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Was waren eure kältesten Temp. die ihr erlebt habt?

  • *djpatrick*
  • 5. März 2004 um 15:07
1. offizieller Beitrag
  • *djpatrick*
    Administrator
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    • 5. März 2004 um 15:07
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Nun, ich fang auch gleich mal an.

    Am 13.01.1987 nachmittags gegen 16:00 Uhr war ich noch draußen zwecks Schnee kehren. Zu dieser Zeit zeigte das Thermometer schon -16°C. Obwohl viel Schnee zu kehren war, wurde einem nicht wirklich dabei warm.
    Am folgenden Morgen, als ich früh zur Schule mußte, da zeigte das Thermo nur -28°C. Das war einfach nur :bibberkalt: :bibberkalt: :bibberkalt:
    Natürlich war ich an diesem Tag nicht in der Schule, da die Busse ihre Motoren nicht starten konnten. Somit hatte die Kälte doch noch was gutes ;)

    Gruß

    Patrick

  • hawedi
    Gast
    • 5. März 2004 um 17:30
    • #2

    Ich will (und muss) meine Geschichte anders betiteln :

    Mein kältestes Erlebnis

    Frühsommer 1969 beim Straßenbau am Tauernpass. Wie gesagt ein Sommertag und in der Höhe waren die Tagestemperaturen auch bereits weit über 20 Grad. Letzter Arbeitstag der Woche, jedoch keine Gelegenheit zur Heimfahrt (Abgang, so hieß das nur alle 3 Wochen). Vom Baulager bis nach Obertauern waren es ca. 6 Straßenkilometer und wir entschlossen und am Abend zu einem Besuch bei einer bekannten Wirtsfamilie dort. Dazu muss man wissen, dass Obertauern damals in der Zwischensaison eine tote Ansiedlung war. Alle Gasthäuser und Pensionen geschlossen, die Tankstelle nur tagsüber besetzt. Nur diese Bekannten hatten an jenem Tag in ihrer Pension zu tun und uns zum Plausch eingeladen.
    Zum Einbruch der Nacht erst ein heftiges Gewitter (Unwetter in den Alpen ist was tolles). Beim Aufbruch so gegen Mitternacht dann bereits heftiges Schneetreiben.
    Jetzt das Malheur. Ich hatte wohl mit der Hausangestellten ein wenig im Flur verbummelt ;) , denn das Auto meiner Freunde war vom Parkplatz verschwunden. Klar, die hatten angenommen ich würde lieber mit dem Wagen der Wirte abfahren. Ums Haus zurück, jedoch da war deren weißer Opel auch schon weg.
    Wie gesagt, chancenlos in so einer verlassenen Gegend unterzukommen. Den Kragen der dünnen Jacke bestmöglichst hochgezogen habe ich es mit Bewegungstherapie versucht. Sturmschritt marsch, entlang der Straße bergab ins Baulager. Wie ich dort angekommen bin, weis ich heut nimmer, wahrscheinlich wusste ich es auch nicht mehr am nächsten Morgen.

    :1-schneesturm:

    Nachsatz :
    Der Wetterumschwung blieb und am Mittag des darauffolgenden Tages lief hier die Bergetappe der Österreich Radrundfahrt. Klar lies ich mir das Erlebnis nicht entgehen. Bei Schneeregen, Wind und dementsprechenden Temperaturen sind die Helden der Landstraße an mir vorbeigezogen. An die gequiälten Gesichter habe ich noch heute eine gute Erinnerung.
    Aus der Tagesetappe wurde eine Halbetappe gemacht und die strapazierten Körper in Obertauern förmlich vom Rad gehoben. Da war wurde mir klar, dass mein Erlebnis hier wohl noch zu den einfacheren Übungen zählte.

  • Jockel
    Gast
    • 5. März 2004 um 18:17
    • #3

    In Berlin waren im Januar 1987 auch mal 2 Wochen lang bis zu -27 Grad!

    Auch in diesem besagten Jahr war ich mit meinem Vater in Irkutsk (Sibiriren) und was soll ich sagen -47 Grad :bibberkalt: :bibberkalt: :bibberkalt:

    Die Russen haben bevor sie ihre Autos angeschmissen haben, eine Radkappe mit Benzin angezündet und unter das Auto geschoben! (Kein Witz)

  • hawedi
    Gast
    • 5. März 2004 um 23:15
    • #4
    Zitat

    Radkappe mit Benzin angezündet und unter das Auto geschoben! (Kein Witz)

    Glaub ich dir auf´s Wort. Nach den Erzählungen von meinem Herrn Papa :
    Lötlampen (Benzinbetrieben) zum Vorheizen der LKW Diesel = Luxusartikel :))

  • peter27
    Gast
    • 14. Mai 2004 um 23:16
    • #5

    Ich glaube es war im Februar 1956. Das Thermometer zeigte an diesem Morgen -37,0°C an. Ich wohnte damals in Blumberg, einer damals kleinen Bergarbeitersiedlung, zwischen Baar und Hochschwarzwald in 780m Höhe. Auf dem Weg in die Schule, ca. 600-700m, Handschuhe brauchte man ja als gestandenes Mannsbild nicht, habe ich mir scheinbar fast die Finger erfroren. Denn in der Schule angekommen und hinein ins Warme, fiel ich um wie ein Sack. Einfach so, die Schmerzen in den Fingern beim Auftauen waren derart stark, daß ich ohnmächtig wurde. Ich fiel auch noch so unglücklich, daß ich mir dabei einen Zahn ausschlug. Der wurde zwar repariert, aber ich hatte eine bleibende Erinnerung an "meine kälteste Temperatur"
    Gruß
    Peter

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