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Wolken, Graupelgewitter an der Nordsee, später Schnee in der Schweiz (Donnerstag Unwetterpotential in Polen) 28.10.08 +2 Tage

    • Europa
  • M2 Sturmwetter
  • 27. Oktober 2008 um 20:01
1. offizieller Beitrag
  • M2 Sturmwetter
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    • 27. Oktober 2008 um 20:01
    • #1

    Ein langwelliger Trog hat sich bis Dienstag bis nach Spanien ausgeweitet und führt Kaltluft vom Nordmeer in 850 und mittleren Schichten weiter zu uns. Ein schwaches Zwischenhoch (bildet ein Ableger aus Frankreich aus einem vorstoßenden Bodenkeil) entsteht kurzzeitig über der Mitte Deutschlands, dieses ist aber bis in große Höhen kaum anwesen. Gehobene Luftmassen verlaufen noch von den Alpen, Süddeutschland, Erzgebirge ins südliche Brandenburg. Dieser Regen schwächt bis zum späten Nachmittag stark ab, dennoch bei Norditalien formiert sich östlich der Frontalzone im Grenzbereich der Luftmassen eine neue Zyklogenese zum Tief was dann über Süddeutschland südöstlich zum Erzgebirge zu Nacht auf Mittwoch zieht nach Polen. Mittwochabend entsteht wieder ein Tief über den Alpen und zieht über Süddeutschland, zum Erzgebirge und nach Ostbrandenburg rein (es kommt zu kräftige Niederschläge über dem Süden, Erzgebirge, Ost- und Nordostdeutschland). Im südlichen Sachsen - Anhalt zum frühen Morgen des Dienstags vereinzelt noch Schauer.

    Ungefähr ab dem späten Mittwochabend muss mit Schneefälle in 600 m über die Westalpen, Schwarzwald und Schwäbische Alb. Im Laufe des Donnerstag schieben sich die Schneefälle in 400 m über Südwestdeutschland zu Mitte vor und erreichen das Erzgebirge. Im Laufe des Donnerstag wird die 850 hPa - Fläche in den Karten auf 130 bis auf 124 gpdm abfallen, somit eine Schneefallgrenze von 470 m erreicht werden. Möglich wäre ein durchsetzen von Schnee auch im Flachland bei 1°C, da doch durch die Näase frieren könnte und der Schnee etwas liegen bleibt. Vor allem wäre dies in Süd- und Ostdeutschland der Fall. Diese Schneeflocken sind aber nur vorrübergehend. Donnerstag und Freitag bis Samstag ist es deutlich kälter.

    In der Nacht zum Dienstag werden es 3°C im Nordwesten, bei Niedersachsen und Hessen um die 4°C, mit 5°C im Osten und 7°C im Süden. Tagsüber erreichen wir 7 bis 9°C. Tagsüber bleibt es bewölkt oder bedeckt, nach Nordwesten lockert es auf, hier sind einzelne kräftige Graupelschauer und Gewitter möglich.

    Der Wind aus West weht am Dienstag schwach oder nur leicht zunehmend aus West in mittleren Höhen und weiter nach unten drehend und am Boden besonders im äußeren Norden leicht zunehmend, aufgrund eines Zwischenhochs.

    Ab der Nacht zu Donnerstag nimmt der Wind in Sturmstärke in den Alpen, östlich in Österreich, Teschechien zu und erreicht bis zum Vormittag auch Polen/Brandenburg/Berlin/Mecklenburg. In seinem Vorfeld entlang der Frontalzone im Osten Deutschlands und einem Jet in der Höhe muss vor allem bei turbulenten Vorgängen mit starken Böen in Brandenburg und auch schwere Sturmböen in Mecklenburg/Nordbrandenburg/Polen gerechnet werden. An der Ostseeküste sind Böen in Sturmstärke oder schwere Böen drin. In höheren Bereichen treten in Nordostpolen orkanartige Böen zum Freitag auf. Dazu muß wohl von Mittwochabend an mit Gewitter in den Alpen südlich und später in Teschechien, hinterher in Polen mit starke Gewitter gerechnet werden bis Donnerstagmittag. In Polen kann durchaus ein Unwetterpotential durch starke Gewitter oder Hagel und starken Niederschlag gegeben sein und rotierende Aufwinde.

    Zusatzprognose für Donnerstag

    Am Donnerstag bereitet sich nach der Modelllage derzeit verbreitet Niederschlag in leichter oder etwas verstärkt über ganz Deutschland aus, dazu kann es vielleicht einzelne Schneeflocken auch geben, nachts wird zum Freitag in Rheinland - Pfalz/Hessen, zu Mitte, bis nach Sachsen - Anhalt kälter bei -0 bis -5°C. Es wird mit gefrierender Nässe zurechnen sein und Glätte. In Sachsen - Anhalt kann es am Donnerstag auch einzelne Böen geben (hier noch nicht klar ob dies sich bis zum Sturmböen auswächst).


    Wetteraussicht Karte 7/rot enthält Vorhersage für die kommenden Stunden, für den 28.10.08 Zusätzlich erfolgt die zweite Warnung über (TNR/Watch/Warning) ab Mittwoch bis Freitag, erste Stufe ist bereits schon erfolgt. Wer will kann ja schonmal sich die erste Verfassung anschauen.

    Dateien

    EU_JET-300.gif 70,69 kB – 11 Downloads Karte7.GIF 30,5 kB – 11 Downloads

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    • 27. Oktober 2008 um 20:42
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Wird Zeit, dass sich wettertechnisch mal was tut. Zur Zeit ist Börse interessanter. :D

    Gruß

    Patrick

    • Nächster offizieller Beitrag
  • M2 Sturmwetter
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    • 27. Oktober 2008 um 20:43
    • #3

    Ja die Börse interessiert mir auch mehrere Tage schon. Gruss Marco

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    • 28. Oktober 2008 um 19:23
    • #4

    Schade das ich keine VW Aktien habe! :D

    Gruß
    Uwe

    :wolkenlos: Gruß Uwe

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    • 28. Oktober 2008 um 19:35
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Passt zwar hier nicht her, aber ich kenne jemanden, der hatte 2001 ganz viele für Ausgabepreis um die 50 Euro geordert. Wenn er sie heute verkauft hat, dann kann man nur gratulieren.

    Gruß

    Patrick

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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    • 28. Oktober 2008 um 19:48
    • #6

    Der Langwellentrog der von Nordeuropa nach Südwesteuropa verläuft tropf zu einem Höhentief dort bei der Iberischen Halbinsel ab. Über Spanien, Südfrankreich und dem Mittelmeer liegt dann eine hochreichende Zyklone. Bei der südlichen zyklonal verlaufenden Höhenströmung mit Strömungsverlauf Süd wird eine Randtiefbildung ständig erneut bewirkt die bei Teschechien weiter nach Polen und die Ostsee auch ziehen. Diese Tiefs bilden sich im Lee der Alpen günstig aus. Vor allem in den Gebirgen nach Osten und Nordosten wird es stürmisch mit teils sehr kräftigen Sturmböen am Donnerstag bis Freitag. Die Warmluft schiebt sich hier über die kalte Luft im Westen. Dazu wird auch ein Sturmtief im Nordosten Deutschlands entstehen.

    Insgesamt wird sich ein Schnee- und Regensturmtief entwickeln auf den Weg am Donnerstag nach Nordostdeutschland. In Polen gibt’s dazu ein Donnerwetter (Gewitter). Die Niederschläge sind mit einer sehr großen Warmfront verbunden. Über Polen trift die Kaltfront ein mit Ausbildung von Gewittern. Die stärksten Niederschläge werden im Bereich einer Okklusion erwartet über dem Donnerstag.

    Allmählich Regenfälle und Schnee in höheren Lagen/den tieferen Niederungen. Von Spanien, bis nach Norditalien, Teschechien verläuft nach Polen und Sibirien eine lange Frontenkette, wo sich die nächsten Stunden in der Polarfront Zyklonen mit kräftige Frontensysteme entwickeln die dann über Süddeutschland nach Teschechien und Polen sich auf den Weg machen. Dazu kann es auch zeitweise windig im Gebirge oder auch im Flachland werden. Windig würde es dann im östlichen Gebirgsgebieten von Süddeutschland, Teschechien, Sachsen - Anhalt und Thüringen, Sachsen und auch in höheren Bereichen über Norddeutschland zugehen. Bei den Turbulenzen können auch Sturmböen im Flachland herangemischt werden.

    Derzeit verlaufen weiter Regenstreifen in der Front. Kommende Nacht auf Mittwoch greift Regen, der vom jetzigen Abend greift verstärkt mit Schneeregen und Regen über die Schweiz und die Alpen aus in Alpenvorland, dabei spaltet sich ein großes Niederschlagsfeld ab und zieht gegen das Erzgebirge und Fichtelgebirge mit Zugrichtung ins südliche und östliche Brandenburg bis zum Morgenanbruch. Bis zum Mittag liegt das Tief in Nordostpolen bereits, auf seiner Rückseite verlaufen von der Schweiz, den Alpen und Süddeutschland bis zu Mitte, weiter nach Teschechien, weiter nach Thüringen und Brandenburg und ins südöstliche Sachsen - Anhalt Regengebiete insbesonders zum späteren Nachmittag erneut.

    Erst ab Mitternacht und 03 Uhr am Donnerstag greift eine starke Niederschlagsfront mit Regen und Schnee von Süden aus dem Alpenraum auf ganz Deutschland über, dabei besteht Hochwassergefahr und Verkehrsbehinderungen durch Schneefälle. Die Schneefallgrenze liegt bei 400 m in Deutschland. Im Alpenraum und Süddeutschland bis über die Mitte nach Thüringen auch Schnee möglich bis in niedrige Regionen oder im Flachland denbar.

    Mittwoch vereinzelt Gewitter an den Küsten von Nord- und Ostsee. In Richtung Nordwestdeutschland und vom Harz aus können Nebelfelder auftreten und teils wird es klar oder aufgelockert nur vorrübergehend noch sein. Im Laufe des frühen Morgens (anfangs hochnebelartig oder andere Bewölkung) zum Donnerstags, ab dem Mittag zieht sich der Himmel zu und es kommt Regen und weiter südlich auch Schnee auf. Auch in Brandenburg bestätigt sich nun doch nach meiner vorigen Vorhersage die Möglichkeit unter dem Schnee und auch in Thüringen und weiter nach Süden, teils am Brocken. Die Wetterlage im Nordwesten vom Harz aus wird derzeit durch Hochdruckzonen bestimmt die aber bis Donnerstagmittag nach Nordosten abgezogen sind über die Küsten der Ostsee.

    In der Nacht zum Dienstag werden -0 bis -1°C im Bereich des Rothaargebirges erreicht. Im Rest haben wir um die 2 bis 4°C zu erwarten. Tagsüber werden es 7°C in Niedersachsen und 6°C in Berlin. Sonst nur 2 bis 5°C.

    Am Donnestagfrüh wird es teils schwere Sturmböen im Polnischen Gebirge, Erzgebirge, Riesengebirge, Regionen des Harz geben bis zum Mittag, auch bis zum Abend bleibt es stürmisch hier. Vor allem wird am Donnerstag tagsüber hindurch mit Sturmböen in Polen zurechnen sein Im Flachland und auch einzelne in Mecklenburg, im östlichen Niedersachsen, Sachsen - Anhalt, Brandenburg/Berlin und Sachsen, erst in der Nacht zum Freitag nachlassend. Der Wind wird am Donnerstag und zum Freitag aus Südwest bis Nordwest mit Böenstärke wehen, ebenfalls schaut´s am Boden aus.

    Im äußeren Südosten und Osten können ganz vereinzelte Auflockerungen auftreten im Laufe des Nachmittags (sind aber nicht lange).

    Bis Sonntag wird das Tief Richtung Finnland und Sibirien abziehen.


    Ursache: Ist ein kleines polares Sturmtief mit orkanartigen Sturm an der Küste von Schottland was kältere Luft in mittleren Schichten und weiter abwärts ins westliche Deutschland zu den Alpen verschiebt mit die Winde.
    Mit dem Tief fließt die arktische Kaltluft mitten nach Deutschland auf die Westseite des Jetbands und östlich davon fließt feuchtwarme Luft nach Norden. Das Tief war heute Ursache für die Konvergenzen und vergangene die Gewitter. Durch die reingedrückte Kaltluft am Jet wird auch mit der Warmluft der Gegensatz verstärkt und Sturm am Jet bewirkt mit Aufwärtsbewegungen die auch mit Tiefdruckstörungen verbunden sind und Fronten.


    Nebelaussichten

    Am Freitag bis Samstag können hochnebelartige Felder oder Nebel in tieferen Schichten für Sichtbeeinträchtigungen oder auch etwas Niesel im Westen Deutschlands bis zum Brocken sorgen. Am Sonntag sollte sich die Lage etwas bessern. Es bleibt also insgesamt bewölkt bis bedeckt. Donnerstag wird entlang eines großes Tiefs Warmluft aus Osten nach Westen geschaufelt und rückseitig beim Durchzug nach Nordost Kaltluft nach Osten gezogen, deswegen ist mit Schneefflocken auch Richtung Brocken/ unterhalb in Sachsen - Anhalt und in Brandenburg damit zurechnen.

    Modelldarstellung, sehe Karten unten

    Dateien

    2008102718_26.gif 54,8 kB – 4 Downloads 2008102812_26.gif 57,39 kB – 3 Downloads 2008103012_27.gif 59,16 kB – 4 Downloads EU_3H-TENDENZ.gif 39,36 kB – 3 Downloads EU_JET-300.gif 72,8 kB – 3 Downloads

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    • 30. Oktober 2008 um 18:56
    • #7

    In Poznan gabs heute Gewitter, ob Unwetter auch kann ich noch nicht sagen. Schaue dann mal. Meine Prognose war vorher vorhanden und laut Estofex wurde hier eine Stufe 2 gesetzt. Gruss Marco

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