Unter vertikaler Windscherung ist eine Geschwindigkeits- oder Richtungsänderung des Windes mit der Höhe zu verstehen; man spricht von vertikaler Geschwindigkeitsänderung oder Richtungsänderung des Windes.
Eine Windscherung von Null entspricht Verhältnissen mit geringeren Turbulenzen, bei denen sich die Windgeschwindigkeit geringfügig oder überhaupt nicht ändert.
Häufig ist dies bei einen Hoch oder geringer Luftdruckunterschieden, unter denen nur schwache konvektive Zellen und mäßige kräftige Gewitter erzeugt.
Häufige Situation beim Vorrücken von Kaltfronten ist der Südostwind am Boden, Wind aus Südwest im mittleren Bereich des Stockwerks und Wind aus West oder Nordwest in der Höhe. Die besten ausgeprägten Gewitter spielen sich unter atmosphärischen Verhältnissen mit starker Windscherung ab.
Eine gewisse Anzahl von kräftigen Gewittern hat eine Zunahme von Windgeschwindigkeit und eine Winddrehung mit der Höhe.
Wenn der Wind sein Geschwindigkeitsmaximum im mittleren Stockwerk erreicht oder chaotische Richtungsänderungen aufweist, spricht man von variabler Scherung.
Es kommt vor, dass eine solches Scherungsverhalten Ursache von außergewöhnlichen Gewittern ist, diese sind dann sehr komplex in der inneren Struktur, die wegen ihrer Seltenheit schwer vorhersehbar ist.
Cirren z.B. verlagern sich mit 250 km/h im Strahlstrom, dies ist allerdings von einer Person am Boden nicht gerade groß wahrnehmbar.