Hallo- anbei ein Artikel in derLokalzeitschrift " Lausitzer Rundschau " von Senftenberg vom 25.02.2010 Großkoschener will im Starenkasten spionieren
Großkoschen : Das geheimnisvolle Leben einer Starenfamilie in ihrem Nistkasten möchte der Großkoschener Klaus Hirsch per Infrarotkamera und Fernseher in den kommenden Monaten beobachten. Daraus soll ein Film entstehen.
Alles ist gut vorbereitet. Den Nistkasten, der sich hoch in der Fichte vor seinem Haus befindet, hat Klaus Hirsch selbst zusammengezimmert, die kleine Infrarotkamera eingehangen und einen extra Fernseher besorgt. Nur die Vögel fehlen noch. Zwar hat der Großkoschener Bergbauingenieur im Ruhestand die ersten Stare dieses Jahres am 14. Fe bruar beobachtet, drei Tage später als 2009, doch in seinem Nistkasten wohnt noch niemand. Klaus Hirsch hofft, dass in den hellen Kiefernholzwänden in den kommenden Wochen eine Starenfamilie ein neues Zuhause finden wird. Schließlich beabsichtigt der 70-Jährige, die „schwarzen Erntehelfer“, wie die Stare wegen ihrer Vorliebe für Kirschen scherzhaft genannt werden, über mehrere Monate zu beobachten und ihr Leben zu studieren.
Vier Zentimeter misst seine Infrarotkamera im Durchmesser, die aus dem eigentlich finsteren Nistkasten taghelle Bilder per Funksignal auf Hirschs Fernsehapparat übertragen soll.
Der Großkoschener interessiert sich besonders für „Liebesrituale“, die Brutzeit und natürlich die Aufzucht der Jungen. In vergangenen Jahren hatte er bereits beobachtet, wie ein Starenmännchen seinem Weibchen ein Gänseblümchen im Schnabel mitbrachte und in den Nistkasten legte. „Jetzt möchte ich wissen, wie Frau Star darauf reagiert“, sagt Klaus Hirsch augenzwinkernd.
Seines Wissens nach handelt es sich um ein deutschlandweit wohl einzigartiges Vorhaben. Der 70-Jährige will aus den Bildern einen Film zusammenschneiden. Sogar der MDR habe bereits angefragt.
Von Torsten Richter ( Veröffentlichung erlaubt ) Gruß Klaus ! ![]()