Die Mikroklimatologie untersucht die mittleren Zustände und wiederkehrender Phänomene im mikrometeorologischen Maßstabsbereich.
Hier ist der Breich vom Boden bis kurz von der Grenzschicht zum Übergang zu Atmosphäre gemeint, wobei der untere Teil auch dazu als Atmosphäre bezeichnet wird.
Hier werden auch die Zirkulationssysteme: Berg - Tal - Winde, Land - Seewinde und Kaltluftablüsse eingeordnet.
Die Erscheinungen bilden sich bei bestimmten Wetterlagen aus, übrigs beeinflussen sie unser Klima mehr als erwartet.
Diese Wetterlagen gekennzeichnet dann ein kleinräumiges Klima.
Dann kommen die lokalen Effekte, Höllental - Wind im Scharzwald als Windsystem hinzu.
Hier gehts ums Mikroklima.
Klimatologische Maßstäbe
Mikroklima bezieht sich auf einen kleinmaßstäblichen Bereich bis 100 m Ausdehnung. Es gibt ein Mesoklima mit 100 km Ausdehnung.
Im kleinmaßstäblichen Bereich werden Stadklima, Topo- oder Geländeklima, Ökoklima, Lokalklima usw. eingeordnet.
Das Mikroklima ist die Form von die von der Bodenschicht stattfindenen Energie- und Stoffaustausche, bodennahe Strahlungsprozesse.
Aufgrund dessen haben Veränderungen im Naturgleichgewicht folgen auch im Wettergefüge usw.
Kleinräumige Veränderung von Elementen des Klimas
Die Effekte des Mikroklimas treten in Erscheinung, wenn bestimmte Wetterlagen oder in Zeitabschnitten kleinräumig Unterschiede mitbringen.
Die Elemente sind hier die Global- und Himmelsstrahlung, kurzzeitige Unterschiede durch die Bewölkung.
Ausnahmen treten bei längerer Vordauer in lokalen Zirkulationsystemen auf, z.B. die Wolkenbildung. Ein Merkmal ist die Land - Seewind - Zirkulation im Sommer mit Cumuluswolken und im Winter die umgekehrte Folge mit wärmeren Wasser, da entstehen die Wolken woanders.
Windgeschwindigkeit und Windrichtung werden teils großräumig bestimmt, können aber durch die Topographie und Hinternisse verursacht werden.
Die Temperatur und Luftfeuchte zeigt kaum Abweichungen normal gesehen. In Strahlungsnächten kommt es aber trotzdem bei der Temperatur zu unterschieden, aufgrund der Bodennähe. Abhängig von der Landschaftsbeschaffenheit (Strahlung und Feuchtegehalt).
Land - Seewind - Zirkulation
Land - Seewind - Zirkulationen entstehen bei schwach ablandiger Grundströmung und größeren Temperaturunterschieden zwischen Meer und Land.
Die Erwärmung führt auf dem Land zu lokalenn Tiefdruckgebieten und aufsteigender Luft. Als Ausgleich strömt vom Meer kühlere Luft durch Absinkbewegungen (lokales Hoch) über dem Meer nach.
Die Seewindfront braucht wenige Dekameter und Kilometer in Landesinnere einzudringen um auf kleinen Raum zu Temperaturunterschiedenen zuführen.
Berg - Talwind - Zirkulation
Strahlungsbedingte nächtliche Abkühlung führt dazu, dass auf den Bergkuppen und den Hangwäldern die gebildete Kaltluft schwerkraftbedingt in die Täler fällt.
Dort würde sich Kaltluft ansammeln. Hier bilden sich katabatische Winde. Katabatische Winde findet man in der Antarktis. Tags ist die Erwärmung vom Tal schneller als der Höhenlagen.
Kaltluftabflüsse
Quellgebiete sind Kuppenflächen, Hangwälder und freie Flächen.
Hinernisse stören die Vorgänge, der Ablüsse.
Bei Kaltlufteinbrüchen ist die Gefährdung besonders groß. Kaltluftabflüsse haben stadtklimatologisch eine Bedeutung. Da stark erwärmte Stadtgebiete sich durch Wärmespeicher kaum abkühlen über Nacht.