Die Großwetterlage der kommenden Tage gestaltet sich durch Tröge und Keile im Wechsel, es kann warm werden oder kurz heiß bis schwül. Es treten dabei öfters mal kräftige Schauer/Regenfälle und Gewitter auf. Die Lage wird am Wochenende nächter Woche durch eine anhaltend südwestliche Großwetterlagenströmung bestimmt, am Samstag leicht westlich, danach um den 01.07.08 wechseln Trogvorstöße nach Süden und Keile ständig ab und es liegen weitere südwestliche Lagen vor, die Frontalzone liegt über dem Nordatlantik und wandert auch über Skandinavien, teils landeinwärts in den Norden Deutschlands kann kühlere Luftmassen rein bringen in den Norden.
Bei Irland oder der Nordsee können Tiefdruckzyklonen an der Frontalzone sich bilden, die die feuchtwarme Luft auf südwestlicher Bahn zu uns nach Deutschland führen. Die Jet nehmen teils immer mal an Stärke zu und können Unwetter bedingen unter guten Scherungbedingungen mit LLJ in mittleren Bereichen. Einzelne Tage können 26°C oder 28°C, vereinzelt 31°C bringen, in Süd- und Südosteuropa treten teils auch Hitzewellen auf und vereinzelte Hitzegewitter. Erst in der ersten Woche des Julis können wieder vermehrt Gewitter über dem Mittelmeer an Trogsvorderseiten aus Europa auftreten (Unwetter möglich).
Die Lagen werden dann von zyklonalen Südwestlagen, Trog Mitteleuropa oder Westeuropa, Tief Britische Inseln und Mitteleuropa, kurze winkelförmige Westlage und einzelne Hochdruchbrücken über dem südlichen Frankreich, Süddeutschland bis Osteuropa rüber ab und an mal. Am Ende kann auch eine Nordwestlage mal dabei sein zyklonal oder antizyklonal. Kurze Hochs Mitteleuropa zum Ende Juni oder Anfang Juli herum.
Zonale Lagen wird es wahrscheinlich derzeit bis in die erste Woche des Juli weniger geben (zonal), dagegen mehr gemischte Lage (die planetarische Frontalzone liegt dann Breiten- und Längenkreisen diagonal), es werden Luftmassen aus Nordwest, Nordost, Südost oder Südwesten rein fließen. Im Verlauf können meridionale Lagen vielleicht auftreten (was eigentlich Nordlagen und Hochs mitbringt), schaut aber nicht danach derzeit wirklich aus (Modelle werden neu wieder analysiert von mir im Juli).
Hauptluftmassen und Großwetterlage
Die Luftmassen können im Wechsel von mP, mPt, mTP oder mT sein, also MT maritime Tropikluft (warm, feucht), mTP (abgekühlte Tropikluft mäßig warm und feucht), mP (maritime Polarluft (kalt und feucht), mPt (erwärmte maritime Polarluft mäßig warm und feucht). Entlang der Frontalzone (Polarfront) werden unterschiedliche Luftmassen im Verlauf herangeführt, je nachdem wie er sich verlagert, der Jet scheint öfters mal zu wellen oder mäandrieren in Spanien, Mitteleuropa und Nordeuropa.
Bei einer SWZ = Südwestlage zyklonal zeigen sich im Sommer nach Westen Temperaturen meist mit niedrigen Tagesmaximum, mit Tendenz eines übernormalen Niederschlagsverhaltens. Es ist wärmer auch dazu als normal wie am Sonntag jetzt gerade, dem 22.06.08. Im Juli zeigen sich immer die typischen MInima der Südwestlage.