Kurzfristvorhersage vom 07.03.06 bis 09.03.06
ENS - Modell
Am 08.03.06 gegen 12 Z (12 Uhr) gibt es bei Island und östlich von Grönland ein Unsicherheitsfaktor da sich ein Kerntief bildes und wahrscheinlich als Randtief sich umwandelt und zu norwegischen Küste zieht sowie daß andere bei den Britischen Inseln sich nach Deutschland verlagert.
Bei Skandianvien östlich könnte sich ein Kaltluftteil in der Höhe ablösen und nach Osteuropa sich verlagern in Richtung Polen etwas mit einen Einfluss von Kaltluft die von Nordosten oder Osten auch nach Mitteleuropa sickert.
An beiden Bereichen haben die Isohypsen 516, 552, 576 gpdm eine Ungleichheit sie laufen etwas auseinander. Zufinden bei dem Modelllauf des ENS 500 hPa Geopot. Spaghetti und die 500 hPa Geopot. Mittelkarte mit den Druckgebilden. Da sich hier deutlich mehrere Druckgebilde zeigen wird der Unsicherheitsfaktor deutlich.
Eine deutliche Übereinstimmung zeigt sich bis zum 10.03.06 bei der Höhenströmung die deutlich wellt und in eine zonal - gemischt Großwetterlage überspringt. Da die Frontalzone mehr nach Südeuropa wandert kann sich das der Tiefdruckkomplex im Nordwesten über dem Nordatlantik bei Grönland, Island, Britische Inseln und vor Skandianvien nach Mitteleuropa verlagern.
Bei dieser wellenartigen Höhenströmung haben wir mit den Tiefdruckgebieten einen Transport von Warmluft aus Südwesten und Westen, teils mit Kaltluft aus Nordwesten und bis Samstag dann Kaltluft langsam aus Nordosten und Osten.
Da sehr wahrscheinlich der Modelllauf des ENS mit den anderen Modellen übereinstimmt, würde sich eine wellenartige Höhenströmung einstellen und später auch was den Höhenrücken betrifft der schon länger auf dem Atlantik liegt meridional werden, d.h. es kommt wahrscheinlich eine meridionale Wetterlage auf.
Kurzfrist bis 6 h = 18 Uhr am 07.03.06
Gegen Abend hatten wir in Deutschland ein Hochdruckkeil am Boden der sich weit zum Südteil der Südspitze Skandianviens und dem Nordosten zu Ostsee und Polen ausgeweitet hatte.
Da der Trog über Deutschland, Südeuropa und dem Mittelmeer sowie Osteuropa den Bodenkeil überlaufen hat war der vertikale Gradient etwas ausreichend ein böigen Nord-, Ost- oder Südostwind zu ermöglichen. Auch wenn etwas nur auffallend gewesen.
Im Bereich des Keils kommt es zum Absinken von Luft von oben her auf der Keilrückseite. Durch Einflüsse von der Nordsee oder andere orographische Ursachen konnten wieder einige Schauerhebungsgebiete sich bilden heute.
In den Frühstunden des Mittwochs breitet sich ein Randtrog von den Britischen Inseln aus der über die Nordsee und die Niederlande in die Mitte Deutschlands wandert, dadurch kommt es im Bereich des Randtrogs und dem Bodentief auf der Vorderseite zu verstärkten Hebung mit Niederschlägen als Schnee und Regen im Anschluß.
Für den Mittelmeerraum gab es eine Gewitterwarnung und nun gibt es für 06 Uhr, 08.03.06 morgens eine Gewitterwarnung für das östliche Österreich und bis zum Schwarzen Meer sowie Teile noch am Erzgebirge. Für morgen Vormittag gibt es vorläufig nun noch keine.
Kurzfrist des 08.03.06 00 Z und 06 Z bis 18 Z (6 h bis 30 h)
Ein Langwellentrog in der Höhe reicht von 00 Z bis 6 Z über Deutschland, 08.03.06, Osteuropa und weit ins Mittelmeer zur Türkei unter ihm setzt bis 18 Uhr, 08.03.06 südlich des Schwarzen Meeres eine Bodenzyklogenese ein. Im Bereich einer Achse Höhentrog/ Bodentief. Am Mittwoch am Nachmittag bis Abend haben wir über dem Mittelmeer östlich und südöstlich ein Hebungsgebiet bei Höchtwerten von bis 14°C und -30 oder -25°C im Trog und mit dem Bodentief. Dort gibt es dann einige heftige Regenfälle und einzelne Gewitter. Es kommt dabei aber an Land zu Schneefälle. In tieferen Schichten zeigt sich auch Kaltluftadvektion und kräftige Warmluftadvektion östlich bis südlich über dem Schwarzen Meer und Südosteuropa bei Werten von bis 15°C in der Höhe, dagegen am Boden faßt nur 3°C.
Über dem Mittelmeer zeigt sich auch im Bereich des Bodentiefs eine Windzunahme mit der Drängung der Isobaren am Schwarzen Meer und Südosteuropa der Wind erreicht in Bodennähe auch tagsüber dort Sturmstärke. In der Höhe einiger Schichten zeigt sich eine nur noch geringere Windzunahme und weiter darüber wieder eine deutlich stärkere Zunahme. Der Strahlstrom ist in seinen Bereich in der Höhe stark gekrümmt da sich hier die Stromlinien stark drängen und die Druckgebilde dicht bei einader liegen und so eine Verstärkung in der Windzunahme zeigt.
Bis 18 Uhr ist der Bodenkeil dem Bodentief unter dem Trog nachgefolgt und verlagert sich mit dem Bodentief nach Osteuropa. Gleichzeitig rückt ein Tief von den Britischen Inseln nach und überquerrt den Nordwesen und die Mitte Deutschlands.
In den Frühstunden kommt im äußeren Westen leichter Regen auf, dann bis Mittag langsam im gesamten Westen mehr leichter oder mäßiger Regen. Ab Abend dann in West- und Südwestdeutschland sowie auch Süddeutschland mäßiger und vereinzelt etwas kräftiger Regen. Zuvor in den Frühstunden und bis Mittag etwas Schnee der aber nur in etwas kälteren Gebieten liegen bleibt.
In der Nacht zu Mittwoch, 08.03.06 haben wir Tiefstwerte zwischen -2 bis -6°C im Norden, zwischen -1 und -14°C in der Mitte und im Süden -4 bis -12°C.
Der Wind weht tagsüber noch schwach aus West im Westen und Süd in der Mitte und Süden Deutschlands sowie im Osten aus Südost. Gegen Abend haben wir im äußeren Norden starken Wind mit Zunahme.
Die Niederschlagssumme liegt morgen gegen 12 Uhr im Westen Deutschlands bei 1 bis 6 mm, bis 9.03.06 zwischen 2 bis 7 mm im Nordwesten und 10 bis 31 mm im Westen Deutschlands sowie 10 bis 24 mm im äußeren Norden Bayerns mit 30 bis 38 mm im Südwesten Baden - Württembergs. Im Rest Süddeutschland zwischen 20 bis 24 mm am 09.03.06 im Land.
Das Azorenhoch mit einigen wenigen Keilen bleibt noch an Ort und Stelle wird sich aber ab Samstag hinter einen neuen Trog über Europa und dem Mittelmeer nach Mitteleuropa und Deutschland ausweiten mit einen neuen Hochdruckkeil in Bodennähe der dann weit nach Skandinavien und dem Nordmeer geht. Das Hoch von den Azoren verlagert sich wahrscheinlich weiter nach Spanien und dehnt Keile nach Norden und Nordosten aus und bildet eine Hochdruckbrücke mit dem Hoch bei Grönland.
Hochdruckrücken und Warmlufttranport (Frühlingsluft)
Im Verlauf der Tage kommt eine Ausführung zu dem Hochdruckrücken der schonmal heute angesprochen wurde mit seinen möglichen Warmlufttranport nach Mitteleuropa.
Gruss Marco