Erdbeben entstehen durch dynamische Prozesse der Erde. Eine Folge davon ist die Plattentektonik, also die Bewegungen der Lithosphärenplatten, welche die Erdkruste und den obersten Erdmantel umfassen.
Tektonischen Beben kommen insbesondere an den Plattengrenzen, wo sich verschiedene Platten auseinander (Spreizungszone, divergente Plattengrenze), aufeinander zu (Kollisionszone, konvergente Plattengrenze, oder Subduktionszone) oder aneinander vorbei (Transformverwerfung) bewegen, zum Aufbau gewaltiger Spannungen innerhalb des Gesteins, wenn sich die Platten in ihrer Bewegung verhaken und verkanten. Wird die Scherfestigkeit der Gesteine überschritten, entladen sich dann plötzlich diese Spannungen durch ruckartige Bewegungen der Erdkruste und es kommt zum tektonischen Beben. Die dabei freigesetzte Energie kann die einer Wasserstoffbombe um das Hundertfache übertreffen. Da die aufgebaute Spannung nicht auf die unmittelbare Nähe der Plattengrenze beschränkt ist, kann der Entlastungsbruch in seltenen Fällen auch im Inneren der Platte auftreten, wenn das Krustengestein ( z.B. Oberrheingraben) eine Schwächezone aufweist. Infos von USGS und Wikipedia
Plattengrenze (USGS)
Tektonische Platten (USGS)
Bewegung der Platten (NASA)