Polare Tiefs (können Sturm oder auch Schnee mit arktischer Luft aus Norden fördern)

  • Beobachtete Lage: Derzeit verläuft die Höhenströmung von polaren und arktischen Breiten über Skandinavien am Norwegischen Gebirge nach Deutschland und biegt zum Schwarzen Meer um, dabei kommt es im Viererdruckfeld durch die Drucksysteme aus Hochs bei Grönland und den Britischen Inseln und einem arktischen Tief im Nordosten Skandinaviens, führt dies zu Ausbildung einzelner polarer Randtiefs in der Höhenströmung und mit Ausprägung des Jetstreams.


    Insgesamt kann man eine Verschärfung des Windes in Norddeutschland um den 04.01.09 und wenige Tage danach noch beobachten laut der Modelle. Dazu kann es schneien über Nord- und Mitteldeutschland sowie Schneeverwehungen teils geben. Wobei die Entwicklung nicht allzu enorm sein wird.


    Insgesamt kann es passieren, das der Wind an den Küsten etwas zulegen kann noch. Derzeit zieht auch ein Polartief am 31.12.08 nördlich von Skandinavien nach Ostfinnland und später zum Nordmeer. Dieses Tief erreicht Sturmstärke.



    Polartief


    Eine Klasse plötzlich auftretender, z.T. in Form von skaliger Zyklonen, die über dem offenen Meer beobachtet werden und auch Orkanstärke erreichen können. Diese Winde nehmen auf innerhalb 24 h Sturmstärke an. Diese Tiefs bilden sich innerhalb zwischen Grönland, Eismeer und Norwegen (bilden sich in Polaren Luftmassen) wie gerade. Die Energie gewinnen sie aus Wärme- und Wasserdampfflüssen, die durch extreme Instabilität der Schichtung vom relativ warmen Ozean die in die darüber befindende kältere Luft sich schiebenenden Luftmassen. Derzeit beziehen diese Randtiefs (Polare Randtiefs ihre Energie von Island oder vom Wasser westlich).



    Beispielkarte vom 03.01.09 (laut Modell GFS), man erkennt die potentiellen Luftmassen in der Umgebung des Tiefs am Westteil Norwegens.