Ich möchte hier über den Aufbau meiner TOA-Station berichten. Ich hab' keine Ahnung wo das hinführen wird, aber nachdem es heute schon recht gut gelaufen ist, bin ich guter Dinge ...
Bestandsaufnahme
Zuerst wurden alle Lieferungen auf Vollzähligkeit (gem. Stückliste von blitzortung.org) geprüft. Danach wurde das nötige Werkzeug "zusammen gesucht".
Als da wären:
- Seitenschneider, klein
- Flachzange, klein
- Klemmpinzetten
- Minischraubstock
- Lötkolben, Lötzinn und Entlötpumpe
- Meßgerät
Vorbereitung
Alle Bauteile für eine Platine wurden zusammen gestellt. Hierzu habe ich die entsprechende Bestückungsliste ausgedruckt und auf ein Stück Styropor befestigt. Dann wurden die Bauteile in die Spalten der Bestückungsliste gesteckt. Dabei konnte ich vor dem Aufbau nochmal die Bauteilmengen und -werte prüfen. Die Platinen habe ich mit Verdünnung und einem weichen Tuch abgerieben, um einen evt. Fettfilm oder andere nicht sichtbare Verunreinigungen von den Lötstellen zu entfernen.
Platinenbestückung
Zuerst habe ich Bauteile mit der kleinsten Bauhöhe eingebaut (Dioden), danach kam die nächstgrößeren Bauteile (Widerstände) und so weiter. Das habe ich gemacht, damit die Klemmpinzetten immer ihren Dienst störungsfrei verrichten können. Mit der Flachzange werden die Anschlußdrähte im rechten Winckel so gebogen, dass dass Bauteil mittig seine Position auf der Platine einnimmt. Mit der Klemmpinzette wird das Bauteil fixiert und die Anschlußdrähte vor dem Löten abgeschnitten. Danach erst habe ich das Bauteil gelötet. Obwohl die Platine gereinigt wurde, kam es manchmal vor, dass das Lötzinn nicht durch das Loch auf die Vorderseite durchkam. Also habe ich jede Lötstelle auf vollständige Verzinnung (Rück- und Vorderseite) überprüft und wenn nötig auf der Vorderseite nachverzinnt. Bei den IC-Fassungen geht das natürlich nicht, aber dort sind die Lötaugen so groß, dass das Lötzinn gut verlaufen ist. Die Kondensatoren und Spulen habe ich ohne Klemmpinzette verbaut. Hier habe ich die Anschlußdrähte auf der Platinenrückseite im 45°-Winckel so abgebogen, dass das Bauteil mit genügend Abstand zur Platine sitzt, um ein Nachlöten auf der Vorderseite noch zu ermöglichen. Platinendurchgänge, die die zwei Leiterbahnenschichten von Vor- und Rückseite verbinden, habe ich sicherheitshalber auch nochmal verzinnt. Alle Bohrungen haben soweit gepasst - nur beim Kopfhöreranschluß musste mit etwas sanfter Gewalt nachgeholfen werden.
Nach dem Löten
... habe ich nochmal die Lötstellen in Augenschein genommen, um evt. "kalte Lötstellen" oder ungewollte Lötzinnverbindungen zu finden. Nach dem Einstecken der ICs habe ich die Schaltung einer "kleinen" Funktionsprüfung unterzogen: an einem der Antennenanschlüße habe ich einen ein Meter langen Draht angeschlossen und mit Hilfe des Kopfhörers gelauscht. Das Rauschen wurde beim berühren der Antenne lauter. GUT SO, die Schaltung macht schon mal was ... Dann wurde mit Hilfe des Potis die Verstärkung verändert. Und tatsächlich wurde das Geräusch lauter bzw. leiser. Mehr konnte ich ohne Auswerteplatine nicht testen ...
Die Verstärkerplatine wird die Werkstatt erstmal verlassen ... ![]()