Am Montag den 2.Juni 2008 erreignete sich im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg ein schweres Unwetter, das vielen Leuten noch jahrelang in Erinnerung bleiben wird!
Für diesen Tag waren bereits schon am Vortag durch die Wetterdienste mögliche schwere Gewitter prognostiziert. Auch die Karten zeigten hohe CAPE und Lifted Index Werte.
Der Montag startete sonnig mit nur ein paar hohen Cirren, gegen 10 Uhr konnte man über dem Schwarzwald bereits erste Quellwolken, gegen Mittag dann auch erste Quellungen auf der Alb. Diese wurden im Verlauf immer mächtiger, schließlich löste es aus! Gegen 17 Uhr konnte man die ersten Donner wahrnehmen. Rasch intensiviertes sich das System und zog direkt in Richtung Zollernalbkreis!
Bilder aus Albstadt als das Unwetter aufzog
Quelle: Kevin Kerner

Quelle Kevin Kerner

Gegen 18:30 erreichte das System die größte Reflektivität mit bis zu 65dBZ
Quelle: Dopplerradar Karlsruhe
Hierzu auch noch die Regenrate um den gleichen Zeitpunkt
Quelle: Dopllerradar Karlsruhe
Gegen 18:50 erreichte das System auch das Killertal mit den Ortschaften Jungingen und Hechingen
Quelle: Dopplerradar Karlsruhe
Regenrate
Quelle: Dopplerradar Karlsruhe
Das verheerende an der Zelle war, das sie mehrmals ihre Zugrichtung änderte, an meinem Wohnort in Albstadt konnte ich das sehr gut beobachten! Zuerst zog sie von West nach Ost, dann 15 Minuten später genau in die andere Richtung! Kurze Zeit später änderte sie dann erneut ihre Zugrichtung! Dadurch kam es zu sehr hohen Regenmengen in kurzer Zeit.
Selbst gegen 19:30 noch sehr starke Reflektivität
Quelle: Wetteronline
Während des Gewitter fiel Hagel um 3cm vom Himmel und starker Regen die Starzel im Killertal trat über die Ufer und überschwemmte die Ortschaften Jungingen und Hechingen! Dabei mussten leider 3 Menschen ihr Leben lassen! Viele Menschen verloren ihr Hab und Gut, einzelne Häuser sind sogar einsturzgefährdet!
Innerhalb einer Stunde fielen in Albstadt und Umgebung bis zu 45mm/m², die höchste Tagessumme wurde in Meßstetten(Zollernalbkreis) mit 65mm gemessen
Quelle: HVZ Baden-Württemberg

Quelle: HVZ Baden-Württemberg
Der Wasserstand der Schmeie in A-Ebingen stieg kurzzeitig um das dreifache an, erreichte somit fast die historische Hochwassermarke von 2000
Quelle: HVZ Baden-Württemberg
Anschließend zog das System Richtung Nord-Nordwest ab. Gegen Abend wurde dann im Kreis Katastrophenalarm ausgelöst, alle verfügbaren Einsatzkräfte wurden nach Jungingen und Hechingen geordert. Dort fanden sie totale Verwüstung vor, manche Feuerwehrmänner erzählten, dass es wie nach einem Bombenangriff aussähe!





Quelle obiger Bilder: DPA
Nun noch ein paar Bilder die mir freundlicherweise von Marco Kaschuba zur Verfügung gestellt wurden:








Hinweis: Bei den verwendeten Bilder habe ich eine Genehmigung sie zu verwenden
Grüße Kevin