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Komet C/2007 F1 (Loneos) im Oktober ..

  • Planetarier
  • 19. September 2007 um 00:14
1. offizieller Beitrag
  • Planetarier
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    • 19. September 2007 um 00:14
    • #1

    als heller Komet sichtbar.

    Im Monat Oktober kann man wieder einen hellen Kometen am Abendhimmel beobachten. Es ist der Komet C/2007 F1 (Loneos) der sich vom Sternbild Kleiner Löwe zum Sternbild Bootes bewegt.
    Ab dem 10. Oktober 2007 wird dieser Komet immer heller, wobei er ab dem 26. Oktober eine scheinbare Helligkeit hat von 5.5 mag.

    Es könnte möglich sein dass dieser Komet vielleicht mit dem blosem Auge, als verschwommender Lichtpunkt zu sichten sein kann. In einem Fernglas oder einem astronomischen Fernrohr, kommt dieser Komet besser zur Geltung.

    Hier die Bahn - wie sich dieser Komet am Himmel vom 19.09.2007 bis 30.Oktober bewegen wird.


    Karten sind mit The Sky 5.0 erstellt.

    Die Beobachtungszeit ist mal für 19:30 Uhr MESZ gesetzt.

    Hier noch Daten:

    19.09.
    Distance from Earth: 1,804523 AE.
    Distance from Sun: 1,014691 AE.
    Magnitude: 11,3

    01.10.
    Distance from Earth: 1,448157 AE.
    Distance from Sun: 0,786202 AE.
    Magnitude: 9.8

    09.10.
    Distance from Earth: 1,184796 AE.
    Distance from Sun: 0,634581 AE.
    Magnitude: 8,4

    15.10.
    Distance from Earth: 0,983918 AE.
    Distance from Sun: 0,528950 AE.
    Magnitude: 7,2

    19.10.
    Distance from Earth: 0,860562 AE.
    Distance from Sun: 0,468858 AE.
    Magnitude: 6.4

    22.10.
    Distance from Earth: 0,784184 AE.
    Distance from Sun: 0,433577 AE.
    Magnitude: 5,8

    25.10.
    Distance from Earth: 0,732578 AE.
    Distance from Sun: 0,410392 AE.
    Magnitude: 5,5

    Dieser Komet wird ab dem 20. Oktober knapp über dem westlichen Horizont zu finden sein, wenn das Wetter es zulässt.

    Gruß Manfred
    Ein Sprichwort besagt, "Wenn du nicht aufisst", gibt es morgen schlechtes Wetter.
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  • Walter
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    • 19. September 2007 um 05:45
    • #2

    Hallo Manfred

    für mich Unwissenden was ist:

    scheinbare Helligkeit hat von 5.5 mag.

    Distance from Earth: 1,804523 AE.


    Gruß
    Walter

    Gruß
    Walter
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  • Sprite01
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    • 19. September 2007 um 11:07
    • #3

    Danke Walter,

    meine Fragen vorweg genommen. ;)

    Grüße aus dem Süden von Dessau (Stadt Dessau-Roßlau)
    Dirk

    ..... nicht "meckern und motzen", sondern "machen und klotzen" .....

  • Planetarier
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    • 19. September 2007 um 11:13
    • #4

    scheinbare Helligkeit:

    Die scheinbare Helligkeit gibt an, wie hell ein Himmelskörper einem Beobachter auf der Erde erscheint. Die scheinbare Helligkeit ist auch noch abhängig von der Entfernung des Beobachters zum Objekt.
    Die wird auch noch vom Beobachter, tatsächlich wahrgenommene Helligkeit bezeichnet. Diese hängt auch noch von der Entfernung des Kometen zur Sonne ab. Wenn dieser näher an die Sonne herankommt, wird er heller, entfernt er sich dann wieder - nimmt er an Helligkeit deutlich ab.

    AE

    Astronomische Einheit = 149,6 Mio. Km (Abstand Sonne - Erde)
    Bei 1,804523 AE sind es 270 Millionen Km.

    Auch im Anhang ist mal die Bahn des Kometen zu sehen, die dieser Komet durch den Kosmos nimmt.

    Dateien

    Komet C_2007F1.gif 5,65 kB – 93 Downloads

    Gruß Manfred
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    Einmal editiert, zuletzt von P707 (19. September 2007 um 11:44)

  • *Midnight*
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    • 19. September 2007 um 18:06
    • #5

    Erstmal danke für die erklärung Manfred.
    Du musst aber wissen das wir auf diesem geiet nicht alle so versiert sind ;)

    Ich denke mal das die beiden (wie ich auch) wissen wollen wie hell bzw. wie dunkel 5.5 mag sind. Also blendet es einen oder ist es kaum zu sehen?

    gruß Micha

  • Volker Afflerbach
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    • 19. September 2007 um 20:33
    • #6

    Schon in der griechischen Antike teilte der Astronom Hipparchos die mit bloßem Auge sichtbaren Sterne grob in sechs Größenklassen ein, wobei den 15 hellsten Sternen die „1. Größe“ zugewiesen wurde. Sterne bis zur 3. Größe gibt es etwa 150, bis zur 6. Größe bereits 5000. Um das Jahr 1800 erweiterten die Astronomen diese Skala nach beiden Seiten und führten eine dezimale Unterteilung ein, was mit dem Beginn der Fotometrie einherging.

    Die Fixsterne Sirius und Canopus sowie die sechs hellsten Planeten haben in dieser Helligkeitsskala negative Werte (-1 bis -4,4 mag). Der Stern Wega im Sternbild Leier hat m = 0 mag. Ursprünglich ordnete man nur Sternen eine scheinbare Helligkeit zu.

    In verschieden großen Fernrohren kann man auch noch Sterne von der zehnten Größe – im Prismenfernglas – bis zur zwanzigsten Größe – im Großteleskop – sehen. Die scheinbare Helligkeit der schwächsten Sterne, die ein Linsen- oder Spiegelteleskop gerade noch erkennen lässt, definiert die Grenzgröße dieses Beobachtungsgerätes.

    Die scheinbare Helligkeit hängt sowohl von der Leuchtkraft des Objekts als auch von seiner Entfernung zur Erde ab. So erscheint der Mond aufgrund seiner Nähe wesentlich heller als weit entfernte Sterne, obwohl diese milliardenfach stärker leuchten.

    Die Magnituden- bzw. Helligkeits-Skala ist logarithmisch, weil gemäß dem Weber-Fechner-Gesetz fast jede Sinnesempfindung des Menschen (und der meisten Tiere) dem Logarithmus des Reizes proportional ist. Ein Helligkeitsunterschied von 1 : 100 entspricht hierbei einem Unterschied von fünf Größenklassen.

    Physikalisch ist die Helligkeitsskala durch die Energie des einfallenden Lichtes definiert (bolometrische Helligkeit). Wenn m die Magnituden und s die gemessenen Strahlungsströme zweier Sterne sind, gilt für ihren Helligkeitsunterschied

    \Delta m = m_1 - m_2 = -2{,}5 \cdot \log (s_1 / s_2)

    Für ” m = 1 entspricht dies einem Verhältnis der Lichtenergie von 1 : 2,512 bzw. einem Logarithmus von 0,4.

    Als Referenz dieser an sich relativen Skala dient der Stern Wega, dessen Helligkeit mit der Magnitude null festgesetzt wird. Außerdem sind all seine fotometrischen Farben ebenfalls als null definiert.

    Damit lässt die auf den griechischen Astronomen Hipparchos zurückgehende Größenskala eine beliebige Verfeinerung für moderne Messinstrumente zu, und die negativen Größenklassen für sehr helle Objekte wie Sonne, Mond und Planeten ergeben sich aus der Formel von selbst.

    Früher wurde die Skala am Polarstern mit 2,1 mag ausgerichtet, bis man bemerkte, dass dessen Helligkeit geringfügig variiert. Zur Kalibrierung fotometrischer Instrumente dient eine Gruppe genau gemessener Sterne nahe dem Himmelspol, die so genannte „Polsequenz“.

    Einordnung einiger Objekte [Bearbeiten]

    Ständige Objekte [Bearbeiten]

    Maximale scheinbare Helligkeit einiger Himmelskörper (im Johnson-V-Filter)
    Name Objekttyp Magnitude
    Sonne Stern -26,8 mag
    Mond Satellit -12,5 mag
    Venus Planet -4,7 mag
    Mars Planet -2,8 mag
    Jupiter Planet -2,8 mag
    Merkur Planet -1,9 mag
    Sirius Stern -1,4 mag
    Canopus Stern -0,73 mag
    Saturn Planet -0,5 mag
    Wega Stern 0,00 mag
    (def.)
    Polarstern Stern 2,0 mag
    Uranus Planet 5,5 mag
    Neptun Planet 7,8 mag
    Pluto Zwergplanet 14,0 mag

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    Betreiber Volker Afflerbach
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    • 19. September 2007 um 20:36
    • #7

    also zitat,so niedrieger die magzahl desto höher die sichtbarkeit.

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    • 20. September 2007 um 01:13
    • #8

    Für uns Menschen sind in der Größenklasse (mag) der Sterne, Größenklassen bis 6 mag erkennbar. Das hängt auch davon ab, wo der Beobachter sich befindet. Ist er in einem Gebiet, wo keine störenden Lichter die Betrachtung beeinflussen - können hier Sterne bis zur 6. Größenklasse erkannt werden. Auch das Alter spielt hier noch eine große Rolle, - wobei hier Personen die über 60 sind, nicht alle diese Klasse mit ihrem Auge erkennen können. Es gibt auch Personen die Sterne über 7 mag erkennen können.

    Wenn man in einer Großstadt sich befindet, ist hier die Grenzgröße durch störende Lichtquellen deutlich herabgesetzt. Je nach Lichtverschmutzung, kann diese Größenklasse (6 mag) nicht gesehen werden.

    Aber die Helligkeit des Kometen von 5.5 mag kann gut in einem Feldstecher gesehen werden, wobei hier in einem Fernglas der Komet als verschwommener Lichtfleck erscheint. Ist dieser deutlich Lichtschwächer, (> 8 mag) braucht man schon ein Teleskop mit 200 mm Öffnung.

    Gruß Manfred
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    • 16. Oktober 2007 um 22:11
    • #9

    Da sich für diesen Monat sich das Wetter günstig entwickeln wird, wird dieser Komet für den Hobbyastronomen ein Objekt sein dass am am Abenhimmel zu finden ist. Am 28. November erreicht dieser Komet seinen sonnennächsten Punkt, wobei hier eine maximale Helligkeit von 4 mag erreichen wird. Einen Tag nach seinem sonnennächsten Punkt, erreicht er eine günstige Distanz zu Erde mit 106 Mio. Km - wobei nach Prognosen unter günstigen Beobachtungsbedingungen, sogar mit dem blosem Auge gesichtet werden kann. Leider geht dieser Komet an diesem Tag, nach Ende der Abenddämmerung am Westhorizont unter, und es kann hier zu ungünstigen Beobachtungsbedingungen kommen.

    Wenn man den Kometen beobachten möchte, sollte man sich nicht gerade in den Städten aufhalten, sondern Gebiete aufsuchen außerhalb von störenden Lichtquellen wie Wiesen, Felder, Waldgebiete.

    Mehr über diesen Kometen:

    Gruß Manfred
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    • 17. Oktober 2007 um 06:17
    • #10

    :top:
    Manfred, sehr gut die Ausführung, jetzt sieht man auch wo man ist, im Universum. :D :D
    Vielleicht ist ja klarer Himmel und man kann beobachten. :]

    Gruß
    Walter

    Gruß
    Walter
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    • 17. Oktober 2007 um 14:10
    • #11

    Na hoffentlich hält das Wetter so lange, dass man ihn sichten kann. :)
    Werde mal heute Abend mal nach dem Komet ausschau halten.

    Gruß Manfred
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    • 17. Oktober 2007 um 15:08
    • Offizieller Beitrag
    • #12

    Das wird wohl nix werden, denn der Regen ist im Anmarsch. ;)

    Gruß

    Patrick

  • Planetarier
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    • 20. Oktober 2007 um 22:11
    • #13

    Da heute mal die Sicht gut war, versuchte ich mal ihn zu finden. Leider konnte ich ihn weder auf den Bildern noch im Fernglas entdecken. :(
    Es könnte auch am Mond liegen, da dieser ja den Himmel übertrahlt.
    Vom Freitag den 26. bis zum 28. müsste der Zeitpunkt besser sein.
    Um 19:00 Uhr am 28. stört der Mond nicht vorläufig. An diesem Tag befindet er sich in W - Richtung.

    Gruß Manfred
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