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Geothermie

  • Olivier
  • 21. November 2010 um 14:37
  • Olivier
    Gast
    • 21. November 2010 um 14:37
    • #1

    Hallo zusammen!

    Diese Woche haben sich "schlaue Köpfe" in Karlsruhe getroffen um über das Thema "Geothermie" zu diskutieren.
    Dass die Bohrungen nicht immer folgenlos bleiben haben u.a. die Schweiz, die Städte Stauffen und Landau schon erleben müssen.

    Ich habe mir dazu meine eigenen Gedanken gemacht:
    Bei der Geothermienutzung wird ja relatives oberflächennahes heißes Grundwasser entnommen, abgekühlt und wieder zurückgepumpt. Könnte hier auf lange Sicht nicht das "Temperaturgefüge" des Erdbodens negativ beeinflußt werden? Im Moment wohl eher nicht, da es noch nicht flächendeckend genutzt wird. Aber wie sieht es aus, wenn das Ganze Schule macht und jede Stadt ihren eigenen Claim absteckt?

    Allerdings bin ich kein Geologe und kann daher nicht sagen, ob das Abkühlen unsere Erde überhaupt interessiert. Auf der anderen Seite entnehmen wir einem System (=Wärmekreislauf in der Erde) Energie und das kann nach dem Energieerhaltungssatz nicht ohne Folgen bleiben ...

    Wie seht ihr das Ganze?

  • der Hannes der kann es
    Klimaforscher
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    • 21. November 2010 um 21:40
    • #2

    Ich denke der Teil, selbst wenn ganz Deutschland, der entnommen wird ist so verschwindend gering im Vergleich der ganzen Erde, daß es nichts ausmachen wird.
    Andere Länder werden sicherlich nicht mitziehen.

    :wolkenlos: Gruß Uwe

    Schimmelgutachter Hannes GmbH FeWo

  • Olivier
    Gast
    • 21. November 2010 um 23:42
    • #3

    Bei uns wird das Freizeitbad "miramar" mit Geothermie versorgt. Dabei wird heißes Wasser aus einer Tiefe von ca. 1.100m gefördert (wenn ich alles richtig verstanden habe).
    Eigentlich sah der ursprüngliche Plan vor bis in eine Tiefe von ca. 3.500 m vorzustoßen (dort vermutet man Wasser mit einer Temperatur von ca. 160°C). Bei den Bohrungen kam es aber zu Schierigkeiten, so dass nicht weiter gemacht wurde. Das derzeit "geförderte" Wasser hat eine Temperatur von "nur" ca. 65°C (wenn ich richtig informiert bin). Die geplante Versorgung einer Neubausiedlung mit Fernwärme wurde erst mal auf Eis gelegt (schönes Wortspiel :D ).

    Ich meinte auch nicht, dass die Erde in der Tiefe auskühlt. Aber aus rein physikalischen Gesichtspunkten könnte es doch bei vermehrter Entnahme zur Temperaturabsenkung der oberflächennahen Erdkruste kommen.
    Man macht sich halt so seine Gedanken ... früher hat man auch nicht über FCKW, Ozon etc. nachgedacht ...

    Und was andere Länder angeht:
    Island mit seinen Vulkanen nutzt die Erdwärme schon seit längerem. Unterschied zu den anderen Systemen: sie arbeiten an Stellen, an denen das System "Erdkruste" anhand von Vulkanen sowieso viel Wärme abgibt.

  • Olivier
    Gast
    • 22. November 2010 um 20:28
    • #4

    Da hast Du wohl Recht.
    Aber früher wußte man es nicht besser ... heute schon.

  • Olivier
    Gast
    • 23. November 2010 um 07:47
    • #5
    Zitat von 001blacky

    ... Wir werden es eh nicht ändern aber wir dürfen es bezahlen ;( mit unseren Steuern


    Und schon wieder muss ich dir Recht geben.

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