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Kurzfristprognose für Mitteleuropa

  • NOB57
  • 7. März 2006 um 22:10
  • NOB57
    Gast
    • 7. März 2006 um 22:10
    • #1

    Kurzfristvorhersage vom 07.03.06 bis 09.03.06


    ENS - Modell

    Am 08.03.06 gegen 12 Z (12 Uhr) gibt es bei Island und östlich von Grönland ein Unsicherheitsfaktor da sich ein Kerntief bildes und wahrscheinlich als Randtief sich umwandelt und zu norwegischen Küste zieht sowie daß andere bei den Britischen Inseln sich nach Deutschland verlagert.

    Bei Skandianvien östlich könnte sich ein Kaltluftteil in der Höhe ablösen und nach Osteuropa sich verlagern in Richtung Polen etwas mit einen Einfluss von Kaltluft die von Nordosten oder Osten auch nach Mitteleuropa sickert.

    An beiden Bereichen haben die Isohypsen 516, 552, 576 gpdm eine Ungleichheit sie laufen etwas auseinander. Zufinden bei dem Modelllauf des ENS 500 hPa Geopot. Spaghetti und die 500 hPa Geopot. Mittelkarte mit den Druckgebilden. Da sich hier deutlich mehrere Druckgebilde zeigen wird der Unsicherheitsfaktor deutlich.


    Eine deutliche Übereinstimmung zeigt sich bis zum 10.03.06 bei der Höhenströmung die deutlich wellt und in eine zonal - gemischt Großwetterlage überspringt. Da die Frontalzone mehr nach Südeuropa wandert kann sich das der Tiefdruckkomplex im Nordwesten über dem Nordatlantik bei Grönland, Island, Britische Inseln und vor Skandianvien nach Mitteleuropa verlagern.

    Bei dieser wellenartigen Höhenströmung haben wir mit den Tiefdruckgebieten einen Transport von Warmluft aus Südwesten und Westen, teils mit Kaltluft aus Nordwesten und bis Samstag dann Kaltluft langsam aus Nordosten und Osten.

    Da sehr wahrscheinlich der Modelllauf des ENS mit den anderen Modellen übereinstimmt, würde sich eine wellenartige Höhenströmung einstellen und später auch was den Höhenrücken betrifft der schon länger auf dem Atlantik liegt meridional werden, d.h. es kommt wahrscheinlich eine meridionale Wetterlage auf.


    Kurzfrist bis 6 h = 18 Uhr am 07.03.06

    Gegen Abend hatten wir in Deutschland ein Hochdruckkeil am Boden der sich weit zum Südteil der Südspitze Skandianviens und dem Nordosten zu Ostsee und Polen ausgeweitet hatte.

    Da der Trog über Deutschland, Südeuropa und dem Mittelmeer sowie Osteuropa den Bodenkeil überlaufen hat war der vertikale Gradient etwas ausreichend ein böigen Nord-, Ost- oder Südostwind zu ermöglichen. Auch wenn etwas nur auffallend gewesen.

    Im Bereich des Keils kommt es zum Absinken von Luft von oben her auf der Keilrückseite. Durch Einflüsse von der Nordsee oder andere orographische Ursachen konnten wieder einige Schauerhebungsgebiete sich bilden heute.

    In den Frühstunden des Mittwochs breitet sich ein Randtrog von den Britischen Inseln aus der über die Nordsee und die Niederlande in die Mitte Deutschlands wandert, dadurch kommt es im Bereich des Randtrogs und dem Bodentief auf der Vorderseite zu verstärkten Hebung mit Niederschlägen als Schnee und Regen im Anschluß.

    Für den Mittelmeerraum gab es eine Gewitterwarnung und nun gibt es für 06 Uhr, 08.03.06 morgens eine Gewitterwarnung für das östliche Österreich und bis zum Schwarzen Meer sowie Teile noch am Erzgebirge. Für morgen Vormittag gibt es vorläufig nun noch keine.


    Kurzfrist des 08.03.06 00 Z und 06 Z bis 18 Z (6 h bis 30 h)

    Ein Langwellentrog in der Höhe reicht von 00 Z bis 6 Z über Deutschland, 08.03.06, Osteuropa und weit ins Mittelmeer zur Türkei unter ihm setzt bis 18 Uhr, 08.03.06 südlich des Schwarzen Meeres eine Bodenzyklogenese ein. Im Bereich einer Achse Höhentrog/ Bodentief. Am Mittwoch am Nachmittag bis Abend haben wir über dem Mittelmeer östlich und südöstlich ein Hebungsgebiet bei Höchtwerten von bis 14°C und -30 oder -25°C im Trog und mit dem Bodentief. Dort gibt es dann einige heftige Regenfälle und einzelne Gewitter. Es kommt dabei aber an Land zu Schneefälle. In tieferen Schichten zeigt sich auch Kaltluftadvektion und kräftige Warmluftadvektion östlich bis südlich über dem Schwarzen Meer und Südosteuropa bei Werten von bis 15°C in der Höhe, dagegen am Boden faßt nur 3°C.

    Über dem Mittelmeer zeigt sich auch im Bereich des Bodentiefs eine Windzunahme mit der Drängung der Isobaren am Schwarzen Meer und Südosteuropa der Wind erreicht in Bodennähe auch tagsüber dort Sturmstärke. In der Höhe einiger Schichten zeigt sich eine nur noch geringere Windzunahme und weiter darüber wieder eine deutlich stärkere Zunahme. Der Strahlstrom ist in seinen Bereich in der Höhe stark gekrümmt da sich hier die Stromlinien stark drängen und die Druckgebilde dicht bei einader liegen und so eine Verstärkung in der Windzunahme zeigt.

    Bis 18 Uhr ist der Bodenkeil dem Bodentief unter dem Trog nachgefolgt und verlagert sich mit dem Bodentief nach Osteuropa. Gleichzeitig rückt ein Tief von den Britischen Inseln nach und überquerrt den Nordwesen und die Mitte Deutschlands.

    In den Frühstunden kommt im äußeren Westen leichter Regen auf, dann bis Mittag langsam im gesamten Westen mehr leichter oder mäßiger Regen. Ab Abend dann in West- und Südwestdeutschland sowie auch Süddeutschland mäßiger und vereinzelt etwas kräftiger Regen. Zuvor in den Frühstunden und bis Mittag etwas Schnee der aber nur in etwas kälteren Gebieten liegen bleibt.

    In der Nacht zu Mittwoch, 08.03.06 haben wir Tiefstwerte zwischen -2 bis -6°C im Norden, zwischen -1 und -14°C in der Mitte und im Süden -4 bis -12°C.

    Der Wind weht tagsüber noch schwach aus West im Westen und Süd in der Mitte und Süden Deutschlands sowie im Osten aus Südost. Gegen Abend haben wir im äußeren Norden starken Wind mit Zunahme.


    Die Niederschlagssumme liegt morgen gegen 12 Uhr im Westen Deutschlands bei 1 bis 6 mm, bis 9.03.06 zwischen 2 bis 7 mm im Nordwesten und 10 bis 31 mm im Westen Deutschlands sowie 10 bis 24 mm im äußeren Norden Bayerns mit 30 bis 38 mm im Südwesten Baden - Württembergs. Im Rest Süddeutschland zwischen 20 bis 24 mm am 09.03.06 im Land.

    Das Azorenhoch mit einigen wenigen Keilen bleibt noch an Ort und Stelle wird sich aber ab Samstag hinter einen neuen Trog über Europa und dem Mittelmeer nach Mitteleuropa und Deutschland ausweiten mit einen neuen Hochdruckkeil in Bodennähe der dann weit nach Skandinavien und dem Nordmeer geht. Das Hoch von den Azoren verlagert sich wahrscheinlich weiter nach Spanien und dehnt Keile nach Norden und Nordosten aus und bildet eine Hochdruckbrücke mit dem Hoch bei Grönland.


    Hochdruckrücken und Warmlufttranport (Frühlingsluft)

    Im Verlauf der Tage kommt eine Ausführung zu dem Hochdruckrücken der schonmal heute angesprochen wurde mit seinen möglichen Warmlufttranport nach Mitteleuropa.


    Gruss Marco

  • NOB57
    Gast
    • 8. März 2006 um 18:55
    • #2

    Im Bereich des Mittelmeers im Südosten Europas gab es heute Gewitter oder immer noch. Wie meine Analyse es gestern hier andeutete.


    Gruss Marco

  • NOB57
    Gast
    • 8. März 2006 um 19:04
    • #3

    Bodenvorhersage mit UKMO/ Bracknell für Europa und Atlantik


    Auf der Bodenvorhersage zeigen sich mehrere doppelte Frontensysteme heute am Mittwoch.


    Heute gegen 12 UTC (12 Uhr) zogen über Westeuropa mehrere Frontensysteme hinweg. Diese bestanden aus einer wellenden Bodenokklusion und Bodenwarmfront. Dahinter dann ein Bodenwarmfront wieder mit Höhenkaltfront sowie Kaltfront auf der Rückseite am Boden über den Niederlanden.

    Im Bereich der Höhenkaltfront wurde Höhenkaltluft transportiert über Belgien mit Kaltluftadvektion in der Höhe.

    Bei Irland südlich gab es auch eine Konvergenzlinie. Zu beobachten bei den Britischen Inseln ist ein großes sich entwickelndes Randtief, welches über Norddeutschland und zuvor über die Mitte nach Nordosten hinweg über uns zieht bis Donnerstag und sich Richtung Oder auflöst.

    Freitag entsteht ein Wellen- oder Randtief bei Großbritannien erneut und zieht auf der gleichen Bahn über uns hinweg und nach Polen sowie weiter an der Ostsee entlang bis Freitagabend, wobei sich ein kleiner mehrkerniger Tiefdruckkomplex bildet. Der allerdings weit von Deutschland, Osteuropa bis zum Mittelmeer rein reicht.


    Die Bodenströmung führt mit zwei Bodenwarmfronten die kommenden Stunden Warmluft in die Mitte Deutschlands und Süddeutschland.

    Am Donnerstag am Vormittag bis Mittag hat sich dann über Deutschland eine einzelne Warmfront gebildet die für Regen in Deutschland sorgt. Im Bereich einer Kaltfront hinter dieser Warmfront die im Westen liegt kann es über dem Westen Regen-, Schnee- oder Graupelschauer geben gegen Mittag. Mit der Kaltfront (maskierte Kaltfront die am Boden morgen Mittag im Westen und Nordwesten eine Erwärmung bringen könnte, da hier das Wasser über dem Winter noch warm sein kann) und einen weiteres Randtief oder Randtrog kann es gewittrig werden im Westen und Nordwesten bis zum Abend. Hier liegt allerdings nur ein kleiner Warmsektor vor der schnell von der Kaltfront abgehoben wird. Was hier dann in eine Okklusion übergehen würde.

    Wahrscheinlich das sich mit dem Trog eine Konvergenz bildet die einzelne Gewitter bringen kann am Donnerstag am Nachmittag und Abend im Westen und Nordwesten.

  • NOB57
    Gast
    • 8. März 2006 um 19:37
    • #4

    Austrogung und Aufwölbung

    Heute Abend ist der Bodenhochdruckkeil weit nach Osteuropa und dem Schwarzen Meer abgezogen.

    Über uns zieht nun ein Tief herein.

    Dabei zeigt sich eine wellende Höhenströmung über Südeuropa.

    Über Mitteleuropa und Deutschland zeigt sich da eine kurze Bahn in einer Westlage die über uns hinweg läuft.

    In Südosteuropa und dem östlichen Mittelmeer liegt in der Höhe ein Langwellentrog.

    Über dem Nordatlantik baut sich bereits eine Austrogung auf die bis morgen nach Frankreich rein geht.

    Es zeigt sich besonders am Donnerstag und Freitag eine gemischt - zonale oder mäandrierende Lage. Das mäandrierende bedeutet dir möglicherweise eine Störung in der Höhenströmung durch Änderungen in der Atmosphäre, welche sich in einem Hochdruckgebiet bald wohl niederschlagen könnte. Was sich schon eindeutig die kommenden Tage auf dem Atlantik zeigt da hier ein Azorenhoch sich allmählich aufwölbt und sich zu uns ausdehnt mit einige Bodenkeile.

    Diese wellenartige gemischt - zonale Lage bedeutet, daß sich ein wechsel in dieser Woche mit Keile und Tröge zeigen würde und mal wärmere Luft aus Süden und kältere aus Norden zu uns fließt in der Höhe und am Boden im Breich von Bodenhoch und -tief. Wir haben mit einer vorrübergehend unbständigen Witterung und ergiebige Niederschläge zurechnen.


    Warm- und Kaltluftgrenze

    Ab Sonntag setzt dann möglicherweise ein kräftiger Warmluftvorstoß in großen Höhen vom mittleren Atlantik der Azoren, Spanien bis zu die Britischen Inseln ein. Bis Sonntag wird die Westströmung oder Westdrift zum erliegen kommen und der Trog über uns langwellig werden und sich nur langsam nach Nordosten oder Osteuropa verlagern mit einen möglichen ablösen eines Kaltluftbereichs der Kaltluft in der Höhe, welcher sich immer weiter wohl sich nach Sibirien verlagert.

    Über Deutschland würde sich am Sonntag über Montag eine Luftmassengrenze bilden mit Warmluft nach Westen und Südwesten sowie Kaltluft im Osten und Nordosten. Die Temperaturgegensätze sind am Boden besonders beträchtlich und teilsweise am Tag. Dazu zeigt sich in der Höhe am Montag im Bereich dieser Grenze eine Windzunahme.

    Im Verlauf der neuen Woche bleibt es nach dem Hoch bei neue Tröge und eine gemischt - zonale Lage sicherlich. Was möglich neue kräftige Niederschläge bedeutet.

    Wahrscheinlich baut sich eine Blockarde auf die eine retrograde Verschiebung oder Schwingung mal nach Westen und Osten im Verlauf des Märzs auslösen könnte wieder.

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