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Mit-mach-Projekt:"Einstellen der Systemempfindlichkeit"

  • Olivier
  • 9. September 2012 um 13:05
  • Erledigt
  • Olivier
    Gast
    • 9. September 2012 um 13:05
    • #1

    Hallo zusammen!

    In einem anderen Thema habe ich folgende Anregung in den Raum gestellt:
    "...
    Nicht jeder "Wetterfrosch" ist auch in dem Thema "Signalempfang" bewandert.
    Vielleicht findet sich jemand, der eine solche Beschreibung mal erstellen könnte. Wenn das Team von Blitzortung.ORG sein OK gibt, könnte diese Anleitung dann vielleicht auch in die verschiedenen Sprachen übersetzt werden
    ... "

    Ich habe daraus jetzt ein eigenes Thema gemacht und stelle hier als Startpunkt mal einen zusammengesetzten Textausschnitt aus meinen eigenen Beiträgen ein, mit der Hoffnung, da sich ein paar Leute daran beteiligen:

    --- SCHNIPP ---
    Nach Schirmung von Antenne, Verstärker- und Auswerteplatine und Anbringen von Ferritringen an den Kabeln, habe ich mich um die Verstärkung gekümmert.
    1. Schritt:
    An einem ruhigen Tag, ohne bzw. mit nur wenigen Gewittern, habe ich die Verstärkung voll aufgedreht und dann in kleinen Schritten so weit runtergedreht, dass im Log-File kein Störmodus mehr auftauchte.
    2. Schritt:
    Bei einem Gewitter in größerer Entfernung, habe ich die Verstärkung überprüft. Als maximalen "Empfangsradius" habe ich mir selbst den Wert von ca. 2000 km vorgegeben.
    Da man keine vorgegebenen Werte hat, habe ich mich auch hier wieder am Störmodus orientiert (es sollte kein Störmodus im Log-File erscheinen). Zusätzlich habe ich den Wert für Blitzquote (eigene Blitze/Gesamtanzahl Blitze) und Ortungsquote (eigene Blitze / gesendeten Signalen) im Auge behalten. Hier habe ich versucht einen Wert von 20 % zu erreichen.
    3. Schritt:
    Bei einem Gewitter in der näheren Umgebung (ca. 100 km) habe ich mich an der Anzahl gesendeter Signale, der Ortungsquote und Blitzquote orientiert. Der Störmodus ist heirbei nicht hilfreich, da er bei einem Gewitter in der Nähe angehen muss (andernfalls würde die eigene Station alle möglichen Signale von Vorentladungen bis zu den Mehrfachentladungen eines Blitzes an das Netzwerk senden, was ein ganz schönes "Dauerfeuer" ergeben würde). Zuerst habe ich die Verstärkung ganz runter gedreht und dann in kleinen Schritten (2 Umdrehungen) erhöht. Mit Hilfe der Stationsliste von blitzortung.org habe ich überprüft, ob sich meine Anzeige "Blitze/h" farblich verändert hat. Soweit mir bis jetzt aufgefallen ist, gibt es drei Farben, die ich so interpretiere:
    Schwarz: alles OK
    Orange: sehr viele Signale
    Rot: zu viele Signale
    Ich habe versucht meinen Wert bei der Farbe Schwarz zu halten. Gleichzeitig habe ich die Werte für Ortungs- und Blitzquote beobachtet und versucht einen Punkt zu finden, bei dem beide Anzeigen gleichzeitig den größten Wert erreichen.
    Dieser Arbeitspunkt erscheint mir als der beste für meine Station.
    Damit ich alles nachvollziehen kann, habe ich die verschiedenen Einstellungen am Poti mit Datum und Zeit notiert. Vielleicht kann man mit Hilfe des Log-Files und der Einstellungsliste noch ein besseres Feintunning durchführen.
    --- SCHNIPP ---
    --- SCHNIPP ---
    Es gibt die Blitzquote (= Anzahl Blitze einer Station / alle Blitze bei Blitzortung x 100%) und die Signalquote (= Anzahl Blitze einer Station / Anzahl Signale einer Station x 100%).
    Bei LightningsMaps.org (=MyBlitzortung) gibt es noch eine dritte Variante, die sich "Effizienz" nennt. Wie sich diese berechnen läßt, kann tobi besser erklären.

    Der Trick beim Einstellen einer TOA-Station ist, beide Werte gleichzeitig im Maximum zu haben. (Gar nicht einfach, da sich beide Werte gegenläufig verhalten: Blitzquote hoch -> Signalquote runter und umgekehrt)

    Beispiel:
    90 % Blitzquote und 5% Signalquote
    -> nicht so gut (Begründung: 95 % der Signal können keinem Blitz zugeordnet werden und belasten aber trotzdem den Server)

    5 % Blitzquote und 90% Signalquote
    -> ist zwar besser als Beispiel 1, aber immer noch nicht gut (Begründung: die Station könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Blitze orten. Je nach Standort der Station, gehen dem Blitzortungsnetzwerk vielleicht sogar ein paar Blitze "durch die Lappen")

    Was keinen Sinn macht:
    Wenn man versucht auch noch in 'zig Tausend Kilometer Entfernung Blitze zu orten. (Begründung: Beim nächsten Gewitter, dass in deine Richtung zieht, geht der Tracker sehr früh in den Störmodus und die Station sendet gar keine Signale mehr)

    Ganz wichtig bei den Einstellarbeiten:
    Beobachte die Einstellungen über mehrere Tage hinweg, bevor Du sie wieder änderst. Beurteilungen von gemachten Einstellungen sollten bei gleicher Gewitterlage stattfinden - andernfalls vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
    --- SCHNIPP ---

    Kritik, Anregungen und Erweiterungen erwünscht ...

  • SteinerB
    Gast
    • 11. September 2012 um 21:57
    • #2

    Hallo Oliver!

    Tolle Idee!

    Gerade für Einsteiger (so wie ich) ist eine detailierte Beschreibung über die Einstellung der Empfindlichkeit sehr wichtig.
    Meine Fragen am Start waren
    Macht es Sinn bei 3.000 Blitzen/h 10.000 Signale zu senden davon wurden aber nur 600 Blitze berechnet bzw erkannt?
    Wieviele Signale soll in etwa eine Station bei 3.000 Blitzen/h senden?
    Wieviele Signale verträgt der Server?
    Beim Start meiner Station sind Ortungen von über 2.000km dabei - Ist das ok und macht es Sinn?
    Ab wann soll eine Rahmenantenne geschirmt werden?

    Ich Denke Stations-Musterbeispiel wären da sehr von Vorteil z.B.
    1.000 Blitze/h Entfernung 300, 600 km zur Station. Wie würden da ideale Werte aussehen, nach denen man sich orientieren kann.

    Danke auch für Eure Antworten auf meine Frage "Blitze und Signale" Da wurde mir sehr geholfen.

    MfG Bruno

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