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Südliche Oszillation

  • NOB57
  • 28. Januar 2006 um 19:57
  • NOB57
    Gast
    • 28. Januar 2006 um 19:57
    • #1

    Eng mit El Nino mit den veränderlichen Druck- und Windverhältnissen im tropischen Pazifik. Wie erwähnt, befindet sich im Mittel hoher Luftdruck über dem Ostpazifk und tieferer über dem Westpazifik, so daß ein Luftdruckgefälle vom östlichen zum westlichen Pazifik besteht.

    Sein Betrag ist jedoch nicht konstant, sondern schwankt im Laufe von 3 - 6 Jahren.

    Da Windrichtung und Windgeschwindigkeit unmittelbar vom Luftdruckfeld bestimmt werden, schwankt folglich auch der mittlere Windvektor. Diese Schwankungen von Druck- und Windfeld im tropischen Pazifik wird als Südliche Oszillation (Southern Oscillation bezeichnet.

    Ein Maß für diese Luftdruckschwankungen ist der Southern Oscillation Index (SOI). Die Luftdruckbeobachtungen werden von Tahiti und Darwin in Nordaustralien in Beziehung gesetzt.

    Die SOI wird definiert als Verhältnis der aktuellen (monatlichen / jahreszeitlichen ) Luftdruckdifferenz zwischen beiden Orten zur mittleren (vierjährigen) Luftdruckdifferenz.


    Posivitive Anomalien sind überdurchschnittliche hohe Luftdruckgradienten bzw. Passatwind und kennzeichnen die La Nina - Jahre; negative Anomalien des SOI zeigen die Abschwächung des zonalen Druckgradienten bzw. Passatwinds an und kennzeichnen die El Nino - Situation.

    Für alle oberflächennahen Meeresströmungen die primär von der Schubkraft des Windes angetrieben werden.

    So wird der Labrador- und Golfstrom durch die Luftströmung um das Islandtief erzeugt.

    Die treibende Kraft des Perustroms ist das südliche bis südöstliche Windfeld vor Südamerika.

    Der beständige Südostpassat transportiert die Wassermassen vom östlichen zum westlichen tropischen Pazifik. Der Meeresspiegel steigt dort rund 30 - 40 cm an, während er vor der südamerikanischen Pazifikküste um 15 - 20 cm sinkt.


    Wird nun der Zyklus der Südlichen Oszillation das Luftdruckfeld über dem Pazifik geschwächt, so schwächt sich auch der zonale Luftdruckgegensatz und damit die Schubkraft des Passats ab, so werden im Westpazifik Schwerewellen im äquatorialen Ozean ausgelöst, sog. Kelvinwellen.

    Sie wandern über den Pazifik ostwärts und erhöhen vor Südamerika die Kaltphase des abgesunkenen Meeresspiegel wieder.

    Gleichzeitig reduziert sich im Perustrom der Auftrieb des kalten Tiefenwassers.


    Die Kelvinwellen die sich längs des Äquators ostwärts ausbreiten. Diese werden beim Auftreffen auf den südamerikanischen Kontinent reflektiert und wandern danach als Rossbywellen im Pazifik westwärts.

    Ein in einiger Entfernung vom Äquator ostwärts wandernden Kelvinwelle werden dagegen vor der südamerikanischen Küste als Küstenkelvinwellen nach Norden und Süden abgelenkt.

    Mit der Entstehung und Ausbreitung der Kelvinwellen kommt es zur Erwärmung im mittleren und östlichen tropischen Pazifik und des Perustroms.

    Die El Nino - Phase tritt ein und löst ein Jahr die ostpazfische Kaltphase ab. El Nino ebenso wie La Nina sind somit das Ergebnis von nätürlicher und komplexer Wechselwirkungenprozesse von Ozean und Atmosphäre.

    Gruss Marco

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