Juli 2020 bis Sept 2021, , kalte Juli im ca. 20-Jahre-Takt , Rekordschnee S-Alpen wie Nov. 2019, "HSN-Brillenlagen", Rekord April/Mai?

  • 1984-87, 4 Jahre in Folge kalte Auguste:

    Kühl und trüb statt sommerlich - Rückblick: August 2014 - Wetternews - WetterOnline

    im neuen Rückblick zu sehen:

    kalte Auguste 1993, 96, 98, 2005+06, 10, 14 und nun 2021

    Kaltjahre Berlin: 1708+09, 1740, 1784

    1805, 14+16, 1829 + 38

    1909, 1919, 1929, 1940-42, 1969, 1979, der 10-Jahre-Takt, die 9er Jahre kalt

    Diplom-Meteorologe
    Hubertus Schulze-Neuhoff
    56841 Traben-Trarbach

  • hsn

    Changed the title of the thread from “Juli 2020 bis August 2021, , kalte Juli im ca. 20-Jahre-Takt , Rekordschnee S-Alpen wie Nov. 2019, "HSN-Brillenlagen", Rekord April/Mai?” to “Juli 2020 bis Sept 2021, , kalte Juli im ca. 20-Jahre-Takt , Rekordschnee S-Alpen wie Nov. 2019, "HSN-Brillenlagen", Rekord April/Mai?”.
  • die extremen 9er und 10er-Jahre, dieses Jahr 11er Jahr:

    Temperaturmonatsmittel BERLIN-TEMPELHOF 1701- 1993 (wetterzentrale.de)

    1709: -13.2 ° C im Januar

    1729: - 4.2 ° C im Jan

    1740: -8.5 ° C im Jan

    1748: 20.0 ° C im August, 1951 im Aug. 20. 3 ° C

    ....................

    1909: Jahr 7.8 ° C

    1919: Jahr 7.9 ° C

    1929: Feb. -10.4 ° C

    1940: Jan. -9.6 ° C, gefolgt von zwei weiteren kalten Wintern

    1949: Sept. 17.3 ° C, nach zuvor schon extremem Kaltwinter und Heißsommer 1947

    1959: Juli 20.9 ° C

    1969: Dez. -5.5 ° C, zusätzlich 1963 Kaltwinter

    1979: Jan. -3.6, Silvesterkälte von Schleswig-Holstein, dort die Schneekatastrophe

    ------------------------------------------

    nun die extremen 6er Jahre:

    1985-87: drei Kaltwinter

    1996: kaltes Jahr

    2005/06: kalt und schneereich, Münsterländer Schneechaos – Wikipedia

    ---------------------------------------------

    2010: extrem kalter Januar und Dezember

    2011: K1 bis K4, extrem kalte Februarwoche, kalter April, Mai und August

    ----------------

    Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland – Wikipedia

    Diplom-Meteorologe
    Hubertus Schulze-Neuhoff
    56841 Traben-Trarbach

  • Die Klimasorgen vor ca. 100 Jahren, ich schrieb dazu am 15. Dez. 2020

    "Grunow: „Wetter und Klima, 1942: Parallelen 1918 bis 1942

    Dr. Grunow (gekürzt): „ Wir erwähnten langjährige Klimaschwankungen, deren Schwingungsdauer mehr als 100 Jahre betragen kann. Auffällige Erscheinungen einer Klimaschwankung konnten wir seit 1918 beobachten. Kalte Winter in Deutschland, von denen ältere Generationen noch zu erzählen wußten, gehörten der Vergangenheit an. Viele Untersuchungen ließen eindeutig eine Erwärmung erkennen (wie aktuell seit 1988, Anmerkung HSN). Mit dieser Erwärmung ging ein Zurückweichen der Eisgrenze einher. Gleichzeitig waren die atlantischen Meeresströmungen wärmer geworden. Viele Zugvögel aus dem hohen Norden überwinterten in Deutschland. …. Folgen dieser Abweichung waren ungewöhnliche Trockenheitserscheinungen (1921, 1928-30, 1934 und 1936)“ Es konnte kein Zweifel darüber bestehen, daß diesem Ausschwingen des Klimas nach der einen Seite ein Rückschwingen folgt.

    Im Jahre 1936 trat der Umkehrpunkt ein. Seitdem sind die winterlichen Verhältnisse nach der Gegenseite umgeschlagen. Seit 1939/40 eine Aufeinanderfolge kalter Winter …..“

    Kommentar HSN dazu: So wie damals 1918 bis 1940 die oben erwähnte 22-jährige Erwärmungsphase gab (Ausnahme Winter 1929), leben wir nun seit 1988 bis 2020 in der nächsten Warm-/Hitzephase (Ausnahmen 1996 und 2010, die Winter betreffend). Wer bereit ist, aus der Vergangenheit zu lernen, der rechnet damit, daß auch diesem Ausschwingen des Klimas zur warmen Seite ein Rückschwingen zur Kaltphase folgen wird. Das kann schon in zwei oder fünf Jahren erfolgen. Lasst Euch das „gesagt“ sein, vom Klimaforscher HSN mit seinen 75 Jahren....."

    Nun bin ich 2021 schon 76 Jahre alt, und schwingt das Klima nun schon zur kalten Phase um, in Stufen abwärts?


    Klimasorgen ähnlich wie aktuell vor ca. 200 Jahren:

    Heimatkunde: Klimasorgen im 19. Jahrhundert - Leibnitz (meinbezirk.at)

    ....." In den Zeitungen der Jahre 1824 bis 1828 las man, das Klima habe sich verändert, es sei wärmer geworden, und die alten Leute bestätigten das. Die Leute machten keine Aufzeichnungen und in Erinnerung blieb nur das ungewöhnlich lange Anhalten der warmen Witterung. Es begann eine voreilige Diskussion über eine allgemeine Klimaänderung.

    Da kam der kalte Winter von 1829 auf 1830, und mehrere Jahre hindurch verstummten alle Stimmen, bis endlich das heiße Jahr 1834 aufs Neue Gelegenheit gab, dass ähnliche Ansichten geäußert wurden, die aber wieder durch den kalten Winter von 1837 auf 1838 verstummen mussten. Vaterländischer Pilger 1839.

    Im Sommer 1829 war es so kalt, dass nirgends in Deutschland das Obst reifte, vom Wein gar nicht zu reden, der nicht einmal zum Essig zu brauchen war, weil sich gar kein Zuckerstoff in den Trauben entwickelt hatte. ....

    Winter 1829 auf 1830 herrscht von November bis März eine Kälte von -17.5 Grad C. bis –33.75 Grad C. ohne Unterbrechung, ohne einen einzigen milden Tag dazwischen, welcher kalte Winter noch überdies auf einen kalten Sommer folgte. Der Erdball und seine Naturwunder, 1. Bd., Gustav Hempel, Berlin 1863.

    Der Winter 1829/30 war der kälteste im 19. Jahrhundert. Der Jänner 1830 bringt es auf eine durchschnittliche Tiefsttemperatur vom minus 8.5 ° C. Das normale Jännermittel ist nur minus 2.2 ° C. Die Jännermonate waren für strenge Kälte bekannt, doch in diesem Winter dauerte die Kälte die ganze Jahreszeit an. Der Schnee lag 36 Zoll (rund 90 Zentimeter) hoch und die Hasen fanden keine andere Nahrung als die Weinreben. Das Jahr 1830 bleibt nicht nur wegen der außergewöhnlichen Schneemenge, sondern wegen der am 2. Februar 1830 eingetretenen Kälte von minus 24 Grad Celsius in Erinnerung.

    Die Donau und ihre Nebenflüsse frieren zu. Es ist der kälteste Winter seit Beginn der Messungen 1767. .....

    Auf einen Sommer 1829, so unheimlich kalt und regnerisch, dass man im Juli verschiedentlich heizte, auf einen Herbst, so trübe und kalt, dass nirgends eine reife Traube gefunden wurde, folgte ein Winter, der von Mitte Oktober 1829 bis Mitte März 1830 dauerte, ohne einen Tag des Tauens oder Regnens, und die Kälte stieg auf - 29 Grad Reaumur, das heißt auf 36 ½ Grad Celsius unter null. Als anfangs März 1830 plötzlich nachließ bis auf minus 14 Grad Reaumur (- 17 ½ Grad C.), hielt man diese Temperatur für warm, denn sie machte in dieser grimmigen Kälte einen angenehmen Eindruck.....

    Diplom-Meteorologe
    Hubertus Schulze-Neuhoff
    56841 Traben-Trarbach