Eine Änderung der Meeresoberflächentemperatur hat über die Änderung der Wärmeabgabe an die Luft Auswirkungen auf die atmosphärische Zirkulation.
Dies gilt bei den starken El Nino - Ereignisse. Untersuchungen lassen Zusammenhänge zwischen El Nino bzw. La Nina einerseits und regionalen Witterungsschwankungen erkennen.
Die Fernwirkung El Nino auf Europa ist gering.
Islantief und Azorenhoch/ Islandtief und Sibirisches Kältehoch
In Deutschland läßt sich ein Effekt auf die Temperatur und den Niederschlag in einigen Monaten erkennen. Diese sind aber nur schwach ausgeprägt.
Unser Wetter ist im wesentlichen von dem Kältespiel zwischen Islandtief und Azorenhoch im Sommer und im Winter von Islandtief sowie Sibirischen Kältehoch geprägt.
Der El Nino - Einfluß macht hier nur 5 - 10% der Schwankungen aus.
Das gleiche betriff auch Nordeuropa.
Pazifischer Raum
Die Verhältnisse im pazifischen Raum sind dort ganz anders. Hier führt El Nino zu heftigen Regenfällen an der Küste von Nordchile, Peru und Equador, aber auch von Kalifornien. Während die Niederschlagsmengen im östlichen Pazifik in El Nino - Jahren zunehmen, verringern sie sich in der Regenzeit über Nordaustralien, Indonesien und Neu Guinea.
In der stärksten Pause gehen im westlichen Pazifik 20 - 40% der Witterungsanomalien von El Nino aus.
Die Witterungsanomalie hat jede Änderung der Niederschlagsmenge zufolge mit Auswirkungen auf die Landwirtschaft. In starken El Nino - Ereignissen fallen die Ernteerträge geringer von Getreide in Australien, dem Nordosten Brasiliens aus. Bei La Nina - Jahren ist dies anders herum.
Bei den Zirkulationsverhältnissen bei El Nino kommt es in beiden Gebieten zum verstärkten Absinken von Luft und damit ein abnehmen der Niederschläge. Über dem östlichen Pazfifik kommt es zum aufsteigen von Luft und zu außergewöhnlich heftige Regenfälle.
Gruss Marco