Es gibt hier eine Parallele zu El Nino auf der Nordhalbkugel, genannt die NAO. Sie ist das Resultat eines Zusammenspiels des bekannten Islandtiefs und Azorenhochs bei den Azoren.
LIegen beide in etwa an den benannten Seiten, befindet sich das System im positiven Modus. Durch ihre entgegengesetzten Drehbewegungen schleusen Hoch und Tief gemeinsam, an der Stelle, wo sie aneinander kommen, Winde über den Nordatlantik nach Osten Richtung Europa.
Zu Winterbeginn sinken im Norden die Temperaturen, wird der Druckunterschied zwischen beiden Systemen größer und die Winde verstärken sich.
Für Europa bedeutet das verhältnismäßig feuchte und milde Winter, weil Winde über dem Atlantik Feuchtigkeit aufnehmen und auch andererseits stärkere Stürme entstehen.
Für den Osten der USA und Kanadas sind sie das Gegenteil, denn von dort wird die Kaltluft auf der Rückseite des Tiefs nach Süden gelenkt, dadurch sind die Winter kälter.
Im negativen Modus, verlässt das Islantief seinen angestammten Ort und wandert nach Süden Richtung Azoren. Im Gegenzug wandert das Azorenhoch nach Norden. Als Folge wird die Höhenströmung nach Süden Richtung Mittelmeer gelenkt.
Es regnet dort kräftig und teilsweise bis in den Nahen Osten hinein.
Die negative Lage bringt in Europa kälteres Wetter und im Osten der USA und in Kanada milderes Wetter.
Gruss Marco