Alternative zum Erbebennetzwerk und zum JWF8-Sensor

  • Hi,


    mit Interesse habe ich das Thema Erdbebensensor und dem damit verknüpften Netzwerk gelesen, nur: Mein Ding ist es nicht, dafür meinen privaten PC Tag und Nacht am Laufen zu haben. Evtl. mit einem Raspberry oder seinen anders lautenden Derivaten. Aber damit scheint der F8 wohl nicht zu laufen.


    Mittlerweile gibt es aber anscheinend eine Alternative (habe damals schon nach einem Datenlogger gesucht, der mir die Daten ohne PC mitschneidet und dann auch entsprechend versenden kann - aber ich habe nichts gefunden):


    Link


    Der hat doch die gleichen Eckdaten, wie der F8. Nur würde mich interessieren, wie die Daten gespeichert werden. Bei einer Speicherrate von 25Hz - wie schnell geht mir mir da das Speichermedium im Eimer (RAM, oder what else) - kennt sich da jemand mit aus? Bei einer Speicherfrequenz von 25Hz hält der Speicher die letzten 2,6 Stunden. Das würde mir eigentlich vollkommen reichen, um nach einem Erbeben das Ding mal auszulesen.
    Ist fast genau, was ich haben möchte - nur wie lange hält der interne Speicher?



    -volker-

  • Hallo Volker,


    das Erdbebennetzwerk ist darauf ausgelegt, das die Daten live gesendet werden. Was nutzt es, wenn wie von dir avisiert, die Daten irgendwo zwischengespeichert werden und das eventuelle Beben schon längst Geschichte ist?
    Nebenbei der Sensor läuft sehrwohl auf dem Raspi aber nicht mit dem originalen Netzteil. 1 Ampere ist zu wenig.

  • Hallo Werner,


    wie gesagt, mir kommt dieses Gerät inklusive Datenerfassung (Logger ohne PC) sehr entgegen. Und Geschichte sind doch wohl 99% aller Erdbebenerfassungen. Es rummst, und ich schaue nach dem Rumms nach wie stark die Erschütterung war.
    Dabei möchte ich (und nur ich) wissen, wie stark vorbeifahrende LKW's, stampfende Bagger und was weiß ich noch hier einen Ausschlag auslösen. Falls ich das Projekt unterstützen würde, geht das natürlich auch mit diesem Gerät. Dazu bedarf es natürlich den Willen, seitens des Netzwerkes, auch andere Geräte zuzulassen. Aber wie schon gesagt, das ist ja auch überhaupt nicht mein Anliegen. Es gibt übrigens 2 Betriebsmodi: a) immer Online - ohne internes Logging und b) Batteriebetrieb (Logging ohne PC) mit Zeitstempel. Ein Aufwachmodus - ab Erschütterung - hört sich auch sehr gut an.


    Allerdings muss ich mich noch mit der Softwareschmiede kurz schließen. Noch scheinen die alles Mögliche vom GLog1 auszuwerten, nur keine Erderschütterungen :(



    -volker-

  • Moin


    da würde ich warscheinlich eher ein Android Smartphone nehmen die neue Boinc App drauftun anstatt zu versuchen das ELV Ding online zu bekommen .


    MFG Jens

    Je mehr du über diesen Staat erfährst, desto mehr verstehst du, warum unsere Politiker den Bürgern keine Waffen zugestehen wollen...

  • Ich denke mal, dass sich das eh zerschlagen hat, denn laut Wettermann (in einem anderen Forum gelesen) schlägt der JWF8 erst bei einer Magnitute von 3-3,5 an, während der JWF14 schon bei 2,5 ausschlägt.

    Zitat von Wettermann in einem anderen Forum schrieb:


    Soweit ich weiß,soll der F14 ab etwa Magnitude 2,5 die Daten nach Amerika funken,wo dann überprüft würde,ob eine offizielle Meßstelle in der Nähe was gemerkt hat.Sonst werden die Daten verworfen.


    mag 2,5 ist in etwa so,als wenn ein LKW in einigen Metern an dir vorbei fährt und du stehst auf Moorboden.Dann spürt man ein schwaches "Wellen" des Bodens.


    Der ältere F8 Sensor schlägt erst ab Stärke 3 bis 3,5 an,was 10 mal stärker als mag 2,5 ist.Dann schüttelt sich das Haus schon und Bilder können von der Wand fallen.


    ...und da der ELV-Sensor von den Daten einem JWF8 entspricht ist er für vorbei donnernde LKW's und Baggerstößen wohl eher taub. Wir haben hier zwar 1-2 mal im Jahr einen Erdversatz der Zeche, aber diese geringen Aktivitäten aufzuzeichnen ist mir zu wenig.



    -volker-

  • Um auf deinen Bagger und LKW zurückzukommen Volker, lies dir doch bitte den Artikel durch, was überhaupt Erdbebenwellen sind. Schnell wirst du verstehen, das richtige Beben eine völlig andere Charakteristik haben. Zudem ist in der Anwendung von QCN schon Trigger intergiert, welcher Ereignisse (LKW) von sich aus eleminiert.


    In einen Beitrag von dir ist das Wort "Zeche" gefallen ist, nehme ich an, das du irgendwo in NRW/Ruhrgebiet zu Hause bist. Die Chance das da Tektonische Aktivität zu tragen kommt geht gegen Null. Allenfalls wackelt es mal mehr oder weniger leicht wenn z.Bsp. ein Schacht zusammenbricht.
    Anders sieht es in meine Region, im/am Oberheingraben (grobe Richtung von Basel bis Pforzheim) wir haben des öfteren Erdbeben, wie hier einsehbar ist. Unsere Sensoren sind dazu aber zu unempfindlich um jeden Wackler zu registrieren. Das einzige Beben welches mein Sensor registriert hat stammt vom 05.05.2009 mit einer Magnitude von 4.5 auf der Richterskala, 10 Km vom Epizentrum entfernt.


    Ich möchte mit meinen geschreibsel keinenfalls deine Idee schlecht oder gar ausreden. Vielmehr wollte ich dir aufzeigen wie gering die Chance ist überhaupt ein Beben in Deutschland zu erleben bzw. zu registrieren. Daher sollte jeder selbst für sich entscheiden wie und was investiert wird um ein Event aufzuzeichnen. Ich vertrete die Meinung, das die für uns angebotenen Sensoren genau den Zweck erfüllen. Kostengünstig, leicht in Betrieb zu nehmen, keinerlei Wartung erforderlich usw.
    Unumgänglich dazu ist, das der PC oder Laptop immer On ist.


    Im Moment stehe ich in regen Kontakt mit dem Erdbebendienst im Regierungspräsidium Freiburg. Anhand meine damals gemachten Aufzeichnung ist die Überlegung dort, ansatzweise oder vollständig unsere Daten wenigstens zu Vergleichen mit heranzuziehen. Selbst wenn es nicht offizielles wird, ich freue mich das überhaupt jemand auf uns aufmerksam geworden ist.
    Kurios, vorher haben die Leute bisher noch nichts von unseren QCN Netzwerk gewußt.

  • Hallo Werner,


    dankeschön für Deinen ausführlichen Beitrag. Ich habe soetwas Ähnliches ja schon vermutet das der elv-Sensor für meine Anwendungsoption zu unempfindlich ist.


    Augenblicklich will es mir zwar nicht unbedingt einleuchten, warum das Projekt QCN teilweise wohl doch recht erfolgreich ist (für eine Sammelbestellung finden sich eigentlich immer ein paar User), wenn selbst Du, der in einem "spannungsgeladenen" Gebiet wohnt, innerhalb von 5 Jahren 'nur' ein Erdbeben mit Deinem Sensor miterleben durftest - obwohl Du definitiv selber mehrere schwächere Erdbeben wahrnehmen konntest.


    Für mich wäre das defitiv zu wenig Action, aber hey - jeder Jeck is anders (wie der Kölner es zu sagen pflegt).


    Ich selber wäre - aufgrund der Sammelbestellungen - nie auf die Idee gekommen, dass die Dinger relativ taub sind und eigentlich nur Erdbeben aufzeichnen, welche schon Bilder von der Wand reissen.
    Dann hat sich das - wie schon weiter oben vermutet - für mich vollkommen erledigt. Speziell für meine Bedürfnisse wäre der Logger von ELV aber genau das was ich mir gewünscht hätte.



    -volker-

  • Guten Morgen Volker,


    ich hab da noch etwas. Falls ein Laptop von IBM (jetzt Lenevo) oder HP ab Baujahr 2007 zu deinen Beständen zählt, damit geht es auch. Dazu wird der Sensor der Festplatte (FreeFallSensor) verwendet.
    Normal dient der Sensor dazu die Festplatte vor Schäden durch den Schreib/Lesekopf bei einen Abflug nach unten vor Schäden zu bewahren.


    Ich sage mal so, ein Beben unter 3 macht keine Schäden. Daher ist mir durchaus plausibel, das QCN da eine untere Grenze gesetzt hat. Selbst das Beben von 4.5 bei mir hat kaum Schäden hinterlassen. Es gelten hier andere Bestimmungen beim Bau als im übrigen Deutschland.
    Dagegen waren kleinere Schäden durch das ehemalige Geothermiekraftwerk in Basel schon ab Stärke 3 sichtbar in einigen umliegenden Gemeinden. Auch dadurch, das die handgemachten Beben relativ nah unter der Oberfläche statt fanden.