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Tornadoverdacht im Südwesten (Tornado richtet massiven Schaden an in Asperg) 17.09.07

  • M2 Sturmwetter
  • 18. September 2007 um 18:28
  • M2 Sturmwetter
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    • 18. September 2007 um 18:28
    • #1

    Tornado über Baden - Württemberg.

    Zahlreiche Gebäudeschäden!

    Durch die Kaltfront die von Nordwest über Deutschland heranzogt traten Gewitter mit möglich einem Tornado am Abend auf.


    In Asperg im Landkreis Ludwigsburg in der Nähe von Stuttgart kam es um 19:30 Uhr zu dem Tornado mit massiven Schäden. Es wurden 25 Dächer abgedeckt Bäume wurden abgeknickt und umgerissen. Fahrzeuge durch Teile und Bäume beschädigt.


    Quelle:

    Gruss Marco

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  • Wetterstation Lorch
    Gast
    • 18. September 2007 um 18:52
    • #2

    Hallo!

    Das ist nicht weit weg von mir. Ein Kumpel der dort in der Nähe wohnt hat mich heute morgen angerufen und mir das erzählt. Erst dadurch habe ich davon erfahren.
    Das ganze betrifft jedoch nur ein kleines Gebiet und hat wohl nicht länger als 1-2 Minuten gedauert.

  • Wetterstation Lorch
    Gast
    • 18. September 2007 um 18:54
    • #3

    In Stuttgart war's erst ein schöner Sommertag mit Temperaturen um 13 Uhr um die 25-Grad-Marke. Die aufziehenden Gewitter brachten vermutlich ideale Bedingungen für die Bildung von Tornados. Genügend starke Windscherungen in Geschwindigkeit und Richtung, dadurch wurde eine Rotation in einer Gewitterzelle ausgelöst.
    Die entsprechende Labilität der vorhandenen subtropischen Warmluft war ebenfalls gegeben, somit ist ein Tornado für diese Jahreszeit zwar ungewöhnlich, aber nicht, wenn's vorher über 25 Grad hatte.

  • Wetterstation Lorch
    Gast
    • 18. September 2007 um 18:56
    • #4
  • M2 Sturmwetter
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    • 18. September 2007 um 19:16
    • #5

    Dieses Tornadoereignis könnte aber im Zusammenhang mit dem Gewittertief über Südeuropa stehen, aufgrund eines großen runden MCS weit westlich vor der Schweiz, die Gewitterzellen laufen übrings bis weit vor dem System, wobei sie etwas aufgesaugt von dem wurden.

    Montagmorgen Aufzug der Ausläufer eines Skandinavientiefsystem/Unwetter Italien u. Alpen 17.09.07

    So zufällig ist die Lage eigentlich garn nicht gewesen. Da eindeutig das Potential aus dem Süden Frankreich stamm und nach Südwestdeutschland transportiert wurde auf der Vorderseite einer markanten Trogspitze oder die Achse. Es gab auch einen Frontenzug oder eine Front wo Wellen entstehen. Das Wolkenfeld muss also auffallende Wellenbewegungen oder Verdickungen gehabt haben.

    Genug Vertikalhebung, positive Vorticityadvektion in verschiedenen Höhen. Es wurden bei 25°C erreicht, zuvor hatte einer aus dem Board hier auch 28°C gemessen.

    Das war für mich er kein Zufall dieser Tornado, da der Jet und die Scherung erst gegen Abend dort ab 18 Uhr aufkam mit dem markanten Trog, dieser Trog in spitzer Form wurde nähmlich nicht vorhergesehen.

    Die Divergenz in der Höhe und Konvergenz hatte sich genau über Frankreich und Südwestdeutschland erheblich verstärkt, deswegen konnte sich über Deutschland schauerartiger verstärkter Regen am Dienstag entladen. Grund sind die plötzlichen starken Vertikalhebungen und Absinkzonen im Jet gewesen und eine wahrscheinliche Störung in der oberen Atmosphäre als Streamer bekannt (trockener Oberstrom).

    Die Kaltfront kam erst nach diesem Gewitter mit dem Tornado am späten Abend an, zuvor gab es schwache auffällige Absenkungen und aufreißen der oberen Troposphäre mit schwache Streifen (Streamer).

    Weiter: Hebung - Die Bodenfront (Kaltfront) lag auf der Trogvorderseite, dann zeige sich eine scharfe Krümmung und erkennbar deutlich eine Spitze. Deutlich ist einer scharfer Winkel an der Spitze sichtbar gestern Abend gewesen anhand der Modelle plötzlich. Deutlich Spitz zwischen der mit gleicher Verlagerung und dem Jetstream (mögliche Superzellen).

    Auf dem Satbild war auch ein Konvektionsband erkennbar in Parallelrichtung über Süddeutschland hinweg ziehend.


    Gruss Marco

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  • M2 Sturmwetter
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    • 20. September 2007 um 01:54
    • #6

    Auf einem Satbild und per Lauf erkennt man deutlich explosionsartig eine Zelle rausbricht und von Frankreich nach Stuttgart rennt. Das genau vor dem MCS der hinterher rollt. Dabei scheint die Zelle den MCS versuchen wollen zu überhollen, wird aber eingehollt.

    Die Reste vom MCS haben am Dienstag noch die Regenfelder mit gebracht nach Deutschland.

    Aufgrund des schnellen vorlaufen vor dem System, könnte man meinen es wäre wirklich eine ähnliche Superzelle von kurzer Lebenszeit über dem Südwesten Deutschlands hinweg gezogen und kurz weit ab von Rheinland - Pfalz.

    Gruss Marco

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  • *Midnight*
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    • 20. September 2007 um 11:35
    • #7

    Das war aber definitif ein nicht superzelliger Tornado.
    An dem Tag waren, laut radar (IRAS), keinerlei superzelltypischen echos zu sehen. Eine kurzlebige Meso könnte möglich gewesen sein,diese müsste aber SEHR kurzlebig gewesen sein da nach doppleranalysen nichts zu finden ist was diese Theorie unterstützen würde.
    Sicher ist das die Low Level Shear - überhaupt die Temps gute bedingungen für Tornados darsellte.
    Falls es wirklich ein Tornado war (was ja bis jetzt noch garnicht geklärt ist) ist dieser durch die Orografischen bedingungen entstanden. Hier wird der Asperg (Weinberg) die hauptrolle gespielt haben.

    Es besteht noch immer die möglichkeit das es "einfach nur" ein Microburst oder Downburst war.

    gruß Micha

  • M2 Sturmwetter
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    • 20. September 2007 um 19:10
    • #8

    Auf dem Radar erkennt man ja meist häufig die Hook- oder Pentant - Echo, BWER, V-Notch, eine Mesozyklone und einen TVS. Nur leider nicht immer erkennbar.

    Gut schauen wir mal was rauskommt. Zurzeit interessiert mir was Felix dazu schreiben wird im Forum von Skywarn Deutschland. Die Frage ist natürlich ob es wirklich nur eine nicht superzellige Zelle war. Zumindest einige Ansichten der Mittel für die Beobachtung zeigten aber nicht genau was genau über dieses Gebiet gezogen ist. Es ist auch meist so das die neuste Technik nicht immer alles auf einem Blick sehen kann.

    Gut die Zelle hatte aber keine deutlichen Auffälligkeiten, dennoch zwei Kerne die wahrscheinlich in einem Splitting lagen und zumindest ein schwacher Bogen. Dies ist demnach also nicht erkennbar auf dem Doppler.

    Gruss Marco

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    • 20. September 2007 um 21:45
    • #9

    Es gibt deutliche Belege und auch eine Seite die genau erklärt, das gewöhnliche Gewitterzellen zu rotierende Zellen werden können und dennoch unter Superzellen/Meso eingeordnet werden.

    Demnach gehen viel mehr Zellen durchs Beobachtungsnetz, die nicht mal auffallen würden.

    Gruss Marco

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  • *Midnight*
    Gast
    • 20. September 2007 um 22:07
    • #10

    Das ist richtig, es gibt aber ebenso viele normale Zellen die beginnen einen rotierenden Aufwind zu auszubilden. Dennoch sind dies dann keine Superzellen. Es kommt auf die dauer und doie höhe an, also wie lange kann eine kontinuierliche Rotaion nachgewiesen werden (ich glaube diese muss mindestens 15 minuten betragen) und wie hoch reicht diese Rotation.

    gruß Micha

  • M2 Sturmwetter
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    • 20. September 2007 um 22:15
    • #11

    Dennoch denke ich. Das in Deutschland erst die Superzellenforschung usw. am Anfang sind, da hier eindeutig eine umfangreiche Ansammlung dieser Ereignisse noch nicht ausreicht.

    Die Dauer liegt bei 20 oder 30 Minuten sowie um die 15 Minuten, dennoch auch bei 1 Stunde. Kann auch länger sein bei guter Bedingung. Einige Dieser Gewitterzellen erreichen aber meist keinen Status dieser Superzellen oder zeigen Meso er an.

    Da haßt du recht Micha.


    Übrings einen ähnlichen Fall gab es in Österreich zu Teschechien schonmal mit einem MCS (rund) und einer Superzelle auf seiner Vorderseite. Am 17.09.07, ab 18 Uhr kurz vor der Grenze nach Deutschland: Es gab in Frankreich vor dem System am frühen Nachmittag, dann hat diese Ausprägung sich in Deutschland aber in eine andere umgewandelt. Es gibt ein Lauf, denn kann ich dir aber nicht mehr zeigen, der genau einen Streifen südlich in Frankreich und zwei Zellen vorwärts greifen sieht, aber nach rechts und ziehmlich schnell raus. In Südwestdeutschland bevor dieses ankam. Gab es deutliche mehrmalige Umwandlungen.

    Gruss Marco

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