Nicht nur in Voerde, Ratingen und Kaarst (
) war es ungewöhnlich warm am letzten Wochenende,
auch in anderen Regionen Deutschlands wurden die Heizungen abgeschaltet.
Hierzu ein Auszug aus dem Statement des Deutschen Wetterdienstes:
"Einen ungewöhnlich heftigen Wärmeeinbruch gab es am zweiten Novemberwochenende 6.-
8.11.2015 in vielen Regionen Deutschlands, nach einer für die Jahreszeit gebietsweise deutlich
zu warm verlaufenden Woche.
Verantwortlich für die außergewöhnlich warme Witterung der letzten Tage war einerseits ein
großräumiger Tiefdruck-Komplex um die Tiefs "Ziad" und "Albert" mit Kernen im Raum Island
und andererseits Hoch "Ulrike" auf dem Festland von Spanien über die Alpenregion hinweg
bis nach Osteuropa. Zwischen beiden Druckgebilden konnte sich eine kräftige südwestliche
Strömung ausbilden, die warme Luftmassen aus dem Mittelmeergebiet nach Deutschland
transportierte. Mit blauem Himmel und kräftiger Sonnenstrahlung wurden am Wochenende
insbesondere im Südwesten Deutschlands vielerorts die langjährigen Novemberrekorde für
die Lufttemperatur gebrochen.
Ein vergleichbar warmer Novemberstart fand sich in den Jahren 1955, 1968 und 1997, die
höchsten bisher gemessenen Temperaturwerte wurden am 6. November 1997 mit 25,9 °C in
Rosenheim und mit 25,2 °C in Kiefersfelden an der österreichischen Grenze registriert.
Volkstümlich werden solch außergewöhnlich warme Perioden in der ersten Novemberhälfte
als „Martinisommer“ bezeichnet. In den letzten 30 Jahren traten solche Ereignisse vermehrt
auf."