Die nächsten Stunden bis Mitternacht fällt der Kerndruck des Tiefs nach den 500 hPa - Analysen auf 980 hPa und nach anderen Analysen. Das Potential an Energie was dem Tief zu Verfügung steht kann am Donnerstag nochmals etwas ansteigen, sonst sinkt es allmählich.
Wind legt am Abend erst langsam deutlich zu und wird im Stundenverlauf bis Mitternacht dann kräftig anwachsen.
Die stärksten Unwetter wird es am Abend und der Nacht an der Deutschen Bucht, niederländischen Nordseeküste und auf den Bergen in Deutschland geben. Es kommt zu orkanartige Böen und Orkanböen. Auf den norddeutschen Mittelgebirgen auch Orkanböen dazu.
Am späten Abend und der Nacht auf Donnerstag, 09.02.06 gegen Mitternacht zieht die Kaltfront aus Nordwesten nach Osten mit orkanartigen Böen und Orkan in der Höhe und am Boden mit einzelnen Sturmböen oder auch Windböen.
Der Sturmwirbel bleibt zumindest morgen Mittag über der Ostsee weitgehend hängen. Bis Freitag zieht der Wirbel mit einer okkludierten Front nach Polen nur langsam ab.
Wind
10 m Wind Bereich (Kn) und 850 hPa - Analyse für den Wind
Der Wind erreicht am späten Abend des Mittwochs, 08.02.06 und gegen 00 UTC auf Donnerstag Sturmstärke auf der Nordsee und der Nordseeküste, in den Frühstunden droht eine weitere Windzunahme dort mit der Gefahr von schweren Sturm und noch darüber wie schon anfangs benannt.
Im Höhenbereich von 1457 m = 850 hPa haben wir am späten Abend über der Nordsee und äußeren Nordwestdeutschland mit schweren Sturm. In der Nacht zu Donnerstag um 00 UTC und den Frühstunden schwerer Sturm in der Höhe über der Niedersächsischen Tiefland, Münsterländer Becken, Weserbergland, Harz, Mecklenburgische Seeplatte und Thüringer Becken sowie auch über Brandenburg und Berlin nach Schwedt und die Ostsee. Was hier aber die Höhe im Moment gerade bei dem Sturm betrifft.
In den Vormittagsstunden läßt der Wind etwas nach und wird aber gleichzeitig wieder sich etwas verstärken.
In den Abendstunden in Süddeutschland in der Höhe noch etwas stürmischer Wind, gegen Nacht auf Donnerstag anfangs nur noch starker Wind. Im Verlauf der Frühstunden erneut auflebend und Gefahr von stürmischen Wind und ab den Vormittagsstunden sowie auch Mittag von der Mitte Deutschlands besonders in der Höhe Gefahr von schweren Sturmböen in Süddeutschland mit den kräftigen Schneefällen und Schneeschauern. Bis in den Frühstunden in Süddeutschland am Freitag in der Höhe Sturm und ab Mittag nur noch in Südostdeutschland Gefahr von Sturm.
Besonders am Donnerstag in den Frühstunden ab Mittagnacht und den ganzen Donnerstag über in Norddeutschland auch in tieferen Bereichen Gefahr von Sturm. Nicht direkt am Boden. Trotzdem sind Sturmböen und Windböen am Boden nicht ausgeschlossen.
Über Deutschland gibt es am Donnerstag Bewölkung zu 92%.
Luftmassen in der Höhe
Aus Nordwesten in der Höhe strömt in Zügen feuchte Kaltluft mit Schnee-, Graupelschauern und Schneefällen über Deutschland hinweg. Bis Samstag erwarten uns Schneefälle in Deutschland die nicht gerade wenig sein werden. Allmählich kommt von Nordosten und Osten Kaltluft in der Höhe zu uns mit -10°C (Isotherme).
Temperatur
Wir haben heute 0 bis 2°C in Süddeutschland und 3 bis 5°C in Norddeutschland.
In der Nacht zu Donnerstag liegen die Werte bei -1 oder -2°C in Süddeutschland, dann bei 0 bis 2°C in Norddeutschland.
Bis morgen Abend in Norddeutschland Höchstwerte von 2 bis 4°C, in Süddeutschland kälter bei -0 bis -1°C.
Schneefallgrenze und Schneegewicht
Die Schneefallgrenze am Donnerstag liegt wieder bei 0 mNN und das Gewicht für gefallenden Neuschnee morgen bei 7 kg im Nordosten, 20 kg nach Nordrhein - Westfalen hin und bei 47 und 50 kg im äußeren Süddeutschland und Südostdeutschland. Die Gefahr von Dacheinstürzen besteht nach Süd- und Südostdeutschland hin. Auch in anderen Bereichen kann es zum erliegen des Verkehrs kommen und auch möglichen Schneechaos. Die genannten Werte werden wahrscheinlich noch überschritten.
Die Gebiete wo größere Schneemengen runter kommen sind in Süddeutschland, die Mitte Deutschlands und Nordost- und Ostdeutschland, im äußeren Nordwestdeutschland ist die Lage etwas entspannter. Trotz schweren Sturmböen. Auch bis zum Freitag nehmen die Schneemengen weiter zu. Am Erzgebirge ist am Donnerstag bis Freitag ebenfalls mit großen Schneemengen zurechnen. Erst am Samstag zeigt sich eine allmähliche Enspannung.
Ich schreibe kurz noch!