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Hat die Natur keinen bock mehr auf den Frühling?

    • Allgemein
  • wv4
  • 8. Mai 2011 um 09:20
  • wv4
    Gast
    • 8. Mai 2011 um 09:20
    • #1

    Als erstes hoffe ich, dass ich hier in diesem Thread-Bereich richtig bin, ansonsten bitte verschieben - Danke!

    Seit (gefühlten) einigen Jahren hat die Natur offenbar keinen bock mehr auf den Frühling!?

    Das schreibt wetter.info:

    Zitat

    Der Frühling fällt aus - der Sommer ist da!
    Noch in der Nacht zum Donnerstag herrschte örtlich strenger Nachtfrost mit bis zu minus zehn Grad. "Doch jetzt haben wir bereits Sommerfeeling in Deutschland", sagte Sven Plöger vom Wetterdienst Meteomedia gegenüber wetter.info. Und daran wird sich in den kommenden Tagen auch nichts ändern, so der Meteorologe. Zwar steigt ab Montag die Gefahr von einzelnen Wärmegewittern im äußersten Westen. Zuvor brennt aber wieder die Sonne runter, und fast überall fällt bis Dienstag die 25-Grad-Marke.Am Sonntag präsentiert sich das Wetter genauso sommerlich wie tags zuvor. "Wenn überhaupt, dann schieben sich nur hohe Schleierwolken vor die Sonne", sagte Plöger. "Diese bestehen aus Eiskristallen, da kommt die Sonne trotzdem durch", erklärte der Wetterexperte. Es wird dann höchstens etwas milchig am Himmel.
    (c)

    Wie gesagt ist es mir schon mehrmals aufgefallen - und bestimmt auch euch! ?(

    Ich könnte mir vorstellen, dass einige Menschen diese schnellen Wechsel zu kalt/warm körperlich nicht sonderlich gut tut.
    Gibt es eigentlich gesicherte Hinweise darauf, dass der Frühling sowie der Herbst immer öfter "aus fällt"?

    Grüße!

  • M2 Sturmwetter
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    • 8. Mai 2011 um 10:51
    • #2

    Die letzten Jahre um 2007 oder so kam diese Lage nicht allzu selten vor. Es gibt vergangene Jahre laut historischen Hinweisen, die ähnlich waren. Für mich also nicht direkt ungewöhnlich. Diese Hochdrucklagen stehen aber im Zusammenhang mit dem jeweiligen Trögen über dem Atlantik u. die Advektion von stabilisierenden Faktoren die diese Hochdrucks aufwölben u. erneuern. Aufgrund dessen da auch die subtropischen Luftmassen derzeit etwas weiter verschoben sind über dem Mittelmeer u. die Erwärmung aus Afrika ... sich weit bis in große Höhen der Hochatmosphäre über die Troposphäre auswirkt.

    Derzeit befinden wir uns auch in einem negativen Modus der NAO / AO u. ebenso Pendeln die Mitteleuropa - Westeuropa - Indexe hin u. her. Die Sonnenaktivität spielte ebenso eine Rolle. Ebenso die Schwankungen vom Pazifik / ENSO (El / La - Nina ...) über 10 Jahre o. 5 Jahre. Daneben spielt die PDO eine Rolle im nördlichen Pazifik. Allgemein wirken diese Schwankungen als Grund für den Klimawandel der letzten Jahre hinweg. Äußere Einflüsse bestimmen mit wann es zum Umschwung von warm zu kalt kommt.

    Derzeit bestimmt La Nina die Phase noch, dazu zeigt sich eine nördliche Frontalzone u. vermehrt Hochdrucklagen, eine nördliche ITC (Konvergenz in den Tropen) u. ein verstärkter Subtropenjet bis von den USA zum Atlantik o. den Azoren mit Einfluss auf unser Wetter im äußeren Bereich. Ebenso werden andere Schaltzirkulationen beeinflusst durch Wasser u. Land den Temperaturunterschied der auf die Frontalzone aus den Luftmassen wirkt. Man kann derzeit zunehmend mehr Hochdruckgebiete verfolgen über der Nordhalbkugel bis vom mittleren Rand der Subtropen nach Nordamerika - Europa - südlichen Asien usw.

    Übrings ist die AO - NAO derzeit etwas positiver über dem Atlantik im Norden u. vor Westeuropa mit Regenfällen u. Gewittern, gelegentlich sieht man Sturmtiefs kurzzeitig auftauchen. Hier sind stärkere Kontraste der Luftmassen ... u. des Höhenwindes an der Frontalzone, ebenso kann es Luftmassen bei uns geben die durch Tröge o. so aktiviert werden (Bodenfrontalzonen). Bei uns herrscht ein Klima was feucht - kühl - trocken - warm usw. durch die Lage zum Kontinent im Osten u. den Küsten wie auch vom Nordwestenraum von der Nordsee - Biskaya erklärt wird mit hohen Temperaturen u. Hitze in Afrika mit einem noch immer kühlen Gebiet im Nordosten Europas (da auch Tiefdruckgebiete) u. nur allmählich Einsinken von warmen Luftmassen durch die lange Abkühlung.

    Da Asien lange Zeit kalt war u. Schnee bedeckt u. von Tiefs u. Hochs beeinflusst wurde u. einem Riesen Hoch über Süd- u. Ostasien bis fasst nach Russland kann diese Abkühlung nur langsam unterbunden werden. Dank sind daraus große Tröge über Osteuropa u. Westeuropa u. eine Entstehung von Omegahochs durch Advektion entlang auch der kräftigen Jets im Westen u. der starken Aufheizung über Südwest- u. Südeuropa aus Afrika auch her.

    Derzeit ändert sich dieser Modus zu trocken u. viele Hochdrucklagen nicht, wohl aber erst über dem Juni 2011 da könnte die großräumige Blocklage langsam umkehren sich. Sicher ist es aber erst später. Über Südeuropa wird die Trockenheit u. möglicherweise wieder ein heißer Sommer auftreten wie Jahre zuvor schon u. könnte in etwa auch bei uns möglich sein. Die Wellenberge liegen derzeit zwar nicht sehr nahe bei uns, sollten aber im Verlauf etwas heranrücken.

    Der Polarwirbel ein Tief bewegt sich nun langsam von Kanada allmählich weg, Grund auch für die Tornados . Die Konstrate sind derzeit etwas schwächer u. durch die Hochdrucklagen unterbunden.

    Gewitterprognose/Wetter/Winterwetter/Link: Nowcast (sehe auch Wetter - Board Nowcast)

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  • M2 Sturmwetter
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    • 8. Mai 2011 um 11:33
    • #3

    Ich erinnere mich aber daran, da der Frühling o. die Aprilwetterlagen meist immer anders waren als heute. Derzeit fehlen oft die uns typischen Wetterlagen die aus West kommen u. die typischen Umkehrschwankungen aus Nordwest u. Nord über die Dipole die es hier in Mitteleuropa u. zu Arktischen Oszillation gibt. Man sieht daran das der Klimawandel, auch ohne Menschen weiterhin abläuft nach einem Schema die bestimmten Zyklen folgt. Die Niederschläge waren oft mehr als häufige Schauer im April u. deren Wetterwechsel zusehen, was aufgrund derzeit von fehlenden Implusen die etwas abgefallen sind zu erklären auch sind. Sowie Temperaturschwankungen mit Abkühlung u. etwas verzögerter Erwärmung.

    Dipole sind in der Atmosphäre steuernde Tief- u. Hochdruckzentren wie Islandtief - Azorenhoch - Neufundlanddrucksysteme (entweder ein Hoch o. Tief) - Asienhoch u. weitere über Afrika u. Südwesteuropa usw. die unsere Wetterentwicklung entscheidend beeinflussen. Ebenso führt en Aleutentief westlich von Nordamerika zu unterschiedlich verstärkte Jetsterams was wiederrum das Islandtief beeinflusst. Ebenso beeinflusst die Temperatur vor der Ostküste der USA u. des Atlantiks bis Grönland ... die Tiefdrucktätigkeit u. Temperaturanomalien durch Meeresströmungen ... bei uns die Zirkulation. Abhängig die Vierdrucksituation von Islandtief - Azorenhoch u. dem Drucksystem Neufundland - Bermudas die mit bestimmen über die AO ob wir milde Winter u. ein stärkeren Polarwirbeltief bekommen. Äußere Faktoren wie die Meere u. Zentren die auf die Wettersysteme weltweit wirken, sind bedeutet für Wetterentwicklung woanders u. haben eine Ursache für anomale Wetterstörungen ...

    Ich erinnere mich an schöne Auflistungen von Hubertus, davon kann man schon noch weiter solches Wetter erwarten die Jahre die kommen. Aber mal sehen was genau sich zeit.

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  • Sprite01
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    • 8. Mai 2011 um 18:39
    • #4

    Irgendwie habe ich das Gefühl es geht immer mehr ins Extreme.
    Ganz Trocken,
    Ganz Nass,
    Ganz Warm,
    Ganz Kalt,
    .
    .
    .

    Grüße aus dem Süden von Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)
    Dirk

    ..... nicht "meckern und motzen", sondern "machen und klotzen" .....

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