der Wupperverband veröffentlichte am 18.1. 2012
http://www.wupperverband.de/6DCF33C4DAB3E2…ED0047DF86.html
"Dauerregen im Dezember 2011
Mehr als 300 Liter Regen in Marienheide
Nach dem extrem trockenen November 2011 öffnete der Himmel im Dezember seine Schleusen und brachte reichlich Regen. Statt Winterstimmung herrschte überwiegend trübes Nass. Trocken blieb es im Wuppergebiet – wie die Auswertung des Wupperverbandes für einige Beispielmessstellen zeigt – nur an 2 bis 3 Tagen.
Entsprechend lagen die Niederschlagsmengen an den einzelnen Messstellen deutlich über dem Durchschnitt.
Spitzenreiter im Wuppergebiet war die Messstelle im Klärwerk Marienheide. Hier war die Regenmenge mit 304 Litern pro Quadratmeter (ca. 30 Wassereimer auf den Quadratmeter) fast doppelt so hoch wie im Dezember-Durchschnitt (157 Liter).
Als „trockenste“ Messstelle im Dezember brachte es die Messstelle im Klärwerk Leverkusen immerhin auf 123 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind 53 Liter mehr als im Dezember-Durchschnitt.
Auch andere Messstellen bekamen viel Regen ab. An der Bever-Talsperre regnete es mit 275 Litern pro Quadratmeter rund 131 Liter mehr als im Durchschnitt (144 Liter). Einen vergleichbar nassen Dezember gab es zuletzt 1995 mit damals 290 Litern Regen.
Im Wuppertaler Klärwerk Buchenhofen übertraf der Dezember-Regen mit 210 Litern den Durchschnitt von 118 Litern um 92 Liter. Ähnlich nass war ein Dezember an dieser Messstelle zuletzt im Jahr 1994 mit sogar 244 Litern Regen.
In Solingen-Unterburg wurden im Klärwerk Burg 209 Liter Niederschlag gemessen. Das sind 59 Liter mehr als im Durchschnitt (150 Liter). Vergleichbar viel Regen in einem Dezember gab es in Unterburg zuletzt im Jahr 2000 mit 215 Litern Regen.
An der Messstelle Lindscheid / Große Dhünn-Talsperre regnete es mit 187 Litern pro Quadratmeter 69 Liter mehr als im Durchschnitt (118 Liter). Damit reichte der Dezember 2011 fast an den letzten vergleichbar nassen Dezember des Jahres 2000 heran. Damals fielen 195 Liter Niederschlag.
Während der verregnete Dezember nicht gerade zu Aktivitäten im Freien einlud, war der Regen für die Wasserwirtschaft durchaus positiv. Durch das extrem trockene Frühjahr und den Trockenmonat November war der Stauinhalt der Brauchwassertalsperren am Oberlauf der Wupper im Jahresverlauf zeitweise gesunken. Die Regenmengen im Dezember konnte der Wupperverband dazu nutzen, in den Brauchwassertalsperren wieder so viel Wasser zu speichern, wie es der Hochwasserschutz im Winter zulässt."
Über den oben angegebenen Link findet man dann auch eine Niederschlagsstatistik für Dezember 2011