Squallines (Mehrfachzellengewitter) (Schema dazu)

  • Squallines


    Squallines können als Mehrfachzellen - Liniengewitter auftreten. Was ein Spektrum von Gewittern zu Mehrfachzellengewittern anhört. Squallinie (MULTICELL LINIE STORMS. Auch Superzellen können sich zu Linie mit Gewittern ausbilden.


    Mehrfachzellengewitter aus Squallinien gestehen aus langen Linie von Gewittern mit einer ausgebildeten Böenfront an der Vorderfront.


    Die angereihten Gewitter können geschlossener oder Lücken /Unterbrechungen haben. Die feuchtwarme Luft wird von der kälteren Luft nach oben geführt. Diese feuchtwarme Luft als Aufwind geführt. Die stärksten Aufwinde sind an der Vorderflanke der Gewitter wo heftigen Regenfälle und Hagel der an der Aufwindbasis auftritt.


    Der schwächere Teil mit leichten Regen oder mäßigen ist hinter der Gewitterlinie anwesen.


    Bis Squallinien gehen größerer Hagel, heftiger Regen, schwächere Tornados und auch kräftige Downbursts nieder. Sehr heftige Downbursts gehen aus geraden Linien der Gewitterfront als Bow - Echo oder Derechos voraus und bilden eine starke Krümmungsweise. Wobei auch Vorticity nördlich und südlich der Bögen erzeugt werden kann. Die Bow - Echos hängen an Linien und Einzellelzellen.


    Diese Rotation in zyklonaler Verhaltsweise am Bow wird durch Scherung in unteren Schichten mit bewirkt dieser führt zu rotierenden Komma - Kopf - Gewitter. Schwache und starke Tornados kommen im Komma besonders im Norden vor. In bogenartigen Böenfronten kommen die Gustnados (Böenfrontwirbel ) in Erscheinung. Die Bow - Echos sind ähnlich wie die Entwicklung von Superzellen.




    Was ist eine konvektive Zelle?


    Hier reden wir von einem Aufwindzone die hochreichend erscheint in bis in höhere Teile der Atmosphäre, meist auch in die Stratosphäre. Die horizontale Ausdehnung einer Zelle liegt bei 10 bis 100 Quadratkilometer. Das konvektive Niederschlagsfeld oder Flächenniederschlag mit neue aktive Kerne ist anhand des Radar sichtbar.


    Zellen benötigen für die Entstehung >


    1. Feuchtigkeit in der unteren Troposphäre
    2. starke vertikale Gradienten der Temperatur
    3. Hebunggebiete.



    Je größer die Feuchte, desto geringer der Temperaturabnahme. Je trockener, desto größer die vertikalen Temperaturgradienten.


    Einzelzelle


    -kurzlebig
    -vertikale Windscherung kaum vorhanden (Winde ändern sich nicht)
    - Niederschlag fällt in den Aufwind mit dem Abwind und zerstört die Zelle
    - diese Zelle lebt 30 bis 50 Minuten.
    - kleiner Hagel oder schwere Sturmböen möglich



    Multizellengewitter


    - besteht aus mehreren Zellen (Gewitter- und Schauerzellen)
    - unterschiedliche Entwicklung
    - linienförmig (squall line oder multicell linie storms) - Multizellenlinienstorm oder multicell cluster storms (Multizellenclusterstorm)
    - Systeme werden normalerweise als MCS (mesoscale convective systeme = mesoscaliges konvektives System) oder multi - celluar storm (Multizellsturm) bezeichnet. Auf der Vorderseite meist sind die Wolkenstrukturen von Gewittern (konvektive Wolkenstrukturen), auf der Rücksteite eines MCS also das stratiforme Niederschlagsgebiet (trailing stratiform region).
    - Neue Zellen entstehen an den Flanken vor und an den Seiten wo die warme Gewitterluft liegt die mit der mittleren Strömung schwimmen, das System selbst folgt nie der mittleren Strömung nur die neuen Gewitterzellen, da dieses System sich in alle Richtungen ausweitet.
    - auch schweren Bow - Echos/Bogenformen/Superzellen oder einzelne Zellen aus dem System auch aus meist und bleiben soweit in seiner Nähe. Teile des System können also auch von anderen Seiten kommen und gefährlich werden.



    Gefahren, Schäden durch Gewitterstürme


    Die Gefahren sind größer, wenn diese an Größe gewinnen. Super cell Storms und Multi -cell Storm sind deutlich gefährlicher.


    Noch größere Gefahen bringen MCSs, die durch große konvektive Cluster, Squall Linie und Fronten ausgehen.


    Gefahren


    - Stürme über Boden bei Downbursts und Tornados (hohe Windgeschwindigkeiten und Kräfte)
    - Starke Vertikalwinde, Änderung der Strömungsvektoren
    - Mittlerer und großer Hagel
    - Starker und heftiger Starkregen
    - Überschwemmungen und Überflutungen
    - Blitzintensität (Gefahr von möglichen Schäden für Leben, Elektronik usw.)
    - Tornados mit scharfen Grenzen und Zerstörung

  • Für bogenförmige Segmente den Bogenechos sind Höhenwinde von 80 bis 100 km/h in 4000 oder 5000 m Höhe bedeutend. Diese Winde die horizontal sich hinter einem Gewittersystem bewegen, erfahren eine Neigung nach unten und stürzen gleichzeitig mit den Fallböen zum Boden. Im Bereich der Linie bildet sich eine Deformation in der Atmosphäre oberhalb und später abwärts. Dieser Teil wird hier beschleunigt und einige Makroböen in Bogenform von 160 km/h oder teils mehr können auch mögliche Schäden anrichten durch Downbursts, manchmal bildet sich ein Tornado.



    Beispielkarten


    Erste Karte die Bogenformentwicklung und die zweite Karte (Beispiel der Karte vom 10./11.03.09), darin soll die heutige Karte nur mal als Beispiel für solch einen Bogen dienen, abwohl dies mehr eine Niederschlagsweiterentwicklung für heute Abend und dem Mittwoch darstellen sollte.

  • Also ich will ja nicht sagen das du nicht genug darüber weißt oder Ahnung von der Materie hast aber Multicell Line Storms und Squalllines sind 2 verschiedene Sachen, die zwar miteinander verwand sind aber nicht das gleiche darstellen.


    Squalllines treten fast immer in Linienform auf und haben selten Lücken.
    Wenn dann hat man dort die stärksten Zellen an dem so genannten Leading Edge die nicht selten Mesos oder gar SZs sind.


    Die Squalls erhalten sich durch DYNAMISCHE Hebung am Leben die sie teils auch durch Eigendynamik erzeugen.
    Zum anderen hängt es davon ab wie z.B. dahinter herankommende oder heran fließende Kaltluft herankommt.
    Desto weiter vom VortMax oder der Dynamikzone entfernt, die meist im Exit oder Delta Bereich eines Jets liegt, desto flacher und ungefährlicher kommt die Kaltluft heran.


    Multizellen und Abarten können sich auch orographisch entwickeln und halten sich autonom am Leben bzw sind nicht so stark von der Dynamik abhängig.
    Dann können Multizellenlinien in Längs , Staffel und Queranordnung auftreten. Wobei zunächst die einzelnen Cores deutlich voneinander getrennt sind.
    Hieraus kann ein MCS aber auch eine Squall usw werden.



    Also nicht immer aus dem Lehrbuch schreiben sondern selbst erstmal praktische Beobachtungen machen und die Erfahrungen damit sammeln wie sich konvektive Systeme verhalten..
    UND dann schreiben... und nicht wie hier....


    Eyk