eis - Klimate

    Die E- oder Schnee - Eis - Klimate sind anzutreffen, wo die Mitteltemperatur des wärmsten Monats der wärmsten 30tägigen Periode, unter 10°C bleibt.

    Diese Klimaregion liegt polwärts von der Baumgrenze und wird unterteilt in Tundrenklima (ET) und Frostklima (EF).


    Tundrenklima

    Im Bereich des Tundrenklimas erreicht die Temperatur des wärmsten Monats nicht mehr als 10°C, im Gegensatz zum Frostklima treten noch frostfreie Monate auf, so daß Pflanzenwuchs möglich ist.

    Infolge der kurzen Vegetationszeit können jedoch nur Flechten, Moose und Zwergsträucher gedeihen, wobei die Vegetationsdecke dicht erscheint.

    Dort, wo es zu Ansammlung von Tauwasser über gefrorenem Boden kommt, treten ausgedehnte Moore und Sümpfe auf.

    Für die Verwitterungvorgänge in der Tundra spielt der Frost eine entscheidende Rolle. Aber auch chemische Verwitterung kommt durch die Wirkung von Pflanzen und Wasser noch eine Bedeutung zu.

    Zufinden ist das Tundrenklima im hohen Norden Asiens, Kanadas und Europas sowie auf Island, Spitzbergen, an der Küste Grönlands und in der Südspitze Südamerikas.

    Besonders groß war die Verbreitung dieses winterkalten Klimatyps mit seinen typischen Moos- und Zwergstrauchheiden in den jüngsten Eiszeiten.

    Weite Teile der heute warmgemäßigten, immerfeuchten Klimaregion hatten damals diesen subnivalen Charakter.


    D: Schnee - Wald - Klimate

    Die Gebiete des Schnee - Wald - Klimas sind winterkalt mit einer Mitteltemperatur im kältesten Monat unter -3°C und weisen regelmäßig eine Schneedecke auf.

    Im Sommer wird mindestens in einem Monatsmittel die 10°C - Marke überschritten.

    Da die 10° - Isotherme des wärmsten Monats nahezu mit der Baumgrenze zusammenfällt - die Abweichung beträgt etwa 2°C - , ist die polwärtige Grenze dieser Klimaregion mit der Baumgrenze identisch.

    Auch die Gebiete des D- oder Schnee - Wald - Klimas liegen im Rahmen der allgemeinen Zirkulation im Bereich des Westwindgürtels, jedoch gegenüber dem warmgemäßigten Klima zu den höheren Breiten verschoben.

    Die Niederschläge fallen in der Regel ganzjährig, jedoch führt das winterliche Hoch übe Sibirien dazu, daß dann gebietsweise die Niederschlagsaktivität stark eingeschränkt wird.

    Angetroffen wird es im östlichen Mitteleuropa und in Osteuropa, in Nordamerika um die Großen Seen und in Südkanada.

    Auf der Südhalbkugel reichen die Kontinente nicht so weit polwärts, hier fehlen die Schnee - Wald - Klimate.

    Der braune Boden in den wärmeren Teilen des Schnee - Wald - Klimas ist mäßig fruchtbar. In den kälteren Gebieten nehmen die sauren, nährstoffreichen Bleicherdeböden zu.


    Gruss Marco

  • NOB57
    Gast
    • 5. Februar 2006 um 20:08
    • #2

    Vertikale Klimagliederung der Gebirge

    Hohe Gebirge weisen gleiche Klimate auf. Wie sie auch großräumig auf der Erde angetroffen werden.

    Während in der Horizontalen die Klimazonen Ausdehnungen von Tausenden von Kilometern haben, erfolgen die Klimaübergänge in der Vertikalen im Kilometermaßstab, so daß die Gebirge durch eine rasche Änderung der Klimatypen mit der Höhe gekennzeichent sind.

    Schreitet man von Norden oder Westen gegen die Alpen fort, so beobachtet man eine rasche Umwandlung des mittel- und westeuropäischen Cfb - oder Buchenklimas in das Dfc- oder Birkenklima, da die Mitteltemperatur des kältesten Monats in einiger Höhe unter -3°C sinkt.

    Der geschlossene Wald, der Bereich der Nadelhölzer und Birken, reicht am Alpennordrand etwa 1800 m, auf der Alpensüdseite etwa 2000 m hinauf.


    Erdoberfläche

    Um das Gewicht der einzelnen Klimazonen der Erde bzw. Veränderungen auf das globale Klimasystem einzuschätzen. Muß man die flächenhafte Ausdehnung beachten.

    Auch die Land - Meer - Verteilung spielt eine wichtige Rolle.

    So reagiert der Ozean zum einen aufgrund seines großen Wärmespeicherungsvermögens und zum anderen auf die seiner Tiefenzirkulation viel langsamer als das Festland auf thermische Veränderungen und trägt auf diese Weise v.a. dort zur Stabilisierung des regionalen Klimas bei, wo der Ozeananteil besonders groß gegenüber dem Festlandanteil ist.

  • NOB57
    Gast
    • 4. März 2006 um 18:32
    • #3

    Tropische Regenklimate

    Die tropischen Regenklimate (A - Klimate), deren Kennzeichen Monatsmitteltemperaturen von mehr als 18°C sind, lassen sich nach dem Jahresgang des Niederschlags untergliedern in das immerfeuchte tropische Regenklima (Af) und das wechselfeuchte tropische Regenklima (Aw).



    Immerfeuchtes tropisches Regenklima

    Das immerfeuchte Regenklima (Af) ist mit der äquatorialen Tiefdruckrinne verbunden.

    Nicht extrem hohe, sondern gleichmäßig hohe Temperaturen für diesen Klimatyp. So liegt die Jahresmitteltemperatur bei 25°C.

    Jährliche Niederschläge betragen mehr als 1500 mm und weisen im Jahresverlauf 2 Maxima und 2 Minima auf. Die Ursache für diesen Jahresgang ist die mit der Deklinationsänderung der Sonne gekoppelte jahreszeitliche Verlagerung der äquatorialen Tiefdruckrinne mit der ITCZ (innertropische Konvergenzzone).

    Zweimal im Jahr liegt ein äquatoriales Gebiet in ihrem Einfluß und mit verstärkte Niederschläge.

    Nach klarer Nacht für starke Einstrahlung zu Quellwolken, die zum Mittag zu mächtigen Cumulonimbuswolken anwachsen. Nachmittags gibt es dann heftige Schauer und Gewitter.

    Gleichmäßig hohe Temperaturen und ganzjährige Niederschläge sorgen für das andauern der Vegetation.

    Die Folge ist auch ein Treibhausklima mit immergrünen, wuchernden tropischen Regenwald.

  • NOB57
    Gast
    • 4. März 2006 um 18:45
    • #4

    Warmgemäßigte Regenklimate

    An die Trockenklimate bzw. dort, wo sie fehlen, an die tropischen Regenklimate schließen die polwärts die warmgemäßigten Regenklimate (C - Klimate) an.

    Merkmal sind gemäßigte Temperaturen.

    Mindestens 1 Monat kann unter 18°C liegen. Warmgemäßigte sind dann noch anhand der kältesten Monate definiert.

    Nach dem Jahresgang des Niederschlags läßt sich eine Untergliederung vornehmen. In das warmgemäßigte, sommertrockene Regenklima (Cs), das warmgemäßigte, wintertrockene Regenklima (Cw) und das warmgemäßigte, immerfeuchte Regenklima (Cf).


    Warmgemäßigtes, sommertrockenes Regenklima

    Dieser Klimatyp ist mit heißen und trockenen Sommern sowie mit kühlen und feuchten Wintern verbunden.

    Dort wo es zur Verlagerung der Luftdruck- und Windgürtel im Sommer die Subtropenhochs kommt und im Winter zur Verlagerung der Westwindzone.

    Dies ist der Bereich des Mittelmeer- oder Etesienklimas.

    Wolkenarmer Himmel und Mittagstemperaturen von 30 - 35°C sind im Sommer die Regel. Im Herbst, wenn die Wassertemperaturen des Mittelmeers auf Werte von 25°C angestiegen sind, setzten die Niederschläge ein.

    Es treten dann heftige Schauer und Gewitter auf bei den Kaltluftvorstößen.

    Im Winter und Frühjahr treten vielfach Warmsektorzyklonen mit Dauerniederschlag auf.

    Der Pflanzenwuchs zeigt sich durch über die beiden Jahreszeiten mit immergrüne Hartlaubgewächse wie Ölbäume, Korkeichen und Zypressen sowie in höheren Lagen das Dorngestrüpp.


    Warmgemäßigte, immerfeuchte Regenklima

    Die Gebiete warmgemäßigten Klimas und Niederschläge zu allen Jahreszeiten liegen im Bereich der Westwindzone der mittleren Breiten. Sie sind durch den ständigen Wechsel der Tief- und Hochdruckgebiete bestimmt.

    Überwiegend sorgt ozeanische Luft für die jahreszeitlichen Temperaturen ohne Extreme (kälter als -3°C) und ganzjährig auftretende Niederschläge. Sommergrüne Laubwälder geben der Landschaft das Gepräge. Trotzdem können auch Extremwerte auftreten.

    Die Böden der Klimaregion werden durch das absickernde Regenwasser ausgelaugt; ihre Farbe ist braun. Die chemische Verwitterung wird besonders durch die Feuchtigkeit und Wärme des Sommers sowie durch die Vegetation bestimmt und durch die Frostsprengung und Isolation.


    Gruss Marco

  • NOB57
    Gast
    • 20. Juni 2006 um 19:35
    • #5

    Trockenklimate

    Die Trocken- oder B - Klimate, die durch das Verhältnis von hoher Temperatur zu geringem Niederschlag gekennzeichnet sind, lassen sich untergliedern in Steppenklima (BSw) und Wüstenklima (BW).


    Wintertrockenes Steppenklima

    Mit zunehmender Entfernung vom Äquator verkürzt sich die sommerliche Regenzeit mehr und mehr, da die äquatoriale Tiefdruckrinne mit der ITCZ nur noch vergleichsweise kurzfristig diese Gebiete beeinflußt.


    Die Regenzeit schrumpf auf 3 - 5 Monate, die jährliche Niederschlagsmenge auf weniger als 500 mm bei gleichzeitig hoher Verdunstung. In manchen Jahren fällt so wenig Regen, daß Mißernten, Viehsterben udn Hungersnot die Folge sind.

    Die Jahres- und Tagesamplitude der Temperatur sind groß. In den Wintermonaten werden recht niedrige Temperaturwerte angetroffen, auch wenn Fröste nicht auftreten.

    Die Pflanzenwelt hat sich der langen Trockenperiode angepaßt. Entloses Grasbüschelland mit laubarmen Sträuchern kennzeichnet die Steppe. In der Trockenzeit verdorrt das Gras am Halm, in der Regenzeit dagegen ergrünnt und erblüht das Land.

    Nur an den Flußläufen, die jedoch in der Trockenzeit kein Wasser führen, können Bäume wachsen, sofern sie mit ihren langen Wurzeln das Grundwasser erreichen.

    Infolge der Insolation ist die mechanische Verwitterung und damit die Schuttbildung groß. Jedoch fehlt durch die Niederschläge die chemische Verwitterung keineswegs, so daß auch feinkörniger Boden entsteht.

    Das wintertrockene Steppenklima (BSw - Klima) wird u.a. in der Sahelzone, der Kalahari, der Prärie Nordamerikas, der Pampa Südamerikas und Teilen Indiens und Australiens angetroffen.


    Wüstenklima

    Das Wüstenklima (BW - Klima) ist eine Folge der subtropischen Hochdruckgürtel, in deren Bereich das Absínken der Luft z ueiner geringen relativen Feuchte führt.

    Trotz der hohen Einstrahlung und der damit verbundenen konvektiven Luftbewegung kommt es kaum zur Wolkenbildung, da einerseits der Sättigungsgrad der Luft infolge der hohen Temperaturen zu gering ist und andererseits das konvektive Aufsteigen durch überlagertes großräumiges Absinken gebremst wird.

    Blauer und wolkenloser Himmel mit ungeheure Lichtfülle mit Spiegelungserscheinungen in der flimmernden Luft (Fata Morgana) die Wüsten.

    Die sommerliche Mittagstemperaturen liegen zwischen 40 und 45°C, sogar bei 50°C. Nachts gehen die Werte in der Regel um 15 - 20 K zurück.

    Die jährliche NIederschlagsmenge liegt in den Kernwüsten im vieljährigen Durchschnitt unter 25 mm. Die Regenfälle sind nur sporadische Erscheinungen und treten oft nur in mehrjährigem Abstand auf.

    Kommt es jedoch zu Schauern, so sind sie so intensiv, daß die trockenen Flußläufe, die Wadis, kurzfristig zu reißenden Strömen anschwellen können, so daß man in der Wüste nicht nur verdursten, sondern in der Tat auch ertrinken kann.

    Die permanente Pflanzenwelt in den Wüsten besteht nur aus vereinzelten Dauergewächsen wie z.B. den Kakteen mit ihren Wasserspeichern.

    Daneben gibt es aber noch eine latente Flora, die nur nach den Regenfällen zum Vorschein kommt und die Wüste für wenige Wochen in ein Blütenmeer verwandelt.

    Die starke Erhitzung des Erdbodens am Tage und seine kräftige nächtliche Abkühlung führen zu einer starken mechanischen Verwitterung, der gegenüber die chemische weit zurücktritt.

    Blockschutt kennzeichnet daher die Wüstengebiete. Aus dieser Tatsache wird verständlich, daß Sandwüsten nur Ausnahmeerscheinungen sind und daß Schutt- und Felswüsten dominieren.

    Da die subtropischen Hochdruckgürtel in der Höhe der Wendekreise auftreten, sind dort auch zahlreiche Wüsten, die sog. Wendekreiswüsten, anzutreffen. Zu ihnen zählen auch die Sahara, die arabischen Wüsten, Tharr ( auf der Rückseite des Monsuntiefs), das kalifornische Todestal und die australischen Wüsten.

    Daneben gibt es noch einem anderen Wüstentyp, die Feuchtluftwüste. Zu ihm gehört die südamerikanische Atacama und die südafrikanische Namib. Beide sind Küstenwüsten an der Westseite des Kontinents. Die Ursache für ihre Bildung sind die kalten Meeresströme vor der Küste, also der Peru- bzw. der Benguelastrom.

    Gelangt die Luft vom Ozean auf ihrem Weg zum Festland über diese kühle Unterlage, so wird sie stabilisiert, d.h., es kommt in den unteren Schichten zu einer Abkühlung und zur Inversionsbildung.

    Der vertikale Wasserdampftransport bleibt auf die bodennahen Schichten beschränkt, so daß sich statt hochreichende Regenwolken nur flache Stratus- und Stratocumuluswolken entwickeln können.


    Statt kräftiger Regenfäll tritt nässender Nebel oder Hochnebel, tritt Sprühregen auf. Er kann die dünne Bodenschicht durchfeuchten.

    Die ab dann von der Sonne ausgetrocknet wird wieder.

    Dadurch verhärtet die Erdkruste, verkrustet die Erdoberfläche.

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