Synoptische Lage am Sonntag
Ein Höhentief bei den Britischen Inseln deformiert die Höhenatmosphäre und leitet die Bildung eines Sturmwirbel dort ein, einzelne stürmische Böen können Mitteleuropa erreichen, auf der Vorderseite wird mit mäßigen und teils stärkeren Höhenwinden aus Südwest aus Frankreich nach Nordwest- und Westdeutschland in der Höhe der darunterliegenden Schichten von etwas unterschiedlich verteilen LLJ mäßig warme Luft herangeführt die im Bereich der Höhenkaltluft labilisiert wird zusätzlich über Norddeutschland am Sonntag. In Südostdeutschland und in Österreich sorgt im Verlauf die Kaltfront des Tiefs über dem Norden Deutschlands im Bereich von Bayern mit heranführen durch die mittleren Winde (LLJ) feuchtwarme Luftmassen. Im Bereich einer dort liegenden schwachen frontalen Zone und vorderseitig des Trogs an der Jetachse kommt es auch dort zu Konvergenzen und Hebungsantriebe mit wahrscheinlich starken Gewittern (leichtes Unwetterpotential). Ganz vereinzelt Gewitter in Sachsen möglich noch am Abend.
Lagevorschau zu Gewittern am Sonntag in Bayern
Entlang eines fasst geraden Jets von Südwest nach Nordost kann es auf beiden Seiten nördlich, östlich wie auch südlich Hebung geben.
Ein Randfrontensystem greift auf den äußeren Norden Deutschlands über. Was sich einige Kilometer entfernt des Trogs bei den Britischen Inseln lang bewegt. Entlang eines Höhenjet der eine südwestliche Anströmung mitführt vom mittleren Frankreich und südlich her nach Deutschland, kann es östlich im Breich des Jetmax der im Nordwesten und Westen liegt einzelne Gewitter in Bayern und bei Dänemark bis zum Abend geben. In den unteren Schichten gibt es leicht erhöhte niedertroposphärische Scherung, die aber schwer zu erkennen ist, dennoch könnte einzelne Rotationen zu Tornadobildung oder Funnels am Bodensee oder im äußeren Bayern begünstigt sein oder vereinzelt in Dänemark. Aufgrund der hochreichenden Scherung und leichten Winden in mittleren Schichten sowie gleicher Strömungreichtung in höheren Regionen und unteren Bereichen der Atmosphäre werden die Gewitter mehrzellig sein im äußeren Norden oder vom Bodensee bis im äußeren Südosten vorhanden sein. Diese Gewitter sind er schnellziehender Art. Zugrichtung aus Südwest. Große Unwettergefahr besteht demnach nicht. Mögliche leichte Labilität wird Mecklenburg und leicht nach Nordbrandenburg rein bedingt, in Dänemark etwas erhöhte labile Schichtung. Teilweise reicht dies für starke Gewitter im äußeren Nordwesten und in Dänemark bis zum Abend, im Südosten Deutschlands zum Teil stationäre oder leicht ziehende Gewitter. Möglicherweise kann aber die CIN Begrenzung der Inversion zu Freiwertung der Labilität überwindet werden durch die Hebung (dynamische Aktivität). Kräftige konvektive Niederschläge (vorallem längere Zeit Regen sind möglich in Süddeutschland, am Erzgebirge und in Dänemark wie im äußeren Nordwesten zum Abend. Auch Richtung Ostdeutschland nimmt die Scherung in den unteren 0 – 1 km zu für die mittleren Winde von 33 Knoten bis 16 m/s, mögliche Voraussetzungen für Potential von Tornados in Ostdeutschland und bei Dänemark. Falls es zutrifft kann auch ein stärkeres Gewitter in Dänemark oder im Südosten Deutschlands/Bodensee auftreten. Nach Südosten kann auch Hagel darunter sein bei höheren Capewerten und kräftigen Aufwinden. Mögliche Organisierung der mehrzelligen Gewitter im äußeren Norden und zu eigenständigen Gewittern die länger leben könnten. Wahrscheinlich einzelne rotierende und isolierte Gewitter im Südosten Deutschlands zum Abend. Vor allen wären stärkere Gewitter im Südosten zu erwarten mit Hagel, Sturmböen und Starkregen (wahrscheinlich keine Überschwemmungsneigung).
Aktuell starker Regen 5 liter in 20 Minuten. Und so wie es hier aussieht könnte noch mehr dazu kommen