Warm anziehen, in tieferen Lagen und im Gebirge bitte Vorsicht auch wegen Verkehrsbehinderungen und Glättegefahr, Schneeglätte oder Verwehungen.
Die Hochdruckzone verlässt derzeit Nordwestdeutschland bis zum Harz die Gebiete über die Ostsee mit etwas Sonne oder Bewölkung, wolkenlosen Himmel und Nebel. Von den Alpen nähert sich bereits eine Genuazyklone mit Regen, Schnee und Sturmböen an. Derzeit fällt noch abgeschwächter Regen über Süddeutschland bis zum Harz südlich und vereinzelt ab und an in Brandenburg, in der Schweiz und dem Alpenraum fällt bei 400 bis 1500 m zum Donnerstag verstärkt auch Schnee. Zwischen einem Langwellentrog der derzeit über Westeuropa von den Britischen Inseln zum Mittelmeer reicht, fließt arktische Kaltuft, dennoch abgeschwächt in höheren und mittleren Schichten mit Absinktendenz in diese Gebiete nach Deutschland in den westlichen Raum. An der Frontalzone im Osten und Süden entwickeln sich im Osten Regengebiete und im Westen bis Südwesten Schneefallzonen. Diese Mittelmeerluft fällt in in mittleren Schichten durch Erwärmung von
Süden und Südosten und wird advektive Prozesse und Föhneinflüsse erwärmt.
Die warmen Luftmassen gleiten über die kalten Luftmassen im Gebirgsbereich nach Westen und zum Harz, hier kommt es zu starken Hebungen in der Jetachse und bei hoher Feuchte zu kräftigen Niederschlägen. Im Bereich des tiefen Drucks im Westen und im Süden sowie des hohen nach Osten kommt es zum Absinken der Troposphäre bis unter 925 hPa. Dabei sickert schwere Kaltluft bis in tiefe Schichten.
Verlauf am Donnerstag
Da schon kältere Luftmassen in tieferen Höhen vorliegen und turbulente Vorgänge nach Osten und Niederschläge mit Abkühlung kältere Luft nach unten mischen können über Schnee noch stärker abkühlen. Es bilden sich einzelne Kaltluftseen. Unter dem Tropfen in der Höhe in Westeuropa und im Westen Deutschlands sinkt die Troposphäre etwas ab. Im Bereich der tieferen Regionen oder im Gebirge können die Temperaturen auf -2 oder bis -4°C sinken. Insgesamt wird es zum Freitag in Deutschland im Umkreis der Gebirge bei 0 bis 1°C kälter. Nur in Polen und im äußeren Norden an den Küsten ist es etwas wärmer. In der Nacht zum Freitag sind vom Harz bis zum äußeren Nordteil Deutschland bis unter 200 m oder 0 m möglich. In den östlichen Mittelgebirgen und am Harz, Erzgebirge, dem Riesengebirge, Schlesien kann es sehr stürmisch werden mit schweren Sturm (teils orkanartige Böen). Im Bereich der Ostsee muss nachmittags bis Freitag gegen 01 Uhr mit Sturm oder schwere Sturmböen gerechnet werden und Erhöhung des Wassers. In Schleswig, Sachsen - Anhalt, Mecklenburg, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen ist es windig. Im Rest nur schwachwindig. In der Nacht zum Freitag sind die tiefen Temperaturen auch vor allem durch einen Bodenkeil (leicht in der Höhe sichtbar) aus Teschechien zu erklären der im Bereich des Absinkens entsteht. Der Wind dreht im Gegenuhrzeigersinn nach Nordosten im Umfeld eines Tiefs und zum Keil im Uhrzeigersinn und dem Trog im Westen gegengesetzt. Die Schneemengen werden um die 7 bis 12 cm oder darüber auch liegen in Hochlagen der Gebirge von Südwesten, über die Rhön zum Brocken liegen.
Konvektiver Schneefall im Gebirge, höhere und tiefere Hochlagen und Berglandregionen und etwas im Bereich des Flachlands, sehe Schneeoutlook unten, Prognose von 06 - 22 Uhr am Donnerstag. Zusätzlich Niederschlagsprognose in Prozente.
Gruss Marco