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1 Ferritstab insuffizient?

  • Guido Richter
  • 23. August 2011 um 12:17
  • Erledigt
  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 12:17
    • #1

    Hey Community,

    beim Betrachten der gemessenen Signale ist mir immermal aufgefallen, dass die grüne Linie schöne Schwingungen aufweist, die rote aber entweder zackig oder kaum aussschlagend dargestellt ist. Mithilfe von MyBlitzortung habe ich mir jetzt eine Windrose gebastelt und die Ausrichtung meiner Ferrite eingezeichnet. Kann jemand Erfahrenes sagen, ob sich daraus eine Insuffizienz eines Stabes ableiten lässt? Die Windrose zeigt die prozentuale Anzahl Blitze je Windrichtung (Farbverlauf) und die Gesamtverteilung aller Stationen im Netzwerk (orange Linie).

    Ich bilde mir ein, dass hier zumindest in Anbetracht vieler SW-Gewitter bei mir etwas nicht stimmt. Die müsste ich als "Ossi" eigentlich bevorzugt messen.

    Dateien

    windrose.jpg 112,87 kB – 115 Downloads
  • richo
    Gast
    • 23. August 2011 um 13:08
    • #2

    Looks like antenna 1 is inoperative.

    Can be a connection or amplifier.

    One of the wires to the antenna 1 has dropped of (OHM-meter over the terminals)

    /richo

  • tobi
    Gast
    • 23. August 2011 um 13:45
    • #3

    Das Diagramm ist ja mal echt spitze.

    Hast Du die Antennenausrichtung von MyBlitzortung übernommen? Es werden nämlich tatsächlich die Ferritstäbe dargestellt (das sollte ich wohl mal genauer kennzeichnen). Laut Deiner Grafik wäre dann Nummer zwei der "defekte", da ja immer senkrecht zum Stab die höchste Empfindlichkeit ist. Allerdings ist der rote Kanal die Nummer 1, deshalb bin ich grade etwas durcheinander.

  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 15:15
    • #4

    Ich habe von MyBlitzortung das Balkendiagramm der Richtungen genommen, mit Photoshop in Polarkoordinaten umgewandelt und dieses Bild dann genordet in GoogleEarth eingefügt, wo ich die Darstellung meiner Ferrite eingezeichnet habe. So entsteht ein korrekt ausgerichtetes Bild. Woher deine Software ohne diesen "Trick" die Ausrichtung einer Ferritantenne wissen will, bleibt mir unklar. Es wäre natürlich eine Idee, JPGraph zu einer Windrose zu bewegen und dem Nutzer die Option zu geben, seine Ferritausrichtungen einzutragen. Dann hätte jeder, der die Ausrichtung seiner Ferrite ermitteln kann (Kompass oder per Grobpeilung anhand von Häusern und Bäumen über Kartensoftware), Zugriff auf diese Auswertungsgrafik.

    Ich werde jetzt mal meine Antennen prüfen, vllt. finde ich etwas heraus. Wenn eine Antenne tatsächlich tot ist, dürfte danach die Messung noch perfekter sein. Grandios :) Danke btw euch beiden

  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 15:19
    • #5

    Ich seh gerade, es gibt jetzt "erweitert" bei MyBlitzortung. Vermutlich nutze ich nicht die aktuellste Version. Ich werde mal prüfen, ob die errechneten Ferritstäbe mit der Realität übereinstimmen.

  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 15:35
    • #6

    In der neuesten Version ist die Ausrichtung leider noch nicht angezeigt.

  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 17:50
    • #7

    So, ich habe jetzt die komplette Anschlussstelle neu gelötet, ordentlich gesäubert und beide Antennen auf Durchgang gemessen. Durchgang ist gewährleistet. Nach Anschluss aller Komponenten habe ich nun den selben Effekt immernoch. Die grüne Linie schlägt gut aus, die rote nur mäßig oder zackig.

  • Olivier
    Gast
    • 23. August 2011 um 18:15
    • #8

    Hallo Guido,

    hast Du schon folgendes probiert:
    Dreh mal die Antennen und beobachte, ob sich etwas am Signalbild ändert.

  • tobi
    Gast
    • 23. August 2011 um 18:25
    • #9

    Mir ging es nur darum ob Ferrit 1 auch wirklich Kanal 1 ist, weil Du ja sagst die rote Kurve sei verdächtig. Rot ist Kanal 1, habe sicherheitshalber nochmal nachgeschaut. Dann wäre in der Abbildung die Beschriftung vertauscht. Ob das jetzt auch wirklich mit den zwei Kanälen (A+B) auf dem Vorverstärker übereinstimmt, kann ich leider nicht sagen.

    Zitat von Guido Richter

    Woher deine Software ohne diesen "Trick" die Ausrichtung einer Ferritantenne wissen will, bleibt mir unklar.


    Durch pure Physik und Statistik: Wenn man das passende Signal zu einem Blitz hat (was MyBlitzortung über die Entfernung zum Blitz mit Hilfe der Lichtgeschwindigkeit herausbekommt), dann weiß man ja welcher Kanal den Blitz zuerst empfangen hat. Nun sucht man die Signale wo der Kanal kaum bis gar nicht angesprochen hat und weißt die entsprechende Himmelsrichtung des Blitzes zu (nur von 0 bis 180°). Der Mittelwert plus 90° entspricht in etwa der Ausrichtung des Ferritstabes.

    Das geht ganz einfach und automatisch im Userbereich wenn man als Hauptnutzer angemeldet ist unter "Antennen kalibrieren". Bei den Angaben nicht zu knausrig sein, Limit ruhig auf 10000 oder mehr. Bei der aktuellen Gewittersituation reichen ein paar Tage. Die "max. Entfernung" ist hauptsächlich für die Polaritätenberechnung, welche eh ne Sache für sich ist (momentan noch nicht so ernst nehmen).

    Zitat von Guido Richter

    Ich seh gerade, es gibt jetzt "erweitert" bei MyBlitzortung.


    Das könnte in Deinem Fall in der Tat hilfreich sein. Dieser Teil der Statistiken ist allerdings zugegebenermaßen etwas verwirrend :rolleyes:

    Zitat von Guido Richter

    Es wäre natürlich eine Idee, JPGraph zu einer Windrose zu bewegen


    Windrosen gibt es leider nur in der Pro-Version aber ich hab da ja eh schon mal was ähnliches programmiert. ;)

    Zitat von Olivier

    Dreh mal die Antennen und beobachte, ob sich etwas am Signalbild ändert.


    Wenn Du dann nicht 24h warten willst, hänge ein "&hours=1" an die entsprechende Diagramm-URL an und Du siehst das Ergebnis schneller.

    Hast Du schon mal die Klinkenbuchse am Vorverstärker bemüht? Der Fehler könnte ja auch an der Verbindung zum Eval-Board liegen. Wenn Du auf beiden Kanälen in etwa die gleichen Störungen/Signale hörst, dann wird es wohl eher daran liegen (Kabel, Stecker, Buchsen).

    Viel Erfolg!

  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 20:45
    • #10

    Mal eine Frage - wo müssen bei den älteren Platinen die Knoten-Enden der Antennen dran? Habe noch einen PreAmp mit nur 4 Lötstellen. Aktuell sind die Knotenenden (heiße Kabel, die von innen kommen) an den jeweils äußeren Anschlüssen, die Durchgang zum Kondensator haben. Komischerweise orte ich seither so gut wie gar nichts.

  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 22:02
    • #11

    Anbei eine Grafik mit den Ergebnissen meiner heutigen Tests. Ich habe die Anschlüsse in verschiedenen Kombinationen getestet und hoffe, dass vielleicht jemand etwas daraus ablesen kann. Die Punkte an den Leitungen stellen die Knoten dar. Das Board selbst wäre links von den Anschlüssen positioniert (wichtig, wegen Anschlüssen).

    Aus Laiensicht würde ich sagen, dass mein Board einen einseitige Knacks hat, da immer der rote Kanal zackig erscheint - also unabhängig vom Antennenanschluss. Erstaunt war ich, dass mit diskonnektierter Antenne bessere Signale reinkommen.

    Dateien

    blitze copy.gif 50,41 kB – 107 Downloads
  • Guido Richter
    Gast
    • 23. August 2011 um 22:05
    • #12

    @tobi - Vergleich Realität << vs >> Berechnung MyBlitzortung...das haut noch nicht ganz hin ;)

    Dateien

    windrose.gif 107,36 kB – 46 Downloads
  • Guido Richter
    Gast
    • 24. August 2011 um 05:01
    • #13

    Jetzt habe ich neuerdings das "Sekunden-Problem", obwohl mein GPS-Kabel geschirmt und wesentlich weiter entfernt liegt als zuvor. Ich bin nun also Mitglied im Club der PPS-geplagten und warte auf eine Lösung. Aktuell leider Interferencemode bei 1/2 Verstärkung - echt schade um die Daten! Man sieht genau, dass auf jedes Blitzsignal ein paar GPS-Störungen kommen, die dann sofort Interferencemode auslösen.

  • jimjack
    Gast
    • 24. August 2011 um 07:08
    • #14

    Hallo Guido,

    Deine Signale sehen mir fast nach Fehler im Vorverstärker aus, Richo hatte das, glaube ich, schon einmal erwähnt,

    VG
    Steffen

  • tobi
    Gast
    • 24. August 2011 um 08:08
    • #15
    Zitat von Guido Richter

    @tobi - Vergleich Realität << vs >> Berechnung MyBlitzortung...das haut noch nicht ganz hin ;)


    Dass das Ermitteln der Ausrichtungen perfekt funktioniert habe ich ja nie behauptet :D . Allerdings ist ja gerade der rote Stab nicht korrekt erkannt worden, also da wo auch die Fehler auftreten. Ich vermute es wurden hierzu einfach nicht genug Blitze gefunden - ein paar hundert oder tausend sollten es pro Kanal schon immer sein.

    Die grüne Antenne ist dagegen im grünen Bereich. Eine Abweichung von +/- 5° ist durchaus drin. Selbst mit einem Kompass ist man da kaum genauer, auch nicht mit so einem mit eingebauten Telefon (-> iPhone4).

    Zitat von Guido Richter

    Jetzt habe ich neuerdings das "Sekunden-Problem", obwohl mein GPS-Kabel geschirmt und wesentlich weiter entfernt liegt als zuvor.


    Die Sekundenplopps sind ein Softwareproblem. Update auf Firmware 29 vollbringt hier wahre Wunder.

  • Guido Richter
    Gast
    • 24. August 2011 um 14:58
    • #16

    Ok, ich beantworte mal nach der Reihe:

    1# Gibt es einen schnellen Link zum Beitrag von richo?

    2# Die Ausrichtung der Antennen müsste jetzt passen, da beide Kanäle in dem Erweitert-Reiter ganz gut erkannt werden

    3# Ich habe leider keine Hardware für ein Firmware-Update. Wie löst ihr das?

  • Sascha70
    Gast
    • 24. August 2011 um 22:19
    • #17
    Zitat von Guido Richter


    3# Ich habe leider keine Hardware für ein Firmware-Update. Wie löst ihr das?

    Egon kontaktieren, er schickt Dir die neue Version (Controller) zu , nach dem Austausch schickst Du deinen Alten wieder zurück.

  • Guido Richter
    Gast
    • 30. August 2011 um 10:43
    • #18

    Kann aus meinen Signalexperimenten (siehe oben) jemand ableiten, ob es eher ein Antennenproblem ist oder ein Platinenproblem? Falls es ein Antennenproblem ist, würde ich mich an einer Rahmenantenne versuchen und die Ferritstäbe veräußern. Falls nicht, müsste ich mal die Platine checken.

  • tobi
    Gast
    • 30. August 2011 um 17:31
    • #19

    Aus meiner Sicht ist es eher ein Problem mit dem Vorverstärker, als mit den Antennen. Bei den von Dir gezeigten Signalen ist die Antennenkonfiguration von Spalte 1+5 sowie 3+4 gleich (die Knoten mal außer Acht gelassen). In beiden Fällen ist immer der grüne Kanal der dominante. Um eine sichere Aussage zu Treffen ist die Anzahl der Signaldiagramme jedoch zu gering. Der Signalverlauf oben in der Mitte ist beispielsweise bei beiden Kanälen nahezu perfekt, die Zacken sind ja nur die Eigenfrequenz der Antenne und werden später herausgefiltert. Sind eigentlich alle Signale als Blitz ausgewertet worden? Wenn nein, dann überprüf das doch nur mal bei solchen Signalen, die einem Blitz zugeordnet worden sind (geht mit MyBlitzortung ganz einfach).

    Mein Tipp: Mess doch mal die Vorverstärkerplatine durch bzw. schau Dir die Lötstellen an (Rot ist wahrscheinlich = Kanal A). Es sind ja praktischerweise zwei identische Signalwege auf der Platine wo Du direkt vergleichen kannst. Mess auch mal den Widerstand der beiden Trimmer und dreh denjenigen beim defekten Kanal mal weiter auf. Auch der Trick mit dem Kopfhörer kann helfen.

    Wenn es die Vorverstärkerplatine nicht ist, dann käme übrigens auch noch der Komparator auf dem Eval-Board in Betracht (LM339).

    Was sagt eigentlich die Statistik in MyBlitzortung wenn Du unter Erweitert nur einen Kanal betrachtest?

    Zur Sicherheit noch ein Disclaimer: Eine Garantie auf die richtige Auswertung durch MyBlitzortung kann ich natürlich nicht geben. 8)

  • Guido Richter
    Gast
    • 30. August 2011 um 18:00
    • #20

    Ich habe soeben die Firmware 29 eingefügt und werde mal den Vorverstärker durchmessen. Mal sehen, ob ich irgendwas auffälliges finden kann. Dumnmerweise geht jetzt mal wieder die Umstellung auf 19200 Baud nicht, obwohl es vorher schonmal damit lief. Wahrscheinlich ist wieder irgendwo ein Kabel locker.

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