Vorstellung meiner Hardware zur Auslesung der Wetterstation (Alternative zu WsWin und einem Windowspc)

  • (Geschrieben von Hofei)


    Hallo Zusammen,

    heute möchte ich euch meine Lösung vorstellen, an der meine Wetterstation angeschlossen ist und zugleich als Server für meine Web-Stationsseite fungiert.

    Kurz vor dem ich den Kauf tätigte, sah auch alles danach aus, dass ich mir einen kleinen Windowsserver besorgen würde der im 24/7 Betrieb arbeiten sollte mit WsWin um regelmäßig die Daten der Wetterstation abzuholen und im Web bereitzustellen. Aber alles kam anders :)


    Durch Zufall wurde ich zu dieser Zeit (2014) auf den Raspberry Pi aufmerksam. Dies ist ein kleiner Einplatinencomputer zu einem sehr erschwinglichen Preis. Dieser ermöglicht die Anbindung der Wettersation und der Bereitstellung der Daten als Webseite. Mittlerweile habe ich mir sogar noch einen kleinen Wetterbot programmiert, welcher mir via Telegram (soetwas wie Whatsapp) täglich/wöchentlich/monatlich Wetterdatenstatistik an das Handy sendet, auch zugänglich für jeden anderer der daran Interesse hat. (Min/Max Temperatur / Regen / Wind). Aber nochmals zurück zum technischen:


    Als Hardware fungiert wie erwähnt ein Raspberry Pi 3. Kostet ca. zwischen 35-40€. Bei diesem Modull ist WLAN integriert, eine LAN Buchse und USB stehen ebenfalls zur Verfügung. Zustätzlich benötigt man hierzu noch eine SD-Karte und ein Netzteil.

    Als Betriebssystem wird Raspbian (Linux Debian speziell für den Raspberry Pi) verwendet (Betriebssystem ist gratis!)

    Als Software kommt bei mir Weewx zum Einsatz, welches auch gratis erhältlich ist.



    Kurzer Ausschweif: Dies war auch bei mir der Einstieg in Linux, aber bitte nicht vor Linux abschrecken ! Der Einstieg kann zwar mühsam sein, lohnt sich aber. Auch existiert für Linux allgemein und dem Raspberry Pi eine sehr große hilfsbereite Community welche einem immer mit Rat und Tat zur Seite steht. So auch ich, für jeden der aufgrund meines Threads hier es selbst ausprobieren möchte, kann sich gerne bei mir melden und Unterstüzung holen bei der Inbetriebnahme des Systems. Auch könnte ich, sofern es mehrere Interessenten gibt, ein allgemeines Tutorial dafür verfassen.


    Zurück zum wesentlichen, und in meinen Augen ein großer Knackpunkt! Jetzt war die Anschaffung schon nicht gerade teuer, so sind die Folgekosten (Stromkosten) ein wesentlicher Punkt warum ich froh bin auf dieses System zu setzen. Der Raspberry Pi ist nämlich mit dem Stromverbrauch sehr genügsam. Für meinen Raspberry Pi welcher die Wettersation "betreut" habe ich mir extra an Wattmeter zugelegt.

    Leerlauf des Raspberry Pi: 1,8 Watt

    Arbeitsmodus (Daten von Wettersation auslesen, Zugriff auf Website, Übermittlung der Daten ins Internet, wie z.B hierher zu wettersektor): max. 2,7 Watt

    Systembenchmark (Bewusste komplette Auslastung des Systems): 4,6 Watt


    Wie man sieht sind die Folgestromkosten (fast) zu Vernachlässigen.

    Kleiner Hinweis, im Arbeitsmodus befindet sich der Raspberry Pi natürlich immer nur sehr kurz, Daten abholen(ca 5Sek) und bereitstellen (ca 20 Sek, für Awekas, Wettersektor und privater Seite für Darstellung in Grafana)


    Im Betrieb ist das System bei mir seit Dezember 2014.

    Um die Daten für Wettersektor bereitzustellen, habe ich ein kleines Skript verfasst, welches hier zu finden ist.


    Noch zum Abschluss möchte ich erwähnen, dass es mittlerweile einen Raspberry Pi Zero auf dem Markt gibt, welcher noch kleiner und Stromsparender als der Raspberry Pi 3 gibt. Dafür hat der Raspberry Pi Zero nicht die Leistung wie der Pi3.

    Wie auch schon oben erwähnt, stellt die Plattform noch viel mehr möglichkeiten dar sich selbst Skripte zu programmieren welche Funktionen übernehmen, wie ich es getan habe mit der Bereitstellung der Wetterdaten für Wettersektor, einen Wetterbot, oder auch Funksteckdosen zu Hause schalten mit Hilfe von 433MHz. (Mein aktuelles Projekt, im Bad einen Luftentfeuchter einzuschalten, wenn die Luft über einen gewissen Zeitraum zu feucht ist). Den Ideen sind hierbei fast keine Grenzen gesetzt, was man sich damit noch alles zusätzlich "bauen" kann.

    Somit ist es natürlich auch möglich, dass man seine Daten exportiert um mit WsWin sich seine Wetteraufzeichnung ansehen zu können.


    Sollte ich bei einigen Interesse geweckt haben es selbst auszuprobieren, könnt ihr gerne auf meine Unterstützung zählen.

    Desweitern Danke für die Zeit meinen Beitrag zu lesen, würde mich über Rückfragen und Diskussionen freuen