nachgeführte Aufnahmen mit Barndoor-Montierung

  • Hatte mir nach Vorlage im Internet eine Barndoor-Montierung aus Holz nachgebaut. Mit dieser hatte ich den Sternenhimmel manuell nachgeführt.


    Die Aufnahmen wurden mit der Olympus SP 320 mit 200 ISO belichtet.



    Hier auf diesem Bild ist das Sternbild Fuhrmann mit 2 Minuten Belichtungszeit aufgenommen.



    Das Sternbild Leier wurde mit einer Belichtungszeit von 60 Sekunden belichtet.


    Gruß
    Manfred

  • Wollte eigentlich diese Bilder mit 800 ISO belichten, hatte dabei die falsche Einstellung gewählt. Macht aber nichts. Wuste zunächst nicht ob das klappen würde, mit der Nachführung, um keine Striche hineinzubekommen.


    Gruß
    Manfred

  • Hi manfred


    nicht Schlecht muss mann sagen ! Wo bekommt man denn die Baupläne für das Teil und wie funktioniert es ?


    Kleiner tipp nimm die niedrigste ISO einstellung die geht ! Je mehr ISO du nimmst bei längeren Belichtungszeiten desto heisser wird der Bildsensor der kamera und du bekommst mehr von diesen unschönen bunten Pixeln (hotpix auch heisse Pixel genannt )


    Gruß Basti

  • Will man den Sternenhimmel länger belichten, kommt man mit einer Nachführung für die Kamera nicht herum, weil sonst die Sterne wegen der Rotoation der Erde auf dem Bild strichförmig erscheinen würden.


    Für so eine selbstbebaute Barndoor-Monitierung die aus Holz besteht, ist diese Montierung mit einem geringen Kostenaufwand verbunden.


    Was man braucht:


    1.) 2 Bretter 26 cm länge, 2 cm Breite
    2.) 1 oder 2 Schaniere und Holzschrauben
    3.) eine M6 Gewindestange (Länge 14 cm)
    4.) ein kreisförmiges Handrad aus Holz
    5.) 5 M6 Muttern
    6.) Fotostativgewinde (erhältlich beim Fotofachhandel)
    7.) Kugelgelenk für Kamera
    8.) Draht fürs Handrad
    9.) Sucherfernrohr mit Fadenkreuz


    Wenn man diese Teile angeschaft hat, wird das Schanier mit den zwei Brettern paralell mit Holzschrauben verbunden. Wobei dann bei der Montierung die Achse des Schaniers auf den Himmelspol zeigen muss.


    An der Brettunterseite wird ein Fotostativgewinde reingeschraubt.


    Für die Bewegung der Bretter sorgt der Gewindestab M6, der das gegenüberliegende Brett nach Ausrichtung auf den Himmelspol (Norden), von links nach rechts bewegt.
    Nun braucht man den genauen Abstand "L" zwischen Gewindestange und dem Schaniermittelpunkt.


    Dieser wird mit L = 228,56/N berechnet


    N = Dazu wird die Anzahl N der Gewindegänge, die auf 1cm auf der Schraube vorhanden sind, gezählt. (bei einer M6 Gewindestange 9,98)


    L = 228,56/9,98 = 22,9 cm


    Mit diesem Abstand wird an der Unterseite des Brettes (links vom Schanier) ein Loch gebohrt, und eine M6 Mutter in das Loch eingeklebt.
    Zur besseren Stabilität der Gewindestange, kann auf der anderen Seite eine weitere M6 Mutter aufgeschraubt werden.


    Am Ende der Gewindestange wird noch eine Hutmutter aufgeschraubt.
    Jetzt fehlt nur noch das Handrad an der Gewindestange.
    Die Scala wurde in 60 Sekunden in einer Einteilung von 2 Sekunden auf ein Blatt Papier auf das Handrad aufgeklebt.


    Um die Richtige Zeiteinteilung genau hinzubekommen, muss man zuerst den Umfang des Rades berechnen (Durchmesser * 3,14).
    Dieser Umfang wird dann durch 30 geteilt und auf das Papier übertragen.


    Über dem Gewindestab wird ein Draht für die Scala des Handrades angebracht.


    Wenn alles fertig gebaut ist, wiird diese Montierung mit Hilfe eines Sucherfernrohres mit Fadenkreuz auf den Himmelspol ausgerichtet, wobei man hier den Polarstern aufsucht. Da der Himmelspol nicht genau auf dem Polarstern, sondern 0,8° daneben liegt, kann man ihn am besten mit einer Polsuchersoftware finden.


    Ist diese Montierung sauber auf den Himmelspol ausgerichtet, startet man die Belichtung und führt den Sternhimmel durch Drehung des Handrades alle 2 Sekunden in der Uhrzeigerrichtung (nach Rechts) nach.


    Das Handrad wird in einem Abstand von einer Minute um 360° gedreht, dass auf der Gewindestange eine Steigung von 1mm ergibt.
    Dabei ist zu achten, daß das Handrad gleichmäßig in einem Rytmus gedreht werden muss. Wenn zu schnell gedreht wird, oder zu langsam, könnten Strichspuren entstehen.


    Gruß
    Manfred

  • Super Anleitung prima erklärt werde ich bei Gelegenheit auch mal basteln !


    Nimm doch nen Motor mit 1 Umdrehung pro Minute und bastel ihn an die Gewindestange dann sparst du dir das drehen ! :)


    Gruß Basti

  • Hallo Manfred,


    in der Mitte des ersten Bild (Fuhrmann) erkenne ich noch eine
    (blinkende) Spur eines Flugzeuges.
    Ist doch richrig, oder?


    Meine Frau und ich waren früher sehr aktive Sonenbeobachter
    im Weißlicht und H-Alpha Bereich. Ist aber durch die grösser
    werdende berufliche Belastung eingeschlafen.
    Nun habe ich mir für meine NIKON D-70 einen Okularadapter besorgt,
    welche an unser C-8 passt. Bin mal auf die Ergebnisse gespannt.



    Gruss Rainer

    Rainer Klein, Netphen Dreis-Tiefenbach


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  • Ja genau, auf dem Bild im Fuhrmann ist vermutlich ein Flugzeug durchgeflogen. Könnte auch ein Satelitt gewesen sein.
    Wenn du mal Aufnahmen durch das C8 machen möchtest, habe ich eine Seite im Internet gefunden, die sehr viel wissenwertes über die Astrofotografie beschreibt. Unbedingt mal reinschauen.


    Leitfaden zur Astrofotografie


    Gruß
    Manfred