Bewegung der Erdkruste
Durch die komplexe Interpretation geologischer, geophysikalischer, und geochemischer Daten auch aus tieferen Teilen der Erdkruste fand man, daß diese aus Tafeln oder Krustenblöcken besteht.
Als Epirogenese bezeichnet man langsame säkulare Hebungen und Senkungen größerer Erdkrustenteile.
In Schwächezonen können Tiefenbrüche auftreten, die basischen Magmen den Aufstieg an die Oberfläche öffnen.
Später bilden sich die Migrationswege für die Wanderung z.B. von Erzlösungen oder Kohlenwasserstoffen.
In ausgedehnten Schwächezonen entstehen auch Geosynklinalen, das sind breiträumige Senkungsgebiete, in denen sich Faltengebirge bilden.
Gebirgsbildende Vorgänge, Orogenesen, sind aber nach Erkenntnissen auch ohne vorhergehenden Geosynklinalstadium möglich, indem bestimmte Zonen alter Tafeln durch Aktivierungstektonik erneut mobil werden.
Basische Magmen können in Großgrabenbildungen, in Rifts und in den mittelozeanischen Rücken emporquellen und zur Verschiebung ganzer Tafeln oder Teile gegeneinander führen.
Horizontalbewegungen
Die eindruckvollste Bewegung begann vor 200 Millionen Jahren mit dem Zerreißen des Urkontinents Gondwana und mit dem Auseinandertriften der Teilkontinente in ihre heutige Lage. Dieser Prozeß in der Theorie der Plattentektonik als Sea - Floor - Spreading (Ozeanbodengleitung).
Bildung tiefreichender Zerrspalten in der Lithosphäre, der Rifts, bewirkt, daß Material des Oberen Erdmantels in den druckentlasteten Bereich strömt, wodurch sich die Rifts ausweiten und kontinentalen Massen zur Seite schieben.
Nach der Größe der Geschwindigkeit unterscheidet man ein langsames Gleiten unter 3 cm/a und ein schnelles von über 3 cm /a oder Höchstwerte mit 18 cm/a wurden an dem südostpazifischen Rücken im Südosten des Stillen Ozeans beobachtet.